Samstag, 16. Juni 2007

Conference im Paradies


Liebe Freunde, In dieser Woche sind wir gerade in Belém zur jährlichen Missionars Konferenz.
D.h. wir haben letzte Woche nochmals 1200 km gemacht, da wir mit dem Auto gekommen sind. Die Strassen sind zum Glück ziemlich gut, so dass wir schnell vorwärts gekommen sind. In einer Woche, wenn wir dann in Floriano zurück gekehrt sind haben wir dann über 5500km in einem Monat abgefahren.
Die Konferenz selber findet nicht in Belém im MICEB Center statt, sondern etwas ausserhalb am Amazonas Fluss in einem Hotel das an einem Strand liegt, der Paraíso heisst, also Paradies.
Der Strand war früher schon immer unser Lieblingsbadeort des Amazonas (der hier einem Meer gleicht, da nur 300km vom der Mündung entfernt).
Leider haben wir gar nicht so viel Zeit dieses Paradies zu geniessen, denn die Tage sind gefüllt mit Andachten, Sitzungen und Gesprächen.
Obwohl mir Missionarsghettos zuwider sind, ist es toll "alte" Bekannte (die meisten sind mittlerweile wirklich alt geworden) wieder zu sehen und ihnen Fotos meiner Familien zu zeigen. Alle wollen natürlich wissen wie es meinen Eltern geht.
Nächste Woche werden wir auf dem MICEB Center verbringen und eine Einführung in die Arbeit der Mission erhalten, die ja nicht nur aus der SAM besteht (Crossworld (USA), UFM Int (England), DMG (DE)).
Liebe Grüsse,
Simon

Dienstag, 5. Juni 2007

Haus gefunden

Am letzten Freitag haben wir einen Mietvertrag unterzeichnet. Nun haben wir doch schon früher als erwartet ein Haus gefunden. Die Suche hatte sich zu Beginn als sehr schwierig erwiesen. Doch mit etwas Geduld und den richtigen Beziehungen findet man hier in Floriano schon eine Behausung.
Die meisten Wohnungssuchende sind Studenten der diversen federalen (national) und bundesstaatlichen Schulen und Universitäten. Doch leider wollen nicht Vermieter junge, wilde Studenten in ihren Häusern wohnen lassen. Deshalb werden freistehende Häuser nicht ofiziell angeboten. So war dies auch in unserem Fall. Die Nachbarn berichteten uns, dass das Haus leer stehe, aber der Vermieter es nicht vermiete.
Wir nahmen trotzdem Kontakt mit "Josef vom Laden" (wie der Vermieter hier genannt wird) auf, der sofort offenherziger wurde als ich ihm am Telefon versicherte, dass ich ein Haus für mich und meine (zukünftige) Familie suche.
Treffpunkt war 14:30 am nächsten Tag. Als er um 15:30 immer noch gekommen war, fuhren wir in die Stadt, um ihn zu suchen, da er täglich auf die Bank ginge.
Vor der Bank sagte uns ein sich langweilender Mann, dass er den Josef vom Laden heute noch nicht gesehen habe. Enttäuscht gingen wir weiter. Wir waren nocht nicht um die nächste Ecke gegangen als derselbe Mann uns von Weitem rief und uns zu verstehen gab, dass der Josef vom Laden nun gerade dein Platz vor der Bank am überqueren sei. Wir fingen in ab und er versicherte uns, dass er in 30min vor dem Haus sei (also 16:00).
Wieder warteten wir fast eine Stunde in der Sonne vor dem Haus. Als wir uns um 17:00 entschieden hatten wieder nach Hause zu gehen, kam er mit seinem Wagen um die Ecke.
Er zeigte uns das gutgebaute grosse Haus, das uns sofort gefiel aber wollte zuerst eine etwas hohen Miete (R$ 300/p Monat). Ich schaffte es den Mietpreis auf 270 herunter zu drücken. Ohne zu wissen, dass ich schon verhandelt hatte, fragte ihn die schwangere Rahel (schwangere Frauen werden sehr geachtet hier in Brasilien), ob er uns das Haus nicht für 250 geben würde. Er willigte sofort ein.
Am Freitag kam der Josef vom Laden wieder 2 Stunden nach dem abgemachten Termin mit dem Vertrag vorbei.
Vielen Dank für eure Gebete! Wir sind wirklich sehr zufrieden mit dem Haus, welches nun noch kleinere Umbauten bedarf. Wir glauben dass Gott für uns in dieser Sache gesorgt hat.
Nach unserer Reise nach Belém an die Konferenz der Mission, werden wir einziehen.