Einige Fotos von Ausflügen und Treffen mit Verwandten in der Schweiz:
Freitag, 27. Juni 2014
Dienstag, 17. Juni 2014
Tag der offenen Tür bei Reifler's am 29. Juni und 16. Nov 2014
Wir möchten dich ganz herzlich einladen zum Tag der offenen Tür bei Reifler's:
15:00 Multimediashow zu unserer Arbeit in Brasilien
16:00 "Zvieri"
18:00 Grillparty im Juni (Fleisch oder Wurst gleich selber mitnehmen, für den Rest ist gesorgt), Spaghettiplausch im November
20.00 Multimediashow zu unserer Arbeit in Brasilien
21:30 "Znüni"
- Multimediashow zu unserer Arbeit in Brasilien
- persönliche Gespräche
- Gemeinsam Essen
- Badeplausch oder Spiele für die Kinder
Programm:
Ab 14:00 kann kommen und gehen wann man will15:00 Multimediashow zu unserer Arbeit in Brasilien
16:00 "Zvieri"
18:00 Grillparty im Juni (Fleisch oder Wurst gleich selber mitnehmen, für den Rest ist gesorgt), Spaghettiplausch im November
20.00 Multimediashow zu unserer Arbeit in Brasilien
21:30 "Znüni"
Montag, 2. Juni 2014
Monika Reifler Lebenslauf
Dieser Lebenslauf wurde anlässlich ihrer Abdankung am 23. Mai 2014 vorgetragen:
Unsere Mutter, Monika Reifler, geborene Sägesser, wurde am 27. August 1948 als zweites von insgesamt sechs Kindern in eine evangelische Familie hineingeboren, mit einer grossen Liebe zur weltweiten Missionsarbeit.
Bereits ihr Urgrossonkel, Samuel Sägesser, wurde von der Basler Mission als Pfarrer in die USA gesandt, wo er unter Schweizer Auswanderern während 38 Jahren arbeitete. Ihre Grosstante, Gritli Sägesser war Missionarin der Basler Mission in Indien und später als Frauenreferentin tätig. Sie schrieb acht Bücher, die man in der Bibliothek des TSC finden kann.
Ihr Vater Fritz Sägesser studierte während der Kriegsjahre des zweiten Weltkrieges auf St. Chrischona und wurde anschliessend Pfarrer des Evangelischen Gemeinschaftswerkes.
Zur Geburt unserer Mutter erhielt er von einer Bauernfamilie auf der Unterlangenegg 246 Eier. Dem Pfarrerkollegen auf der Schwarzenegg brachte er den Zehnten dieser Eier. Der Rest wurde in Bülacher Flaschen eingemacht.
Primar und Sekundarschulzeit verbrachte sie in Wangen an der Aare.
Mit 16 Jahren ging sie für ein Jahr als Au Pair nach Genf, wo sie in der Stadtmission eine geistliche Heimat fand.
Mit 17 Jahren begann sie Sonntagschule zu geben, weil sie Kinder so liebte.
Anschliessend besuchte sie die Evangelische Mädchenoberschule in Bern und das Seminar. Während vier Jahren arbeitete sie als Kindergärtnerin in Worb. Ihre erste Klasse 1969 hatte 38 Kinder, die sie zu bändigen hatte.
1969 lernte sie anlässlich der Hochzeit ihrer besten Jugendfreundin ihren zukünftigen Mann Hans Ulrich Reifler kennen. Sie verlobten sich an Ostern 1970. Am 26. August 1972 fand die Hochzeit statt. Die unvergesslichen Flitterwochen klapperten sie in einem alten VW Käfer kreuz und quer durch Griechenland auf den Spuren des Apostels Paulus und sicherlich auch nicht schneller als dieser.
1972 und 73 leitete das frisch vermählte Ehepaar die Mitternachtsmission in Bern, gefolgt von einem neun monatigen Aufenthalt zum Sprachstudium in London, wo sie regelmässig am Sonntagmorgen die Gottesdienste von Dr. John Stott besuchten.
Nach einem Studienjahr auf St. Chrischona wurde ihnen am 5. März 1976 ihr erster Sohn Simon geschenkt.
Im Herbst 1976 reiste die junge Familie mit der Schweizer Allianz Mission nach Brasilien, um zunächst in Belém während neun Monaten die Sprache zu studieren und die Kultur kennen zu lernen.
Es folgen drei Jahre Gemeindearbeit in Teresina Piauí, wo ihnen die Töchter Damaris und Angela geschenkt wurden.
