Montag, 17. Dezember 2007

Weltfussballer des Jahres und sein Glaube

Kaká wurde heute zum Weltfussballer des Jahres gewählt, nachdem er seine Mannschaft, den AC Milan, zum Sieg in der Champions League und in der Klub-WM geführt hatte.

"Dies ist ein ganz spezieller Abend für mich. Ich habe immer davon geträumt Fussballspieler zu werden und in der Seleção (Brasilianische Nationalmannschaft) zu spielen, nur dies. Die Bibel sagt aber, dass wir mehr haben können, als wir uns vorstellen und genau dies ist mit mir passiert"

erklärte Kaká als ihm Pelé die Trophäe überreichte.
Kaká ist dank seines Glaubens nicht nur innerhalb, sondern auch ausserhalb des Feldes ein grosses Vorbild.
Kaká gilt als Saubermann und Familienmensch. Während Messi hin und wieder (aber allzu selten) einen Geniestreich à la Maradonna zaubert und Cristino Ronaldo gerne neben dem Feld für Boulevard-Schlagzeilen sorgt, beweist Kaká sein Talent mit konstant guten Leistung und einem vorbildlichen Lebensstil. Er wird nicht nur wegen seiner technischer Fähigkeiten gerühmt, sondern auch für seine Sicht für das Spiel und uneigenüztige mannschaftszentreirte Spielweise.
Er demonstriert auch wie offen und selbstverständlich die Brasilianer über ihren Glauben sprechen. Im Gegensatz aber zu vielen anderen sich "gläubig" nennenden brasilianischen Fussballspieler, zeugen auch seine Taten von seinem Glauben.

Aber ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu
gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muß
glauben, daß er ist und daß er denen, die ihn
suchen, ihren Lohn gibt.
Heb. 11,6

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Über Nacht zum Mörder

Beat Roggensinger schrieb am Dienstag über die Gemeinde in São Francisco:
"Am Freitag lernte Beat noch den Vater und Ehemann von Gemeindegliedern in São Francisco kennen. Er ist ein sehr sympatischer Mann mit Namen Messias. Am Monatag Nachmittag wurde er zum Mörder und tauchte unter. Die Motive sind im Moment noch nicht bekannt. Die Familie und die Gemeinde sind erschüttert. Tatsächlich fehlt es nicht an Anfechtungen und Prüfungen für die junge Gemeinde. Betet mit, dass die Gemeindeglieder dadurch erstarken und die betroffene Familie Trost und Kraft (und Freude) im HERRN finden."

Evilane, die Tochter des Täters, wohnt in Barão do Grajaú (auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses Parnaíba) und arbeitet und studiert in Floriano. Obwohl sie in "Barão" in eine Gemeinde geht, hat sie enge Kontakte zu unserer Gemeinde und wir versuchen sie in dieser schwierigen Situation zu begleiten. Sie ist sehr deprimiert, aber setzt ihr Vertrauen ganz auf den HERRN. Nun hat sie Angst um ihren Bruder, der Opfer eines Racheaktes werden könnte.

Vorgestern berichtete sie mir, dass ihre Mutter zwar regelmässig in die Kirche in São Francisco gehe, aber sich nie wirklich bekehrt habe.
Heute hat mir Beat erzählt, dass Evilanes Mutter in dieser schwierigen Situation scheinbar eine Entscheidung für Jesus getroffen hat.
Paulus sagt dazu in Römer 11,33
O welch eine Tiefe des Reichtums, beides,
der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie
unbegreiflich sind seine Gerichte und
unerforschlich seine Wege!

Boi Laranja Webalbum Update

Boi Laranja

Samstag, 8. Dezember 2007

Vom Stolz eine Bibel zu besitzen

Beim bearbeiten meiner Fotos der letzten Woche, als wir Boi Laranjo besuchten, ist mir etwas aufgefallen, was ich am Ort nicht bemerkt hatte:
Die Tochter von Antoninho vor dessen Haus wir immer die Gottesdienste durchführen, hält auf einem Gruppenfoto stolz ihre neue Bibel hoch, die sie Minuten zuvor erworben hatte. Sie war eine der ersten die sich eine Bibel gekauft hatte und viele waren danach ihrem Beispiel gefolgt.
Als wir das erstemal nach Boi Laranjo kamen, hatten 3 ältere Frauen eine Bibel. Nun haben wir schon ca. 10 verkauft. Viele haben schon gesagt, sie wollten in diesem Monat sparen, damit sie bei unserem nächsten Besuch eine kaufen könnten.
Die Bibel ist ein Buch, dessen Wert wir Europäer oft unterschätzen. Hier ist die Bibel ein heiliges Buch und allgemein als Gottes Wort anerkannt. Leider beherrschen viele ältere Menschen das Lesen nicht. Etwas abergläubisch stellen sie die Bibel einfach in ihrem Wohnzimmer auf und blättern jeden Tag eine Seite weiter: das bringt Glück und beschützt vor Bösem.
Praktisch an jedem Gottesdienst ermutigen wir die Leute die Bibel zu lesen. Einmal erzählte ich die Geschichte eines dummen Mannes, der in der Lotterie Millionen Reais gewonnen hatte. Vor lauter Freude liess er den Beleg, der ihm den Millionenpreis garantierte, in einem schöngeschmückten Bilderrahmen einrahmen. Er vergass dabei den Beleg zu rechtzeitig vorzuweisen und verlor damit seine Millionen.
So sind alle Menschen, die ihre Bibel ausstellen oder unbeachtet im Regal verstauben lassen, ohne den Schatz darin einzusacken. Nur wer die Bibel liest, wird reich beschenkt!
Wir hoffen, dass die neuen Generationen, die Bibel nicht nur ausstellen, sondern sie auch lesen, oder vorlesen lassen.
Posted by Picasa

