Montag, 17. Dezember 2007

Weltfussballer des Jahres und sein Glaube

Kaká wurde heute zum Weltfussballer des Jahres gewählt, nachdem er seine Mannschaft, den AC Milan, zum Sieg in der Champions League und in der Klub-WM geführt hatte.

"Dies ist ein ganz spezieller Abend für mich. Ich habe immer davon geträumt Fussballspieler zu werden und in der Seleção (Brasilianische Nationalmannschaft) zu spielen, nur dies. Die Bibel sagt aber, dass wir mehr haben können, als wir uns vorstellen und genau dies ist mit mir passiert"

erklärte Kaká als ihm Pelé die Trophäe überreichte.
Kaká ist dank seines Glaubens nicht nur innerhalb, sondern auch ausserhalb des Feldes ein grosses Vorbild.
Kaká gilt als Saubermann und Familienmensch. Während Messi hin und wieder (aber allzu selten) einen Geniestreich à la Maradonna zaubert und Cristino Ronaldo gerne neben dem Feld für Boulevard-Schlagzeilen sorgt, beweist Kaká sein Talent mit konstant guten Leistung und einem vorbildlichen Lebensstil. Er wird nicht nur wegen seiner technischer Fähigkeiten gerühmt, sondern auch für seine Sicht für das Spiel und uneigenüztige mannschaftszentreirte Spielweise.
Er demonstriert auch wie offen und selbstverständlich die Brasilianer über ihren Glauben sprechen. Im Gegensatz aber zu vielen anderen sich "gläubig" nennenden brasilianischen Fussballspieler, zeugen auch seine Taten von seinem Glauben.

Aber ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu
gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muß
glauben, daß er ist und daß er denen, die ihn
suchen, ihren Lohn gibt.
Heb. 11,6

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Über Nacht zum Mörder

Beat Roggensinger schrieb am Dienstag über die Gemeinde in São Francisco:
"Am Freitag lernte Beat noch den Vater und Ehemann von Gemeindegliedern in São Francisco kennen. Er ist ein sehr sympatischer Mann mit Namen Messias. Am Monatag Nachmittag wurde er zum Mörder und tauchte unter. Die Motive sind im Moment noch nicht bekannt. Die Familie und die Gemeinde sind erschüttert. Tatsächlich fehlt es nicht an Anfechtungen und Prüfungen für die junge Gemeinde. Betet mit, dass die Gemeindeglieder dadurch erstarken und die betroffene Familie Trost und Kraft (und Freude) im HERRN finden."

Evilane, die Tochter des Täters, wohnt in Barão do Grajaú (auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses Parnaíba) und arbeitet und studiert in Floriano. Obwohl sie in "Barão" in eine Gemeinde geht, hat sie enge Kontakte zu unserer Gemeinde und wir versuchen sie in dieser schwierigen Situation zu begleiten. Sie ist sehr deprimiert, aber setzt ihr Vertrauen ganz auf den HERRN. Nun hat sie Angst um ihren Bruder, der Opfer eines Racheaktes werden könnte.

Vorgestern berichtete sie mir, dass ihre Mutter zwar regelmässig in die Kirche in São Francisco gehe, aber sich nie wirklich bekehrt habe.
Heute hat mir Beat erzählt, dass Evilanes Mutter in dieser schwierigen Situation scheinbar eine Entscheidung für Jesus getroffen hat.
Paulus sagt dazu in Römer 11,33
O welch eine Tiefe des Reichtums, beides,
der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie
unbegreiflich sind seine Gerichte und
unerforschlich seine Wege!