Nach dem ersten Heimataufenthalt wurde die fünfköpfige Familie ans Theologische Seminar in São Luis berufen, wo sie bis zu ihrer definitiven Rückkehr 1991 dienten. Monika leitete den Seminarchor, unterrichtete das Modul Christliche Familie, gab angehenden Pastorenfrauen Flötenunterricht und wirkte mit in der örtlichen Frauenarbeit der Gemeinde. Sie unterstützte ihren Mann bei mehreren Gemeindegründungsprojekten. 1987 schenkte ihnen Gott Michael Reifler, ihren jüngsten Sohn.
Riehen und St. Chrischona
Im Sommer 1991 kehrte die Familien in die Schweiz zurück. Von 1991 bis 97 diente Monika als Pfarrfrau in der Freien Evangelischen Gemeinde, Riehen, wo sie sich aktiv in der Kinder- und Frauenarbeit engagierte.
Ab 1997 kam der Wechsel ans Theologische Seminar St. Chrischona, wo Monika ein Semester lang als Gastdozentin unterrichtete, mithalf als grosszügige Gastgeberin der Lebensgruppen, die sich in ihrem Haus versammelten.
Zusammen mit ihrer Freundin Ilse Born leitete sie die Studierenden der dreijährigen Ausbildung an, biblische Erzählfiguren zu erstellen.
In der Gemeinde auf St. Chrischona half sie mit, die Golden Age Gruppe aufzubauen.
Während 16 Jahren erteilte sie als Katechetin der Evangelisch Reformierten Kirche Basel Stadt im Wasserstelzen Schulhaus Riehen bis Ende Januar 2014 Religionsunterricht.
Wir sind Gott dankbar, dass die auf der ganzen Welt verstreute Familie am 8 März nochmals beieinander sein durfte.
Nach dreimonatiger Krankheit wurde Monika Reifler kurz vor Mittag des 20. Mai 2014 von ihrem Leiden erlöst.
Unsere Mutter wird uns für immer als eine unermüdliche fürsorgliche Frau in Erinnerung bleiben. Sie war auch eine wahre Heldin des Glaubens, die ihre Kinder über alles liebte und dennoch bereit war sie während Jahren in die Hände anderer an zu vertrauen, damit sie mit ihrem Ehemann sich ganz für die Sache ihres Herrn Jesus einsetzen konnte und die Kinder eine gute Ausbildung geniessen durften.
Sie war eine fröhliche Natur und sprühte vor Kreativität. Trotzdem bewies sie grosse Leidensfähigkeit, Durchhaltewillen und Treue während vielen Jahren in der Mission, als Mutter von vier oft schwierigen Kindern und als Ehefrau eines, sagen wir mal, sehr „einseitig begabten Ehemannes“. In all dem, und vor allem auch in der Krankheit und in den letzten Stunden ihres Lebens, wurde sie von der Kraft getragen, die aus dem tiefen Glauben an einen Gott kommt, der die Menschen so sehr liebt, dass er seinen einzigen Sohn für uns gab, auf dass wir und auch sie selbst ewig in Frieden in der Gemeinschaft mit Gott Leben dürfen.
Familie und Kindheit
Unsere Mutter, Monika Reifler, geborene Sägesser, wurde am 27. August 1948 als zweites von insgesamt sechs Kindern in eine evangelische Familie hineingeboren, mit einer grossen Liebe zur weltweiten Missionsarbeit.
Bereits ihr Urgrossonkel, Samuel Sägesser, wurde von der Basler Mission als Pfarrer in die USA gesandt, wo er unter Schweizer Auswanderern während 38 Jahren arbeitete. Ihre Grosstante, Gritli Sägesser war Missionarin der Basler Mission in Indien und später als Frauenreferentin tätig. Sie schrieb acht Bücher, die man in der Bibliothek des TSC finden kann.
Ihr Vater Fritz Sägesser studierte während der Kriegsjahre des zweiten Weltkrieges auf St. Chrischona und wurde anschliessend Pfarrer des Evangelischen Gemeinschaftswerkes.
Zur Geburt unserer Mutter erhielt er von einer Bauernfamilie auf der Unterlangenegg 246 Eier. Dem Pfarrerkollegen auf der Schwarzenegg brachte er den Zehnten dieser Eier. Der Rest wurde in Bülacher Flaschen eingemacht.
Primar und Sekundarschulzeit verbrachte sie in Wangen an der Aare.
Mit 16 Jahren ging sie für ein Jahr als Au Pair nach Genf, wo sie in der Stadtmission eine geistliche Heimat fand.
Mit 17 Jahren begann sie Sonntagschule zu geben, weil sie Kinder so liebte.
Anschliessend besuchte sie die Evangelische Mädchenoberschule in Bern und das Seminar. Während vier Jahren arbeitete sie als Kindergärtnerin in Worb. Ihre erste Klasse 1969 hatte 38 Kinder, die sie zu bändigen hatte.
