Dienstag, 17. Mai 2011

Muttertag und Erziehungsseminar

Viele Mütter, noch mehr Kinder!
Am letzten Mittwoch 11. Mai haben wir den Muttertag in unserem Quartier "Vereda Grande" nachgefeiert. Weil die Schule umgebaut wird, gab es dieses Jahr kein Muttertagsfest. So sind wir als Gemeinde in die Bresche gesprungen und habe diese Gelegenheit genutzt für unsere erste öffentliche Veranstaltung.
In der Schule verteilten wir über 150 Einladungen für die Mütter, zu einer Ansprache über Kindererziehung. Da sich dafür kaum jemand freiwillig melden würde, schufen wir einen kleinen Anreiz: 10 Preise, darunter einen Mixer, Geschirr und Plastikbehälter, die am Ende der Veranstaltung ausgelost werden würden.
Da die Brasilianer immer dabei sein wollen, wenn es etwas zu gewinnen gibt, kamen die Mütter auch in grosser Zahl (ca. 60). Im parallel stattfindenden Kinderprogramm hatten wir ca. 100 Kinder. Wir sind sehr dankbar für diesen erfolgreichen Start und hoffen, dass die Bewohner uns in positiver Erinnerung behalten.

Kurs "Familien in Christus"
Am Freitag danach (13. Mai) ist in der Gemeinde in Floriano unser Kurs zu Kindererziehung zu Ende gegangen. Auch auf diesen Kurs waren die Reaktion äusse
rst positiv und wir haben gemerkt, dass es ein grosses Bedürfnis ist, mehr über dieses Thema zu erfahren.

Dienstag, 3. Mai 2011

Abenteuerliche Reise zum Missionskongress in João Pessoa

Vor genau einer Woche bin ich (Simon) von einer Reise nach João Pessoa zurück gekehrt. In der Zwischenzeit waren wir aber schon wieder "unterwegs": einige Tage auf dem Rancho zu einem Timeout mit dem ProPiauí Team und Samstag bis Montag krank wegen einer Grippe.
Nun aber zur Reise:
Lucas Gonçalves, Beat Roggensinger, Valter und ich haben im 1200km entfernten João Pessoa zum ersten mal das neue Projekt ProSertão vertreten an einem Missionskongress zum 30 jährigen bestehen der JUVEP. Der Kongress war sehr gut und wir konnten viele Kontakte mit einflussreichen Pastoren und geistlichen Führern knüpfen, die ebenfalls das Anliegen haben die Frohe Botschaft von Jesus in die tausenden Weilern des Innland zu tragen.
Schon in João Pessoa hatten wir Probleme mit unserem nun schon 7 jährigen Auto. Im Regen fuhr er nur noch auf 3 Zylindern und der Alternator und der Servo setzten aus. Ausserdem hat mein Nachbar (dessen Namen ich nun hier nicht nennen werde) es geschafft den Alarm auszulösen, der dann nicht mehr abgestellt werden konnte. So mussten wir (oder besser er) am Tag unserer Abreise noch zu einem Autoelektriker.
Um 19:00 am letzten Montag konnten wir dann endlich die Rückreise antreten. Wir wollten an diesem Abend noch ca. 300km zurücklegen. Um 22:00 Uhr dann geschah es dann:
Bei voller Fahrt (120km/h) in einer leichten Kurve mit mir am Steuer klappte die Motorhaube auf und zertrümmerte die Frontscheibe. Natürlich verdeckte sich auch fast vollkommen die Sicht. Durch einen kleinen Schlitz unter der Motorhaube hindurch schauende konnten wir unser Fahrzeug irgendwie halbwegs sicher auf den (zum Glück existierenden) Pannenstreifen zum Stehen bringen.
Wir banden danach die Motorhaube mit einem Seil fest und fuhren zur nächst grösseren Stadt. Die teilweise zersplitterte Scheibe war nicht auseinander gefallen und wir konnten noch genug hindurchsehen.
Nach der Nacht im Hotel machten wir uns auf die Suche nach einer Garage, die die Scheibe auswechseln konnte. Am Mittag konnten wir endlich unsere Reise fortsetzen. Wir erreichten Floriano am letzten Dienstag um 22:30 dann doch noch sicher ohne weitere Zwischenfälle.
Wir sind dankbar, dass uns Gott vor einem schlimmeren Unglück bewahrt hat!