Boi Laranja Webalbum Update

Boi Laranja

Samstag, 8. Dezember 2007

Vom Stolz eine Bibel zu besitzen

Beim bearbeiten meiner Fotos der letzten Woche, als wir Boi Laranjo besuchten, ist mir etwas aufgefallen, was ich am Ort nicht bemerkt hatte:
Die Tochter von Antoninho vor dessen Haus wir immer die Gottesdienste durchführen, hält auf einem Gruppenfoto stolz ihre neue Bibel hoch, die sie Minuten zuvor erworben hatte. Sie war eine der ersten die sich eine Bibel gekauft hatte und viele waren danach ihrem Beispiel gefolgt.
Als wir das erstemal nach Boi Laranjo kamen, hatten 3 ältere Frauen eine Bibel. Nun haben wir schon ca. 10 verkauft. Viele haben schon gesagt, sie wollten in diesem Monat sparen, damit sie bei unserem nächsten Besuch eine kaufen könnten.
Die Bibel ist ein Buch, dessen Wert wir Europäer oft unterschätzen. Hier ist die Bibel ein heiliges Buch und allgemein als Gottes Wort anerkannt. Leider beherrschen viele ältere Menschen das Lesen nicht. Etwas abergläubisch stellen sie die Bibel einfach in ihrem Wohnzimmer auf und blättern jeden Tag eine Seite weiter: das bringt Glück und beschützt vor Bösem.
Praktisch an jedem Gottesdienst ermutigen wir die Leute die Bibel zu lesen. Einmal erzählte ich die Geschichte eines dummen Mannes, der in der Lotterie Millionen Reais gewonnen hatte. Vor lauter Freude liess er den Beleg, der ihm den Millionenpreis garantierte, in einem schöngeschmückten Bilderrahmen einrahmen. Er vergass dabei den Beleg zu rechtzeitig vorzuweisen und verlor damit seine Millionen.
So sind alle Menschen, die ihre Bibel ausstellen oder unbeachtet im Regal verstauben lassen, ohne den Schatz darin einzusacken. Nur wer die Bibel liest, wird reich beschenkt!
Wir hoffen, dass die neuen Generationen, die Bibel nicht nur ausstellen, sondern sie auch lesen, oder vorlesen lassen.
Posted by Picasa

Freitag, 7. Dezember 2007

Viel Grund zum Dank

In den letzten Tagen und Wochen haben wir gemerkt, dass wir einfach unglaublich viel zu Danken haben. Wir durfte Gottes Eingreifen in mehreren Bereichen erleben. Daran möchten wir euch etwas teilhaben lassen.

  1. Wir danken Gott zu allererst für die Geburt unserer Tochter Eliana. Je besser wir sie kennenlernen, desto mehr wird uns bewusst, was für ein wertvolles Geschenk uns Gott anvertraut hat. Obwohl während der Geburt nicht alles so optimal verlief, sind wir dankbar und wissen, dass alles zum Besten dienen wird.
  2. Vor etwa 3 Wochen hat es nun endlich zu regnen begonnen. Alles beginnt zu spriessen und was von der Trockenheit gänzlich ausgetrocknet schien wird nun wieder zu neuem Leben erweckt.
  3. In der letzten Zeit haben uns viele Leute aus der Schweiz geschrieben oder angerufen und uns bestätigt, dass sie regelmässig für uns beten. Dies hat uns sehr ermutigt und stimmt uns dankbar.
  4. Am Samstag im Ehekurs hat ein neubekehrtes Ehepaar bezeugt, wie sich ihre Ehe und Familie seit ihrer Bekehrung bedeutend zum Guten verändert hatte.
  5. Unser Gemeindelokal ist dank den sehr gut besuchten Gottesdiensten wirklich zu klein geworden.
  6. Vor kurzem konnte Simon die Baupläne für das neue Gemeindelokal beim Ingenieur abholen, ein Schritt weiter zur Realisierung des Baupojekts.
  7. In Boi Laranjo, dem kleinen Inlanddörfchen, welches unsere Gemeinde regelmässig besucht, konnten wir einige sehr ermutigende Gottesdienste durchführen. Die Leute sind immer noch sehr offen und gewinnen zunehmend Vertrauen zu uns. Beim letzten Besuch haben wir gemerkt wie einzelne sich für Jesus entscheiden wollten, aber Angst hatten die einzigen zu sein.
    Wir konnten allen 80 Gottesdienstteilnehmern kleine Evangelien von Johannes verteilen. Ganz viele aber wollte gleich eine ganze Bibel haben, die wir günstig zum Verkauf anboten. Als wir das erste Mal dort waren gab es nur ca. 3 Bibeln im Dorf bei alten Bewohnern, die nicht einmal lesen konnten. Nun haben die Leute endlich Zugang zum Wort Gottes, das lebendig machen kann.
  8. Simon geht nun regelmässig zweimal in der Woche in die Universität, wo er mit einigen Studenten eine Gebetsgruppe angefangen hat.
  9. Endlich nach langem Warten und vielen Stunden auf den Ämtern, konnte unser Auto auf die neue Adresse im Piauí überschrieben werden.
  10. Einige Mütter von Kindern, die seit langem die Kinderstunde besuchen sind zu Rivalda, der Predigersfrau, gekommen, um sie zu bitten ihnen mehr von Jesus zu erzählen. Obwohl die Kinderarbeit hier schon seit mehr als einem Jahr sehr stark ist, haben wir lange keine Auswirkungen auf die Eltern der Kindern gesehen, für die wir regelmässig gebetet hatten. Doch Gott ist daran im verborgenen zu wirken.
  11. Gerade eben im Gottesdienst hat sich Samilla für Jesus entschieden, die Freundin von Caruana, welche selbst auch erst vor 3 Monaten Jesus angenommen hat. Nun beten wir für Samillas Freund Rildo, der auch sehr interessiert ist.