Hochzeit und Ausbildung
1969 lernte sie anlässlich der Hochzeit ihrer besten Jugendfreundin ihren zukünftigen Mann Hans Ulrich Reifler kennen. Sie verlobten sich an Ostern 1970. Am 26. August 1972 fand die Hochzeit statt. Die unvergesslichen Flitterwochen klapperten sie in einem alten VW Käfer kreuz und quer durch Griechenland auf den Spuren des Apostels Paulus und sicherlich auch nicht schneller als dieser.
1972 und 73 leitete das frisch vermählte Ehepaar die Mitternachtsmission in Bern, gefolgt von einem neun monatigen Aufenthalt zum Sprachstudium in London, wo sie regelmässig am Sonntagmorgen die Gottesdienste von Dr. John Stott besuchten.
Nach einem Studienjahr auf St. Chrischona wurde ihnen am 5. März 1976 ihr erster Sohn Simon geschenkt.
Brasilien
Im Herbst 1976 reiste die junge Familie mit der Schweizer Allianz Mission nach Brasilien, um zunächst in Belém während neun Monaten die Sprache zu studieren und die Kultur kennen zu lernen.
Es folgen drei Jahre Gemeindearbeit in Teresina Piauí, wo ihnen die Töchter Damaris und Angela geschenkt wurden.
Nach dem ersten Heimataufenthalt wurde die fünfköpfige Familie ans Theologische Seminar in São Luis berufen, wo sie bis zu ihrer definitiven Rückkehr 1991 dienten. Monika leitete den Seminarchor, unterrichtete das Modul Christliche Familie, gab angehenden Pastorenfrauen Flötenunterricht und wirkte mit in der örtlichen Frauenarbeit der Gemeinde. Sie unterstützte ihren Mann bei mehreren Gemeindegründungsprojekten. 1987 schenkte ihnen Gott Michael Reifler, ihren jüngsten Sohn.
Riehen und St. Chrischona
Im Sommer 1991 kehrte die Familien in die Schweiz zurück. Von 1991 bis 97 diente Monika als Pfarrfrau in der Freien Evangelischen Gemeinde, Riehen, wo sie sich aktiv in der Kinder- und Frauenarbeit engagierte.
Ab 1997 kam der Wechsel ans Theologische Seminar St. Chrischona, wo Monika ein Semester lang als Gastdozentin unterrichtete, mithalf als grosszügige Gastgeberin der Lebensgruppen, die sich in ihrem Haus versammelten.
Zusammen mit ihrer Freundin Ilse Born leitete sie die Studierenden der dreijährigen Ausbildung an, biblische Erzählfiguren zu erstellen.
In der Gemeinde auf St. Chrischona half sie mit, die Golden Age Gruppe aufzubauen.
Während 16 Jahren erteilte sie als Katechetin der Evangelisch Reformierten Kirche Basel Stadt im Wasserstelzen Schulhaus Riehen bis Ende Januar 2014 Religionsunterricht.
Krankheit
Die Diagnose der schweren Krebserkrankung im Februar dieses Jahres war wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Es stellte sich bald heraus, dass der Krebs unheilbar war.Wir sind Gott dankbar, dass die auf der ganzen Welt verstreute Familie am 8 März nochmals beieinander sein durfte.
Nach dreimonatiger Krankheit wurde Monika Reifler kurz vor Mittag des 20. Mai 2014 von ihrem Leiden erlöst.
Ehrung
Unsere Mutter wird uns für immer als eine unermüdliche fürsorgliche Frau in Erinnerung bleiben. Sie war auch eine wahre Heldin des Glaubens, die ihre Kinder über alles liebte und dennoch bereit war sie während Jahren in die Hände anderer an zu vertrauen, damit sie mit ihrem Ehemann sich ganz für die Sache ihres Herrn Jesus einsetzen konnte und die Kinder eine gute Ausbildung geniessen durften.
Sie war eine fröhliche Natur und sprühte vor Kreativität. Trotzdem bewies sie grosse Leidensfähigkeit, Durchhaltewillen und Treue während vielen Jahren in der Mission, als Mutter von vier oft schwierigen Kindern und als Ehefrau eines, sagen wir mal, sehr „einseitig begabten Ehemannes“. In all dem, und vor allem auch in der Krankheit und in den letzten Stunden ihres Lebens, wurde sie von der Kraft getragen, die aus dem tiefen Glauben an einen Gott kommt, der die Menschen so sehr liebt, dass er seinen einzigen Sohn für uns gab, auf dass wir und auch sie selbst ewig in Frieden in der Gemeinschaft mit Gott Leben dürfen.
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