Freitag, 7. Dezember 2007

Viel Grund zum Dank

In den letzten Tagen und Wochen haben wir gemerkt, dass wir einfach unglaublich viel zu Danken haben. Wir durfte Gottes Eingreifen in mehreren Bereichen erleben. Daran möchten wir euch etwas teilhaben lassen.

  1. Wir danken Gott zu allererst für die Geburt unserer Tochter Eliana. Je besser wir sie kennenlernen, desto mehr wird uns bewusst, was für ein wertvolles Geschenk uns Gott anvertraut hat. Obwohl während der Geburt nicht alles so optimal verlief, sind wir dankbar und wissen, dass alles zum Besten dienen wird.
  2. Vor etwa 3 Wochen hat es nun endlich zu regnen begonnen. Alles beginnt zu spriessen und was von der Trockenheit gänzlich ausgetrocknet schien wird nun wieder zu neuem Leben erweckt.
  3. In der letzten Zeit haben uns viele Leute aus der Schweiz geschrieben oder angerufen und uns bestätigt, dass sie regelmässig für uns beten. Dies hat uns sehr ermutigt und stimmt uns dankbar.
  4. Am Samstag im Ehekurs hat ein neubekehrtes Ehepaar bezeugt, wie sich ihre Ehe und Familie seit ihrer Bekehrung bedeutend zum Guten verändert hatte.
  5. Unser Gemeindelokal ist dank den sehr gut besuchten Gottesdiensten wirklich zu klein geworden.
  6. Vor kurzem konnte Simon die Baupläne für das neue Gemeindelokal beim Ingenieur abholen, ein Schritt weiter zur Realisierung des Baupojekts.
  7. In Boi Laranjo, dem kleinen Inlanddörfchen, welches unsere Gemeinde regelmässig besucht, konnten wir einige sehr ermutigende Gottesdienste durchführen. Die Leute sind immer noch sehr offen und gewinnen zunehmend Vertrauen zu uns. Beim letzten Besuch haben wir gemerkt wie einzelne sich für Jesus entscheiden wollten, aber Angst hatten die einzigen zu sein.
    Wir konnten allen 80 Gottesdienstteilnehmern kleine Evangelien von Johannes verteilen. Ganz viele aber wollte gleich eine ganze Bibel haben, die wir günstig zum Verkauf anboten. Als wir das erste Mal dort waren gab es nur ca. 3 Bibeln im Dorf bei alten Bewohnern, die nicht einmal lesen konnten. Nun haben die Leute endlich Zugang zum Wort Gottes, das lebendig machen kann.
  8. Simon geht nun regelmässig zweimal in der Woche in die Universität, wo er mit einigen Studenten eine Gebetsgruppe angefangen hat.
  9. Endlich nach langem Warten und vielen Stunden auf den Ämtern, konnte unser Auto auf die neue Adresse im Piauí überschrieben werden.
  10. Einige Mütter von Kindern, die seit langem die Kinderstunde besuchen sind zu Rivalda, der Predigersfrau, gekommen, um sie zu bitten ihnen mehr von Jesus zu erzählen. Obwohl die Kinderarbeit hier schon seit mehr als einem Jahr sehr stark ist, haben wir lange keine Auswirkungen auf die Eltern der Kindern gesehen, für die wir regelmässig gebetet hatten. Doch Gott ist daran im verborgenen zu wirken.
  11. Gerade eben im Gottesdienst hat sich Samilla für Jesus entschieden, die Freundin von Caruana, welche selbst auch erst vor 3 Monaten Jesus angenommen hat. Nun beten wir für Samillas Freund Rildo, der auch sehr interessiert ist.

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Eine besondere Liebeserklärung

Am Samstag veranstalteten wir ein Ehepaartreffen. Viele befreundete Paare wurden eingeladen, um am spannenden Vortrag und am anschliessenden Festbankett teilzunehmen. Pr. Dário gab uns praktische Tipps, wie man die Ehebeziehung verbessern kann.
Während des Essens sollten die Teilnehmer eine Liebeserklärung schreiben, die sie dann zu Hause einander vorlesen sollten. Wer den Mut hatte dies am Ende des Abends öffentlich zu machen erhielt einen Preis.
Adriana stand auf und machte eine sehr ernstgemeinte Liebeserklärung. Dabei erwähnte sie wie sich die Beziehung zu ihrem Mann merklich verbessert hatte, seit sie vor einem Monat Jesus angenommen hatte (ihr Mann vor zwei Monaten). Auch mit den Kindern ginge es viel besser.
Sie können nun ihrem Ehemann einige Dinge echt vergeben, was er ihr angetan hatte. Dinge die sie ihm vorher nie vergeben hatte.
Seid aber untereinander freundlich und
herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch
Gott euch vergeben hat in Christus.
Eph. 4,32