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Eine besondere Liebeserklärung

Am Samstag veranstalteten wir ein Ehepaartreffen. Viele befreundete Paare wurden eingeladen, um am spannenden Vortrag und am anschliessenden Festbankett teilzunehmen. Pr. Dário gab uns praktische Tipps, wie man die Ehebeziehung verbessern kann.
Während des Essens sollten die Teilnehmer eine Liebeserklärung schreiben, die sie dann zu Hause einander vorlesen sollten. Wer den Mut hatte dies am Ende des Abends öffentlich zu machen erhielt einen Preis.
Adriana stand auf und machte eine sehr ernstgemeinte Liebeserklärung. Dabei erwähnte sie wie sich die Beziehung zu ihrem Mann merklich verbessert hatte, seit sie vor einem Monat Jesus angenommen hatte (ihr Mann vor zwei Monaten). Auch mit den Kindern ginge es viel besser.
Sie können nun ihrem Ehemann einige Dinge echt vergeben, was er ihr angetan hatte. Dinge die sie ihm vorher nie vergeben hatte.
Seid aber untereinander freundlich und
herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch
Gott euch vergeben hat in Christus.
Eph. 4,32

Dienstag, 20. November 2007

Wie geht es uns?

Von Montag bis Mittwoch musste Eliana nochmals ins Spital unter die Lampe, weil sie eine Gelbsucht entwickelt hatte. Dies kommt bei Neugeborenen öfters vor.
Doch nun sind wir bald seit einer Woche wieder richtig Zuhause und er neue Alltag hat begonnen:
- Stillen
- Schlafen
- Schreien
- Windeln wechseln und dabei Schreien wie am Spiess
- Stillen
- "Gagi"-machen
- wieder Windeln wechseln
- usw. (manchmal ist die Reihenfolge auch anders)
- Nachts ab und zu aufstehen und beruhigen
Nun, so ist eben das Babyleben.
Heute hängen wir Elianas Webalbum an, welches immer weiter mit Fotos gespiesen wird. Es lohnt sich hier wieder einmal rein zu schauen oder den Feed zu abonnieren:
Eliana

Sonntag, 18. November 2007

Einsatz in Boi Laranja

Seit langem hatten wir mit der Gemeinde von São Francisco, die momentan von Beat Roggensinger betreut wird, einen mehrtägigen Einsatz in Boi Laranja geplant, damit wir mit die Bewohner richtig Schulen können.
So fuhr der Lastwagen am frühen Freitagnachmittag in der heissesten Sonne am Treffpunkt in Francisco Aires (zwischen Amarante und Floriano) ab, um die restlichen 40km nicht asphaltierter Strasse unter die Räder zu nehmen (ca. 1h 45min).
Endlich angekommen wurden die Bewohner besucht und zu den Gottesdiensten und Schulungen am Samstag eingeladen.
Zum Kinderprogramm am Samstag erschienen ca. 40 Kinder. Ausserdem wurden Jüngerschaftskurse unterteilt in 4 Gruppen mit je 10-15 Teilnehmern durchgeführt.
Zu den Gottesdiensten am Freitag und am Samstag erschienen je ca. 150 Bewohner. Am Samstag abend nahmen 2 junge Mädchen Jesus Christus als ihren Herrn und Erlöser an.
Wir sehen wie das Interesse am Wort Gottes in Boi Laranja immer noch sehr gross ist. Die Einwohner begegnen uns nicht mehr mit dem anfänglichen Misstrauen, sondern mit grosser Freundlichkeit und Offenheit, weil sie erkennen, dass wir nicht nur einmalige Aktionen durchführen, sondern einen nachhaltigen Dienst anstreben.
Boi Laranja

Bilder von unseren bisherigen Besuchen

Auf dem Weg nach Boi Laranja sind wir duch 3 weitere Povoados (Weiler) gefahren. Das grösste davon hat über 500 Einwohner. Wir haben erfahren, dass es dort bloss eine einzige "abgefallene" evangelische Familien gibt. Wer wird diesen Menschen von der Liebe Gottes und der Erlösung in Christus erzählen?

