Montag, 26. Oktober 2015

Simons Vater hat den Herzinfarkt überstanden

Mein Vater hat während meiner langen Busfahrt aus Recife einen Herzinfarkt erlitten. Als ich Rahel am nächsten Morgen nach 17h offline-Fahrt kurz vor Teresina anrief, überbrachte sie mir die schockierende Nachricht. Gott sei Dank war gerade meine Schwester Damaris bei ihm, die ihn rechtzeitig ins Spital fahren konnte.
Schon während den Tage zuvor hatte er Schmerzen in der Brust gespürt, doch selbst der Hausarzt vermutete die üblichen Schmerzen seiner immer wieder kehrenden Bronchitis.
In der Nacht brachte meine Schwester ihn dann in den Notfall.
Er musste dann zwei Eingriffe über sich ergehen lassen, wo ihm rechts und links an den Herzgefässen Stents implantiert wurden. Er selbst sagt er sei nun "runderneuert". Ende letzter Woche wurde er bereits aus dem Spital entlassen und hat nun die Therapie zur Erholung begonnen.
Nun muss er seine Doktorarbeit etwas gemächlicher angehen lassen. Die Turbulenten Zeiten seit dem Tod meiner Mutter hatten wohl auch ihren Tribut gefordert.
Er wird nun auch nicht wie geplant an Weihnachten nach Brasilien kommen können, um uns zu besuchen. Ausserdem hätte er am CMM-Kurs 3 Fächer unterrichtet. Nun muss ich kurzfristig neue Lehrer finden.
Wir sind aber Gott dankbar, dass nichts schlimmeres und es ihm den Verhältnissen entsprechend schon wieder sehr gut geht.

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Rückreise mit Verspätung

Heute bin ich auf der Reise von Recife zurück nach Teresina. Dort habe ich an einem Forum teilgenommen des Netzwerks für Gemeindegründung der Lausanner Bewegung. Neben einigen Leitern und Vertretern von Kirchen und Missonsgesellschaften waren auch mehrere Vertreter aus Osteuropa anwesend. Der Austausch war sehr wertvoll. Als Vertreter des ProSertão ging es mir insbesondere darum aufzuzeigen, dass die gängigen Gemeindegründungsstrategien für den Sertão praktisch untauglich sind. Sie bauen auf grosse Kirchenbauten und gut ausgebildeten Vollzeitpastoren. Im Sertão müssen wir aber auf Laienpastoren und kleine Hausgemeinden setzten, sonst werden wir die 14 Mio. Einwohner der Inlandbevölkerung nicht mit der Frohen Botschaft erreichen.
Leider habe ich dann noch meinen Rückflug nach Teresina verpasst. Nun warte ich 6h beim Fernbusterminal auf meinen Bus, der mich in einer 19 stündigen Reise quer durch den Sertão nach Hause bringt.