Montag, 12. November 2007

Regentag zum richtigen Zeitpunkt

Eliana ist am heissesten Tag des Jahres zur Welt gekommen. Wir hatten 40°C im Haus bevor wir ins Spital fuhren.
Gestern haben wir alle nochmals unter der Hitze gelitten. Besonders Eliana hatte Mühe. Sie hatte auch ein bisschen Fieber und musste viel weinen.
Doch heute Morgen hat es zu regnen begonnen und seither kaum mehr aufgehört. Die Temperaturen sind auf angenehme 27°C gefallen. Eliana schläft nur viel mehr und ist ruhiger.
Der lang ersehnte Regen kam genau im richtigen Moment. So ist es mit allen Geschenken vom Himmel: Sie kommen dann, wenn man sie braucht!
Eliana ist eine weibliche Form von Elia:
Nach einer langen Zeit kam das
Wort des HERRN zu Elia, im dritten Jahr: Geh hin
und zeige dich Ahab, denn ich will regnen lassen
auf die Erde.
1 Könige 18,1

Samstag, 10. November 2007

Eliana Reifler

Endlich ist sie da! Unsere kleine Tochter Eliana.
Datum: 10.11.2007
Zeit: 03:12
Gewicht: 3300g
Grösse: 50cm
Wir freuen uns einfach nur riesig und Danken Gott für das wunderbare Geschenk!

Webalbum:
Geburt Eliana

Freitag, 9. November 2007

Wettervorhersage

Die Wettervorhersage ist meist sehr eintönig: Viel Sonne und sehr heiss. In der Schweiz würden sich alle über die Sonne freuen. Hier sehnen sich die Leute den Regen herbei. Die effektiven Temperaturen zwischen 37 und 40°C können die Schweizer sich aber kaum vorstellen, weshalb wir am rechten unteren Rand des Blogs eine Wettervorhersage mit Temperaturangaben eingebaut haben.

Am 11. Sept. schrieb ich folgenden Blog: Die Hitze im Piauí
Manchmal muss ich über diesen Eintrag schmunzeln, wenn nämlich der Termometer um 20:00 immer noch 36° anzeigt.
Die ausserordentlich langanhaltende Hitze ist das einzige Thema im Volk. Sie muss für alles herhalten was schief läuft: "Das ist wegen der Hitze..."
Viele Leute aus dem "Interior" (Innland) berichten uns von leeren Brunnen, die noch nie ausgetrocknet waren.
Das Vieh stirbt reihenweise unter der brütenden Sonne und wegen des fehlenden Wassers, was für die ohne hin armen Kleinbauern einen sehr grossen Verlust bedeutet.
Es hat seit Juni erst einmal im September und einmal im Oktober ganz leicht geregnet. Die wenigen Tropfen verdunsteten aber in der Hitze, bevor sie in die Erde sickern konnten.

PS: Diesen Blog schreibe ich während wir auf die Geburt des Kindes warten! Es dauert nicht mehr lange!

Montag, 5. November 2007

Fotos Gemeinde

Igreja em Floriano / Gemeinde in Floriano

Schwangerschaftsverlauf

In wenigen Tagen (vorgesehen wäre heute) geht Rahels Schwangerschaft zu Ende. Wir freuen uns riesig auf die kleine Überraschung. Zeit ein kleiner Foto-Rückblick zu machen. Besuche unser Picasa-Webalbum:
Schwangerschaftsverlauf

Freitag, 2. November 2007

Zweiter Besuch in Boi Laranja

Aufgrund mehrer Nachfragen über unseren zweiten Besuch in Boi Laranja am 18. Oktober hier der Bericht:
Wir fuhren gleich nach dem Mittag los, damit wir mehr Zeit hatten die Leute richtig besuchen zu können. 3 Frauen aus São Francisco, die eigens wegen des GD's in Boi Laranja angereist waren, begleiteten uns. Wir waren ca. 18 Leute und hatten fast keinen Platz auf dem Pickup (D20). Ausserdem hatte unser Fahrer auf der Hinreise, den Unterboden auf einem Fels aufgeschlagen, was beinahe den Tank beschädigt hätte. Doch Gott hatte auch hier seine beschützende Hand über uns. Mit einem Seil sicherten wir den halb abgerissenen Dieseltank am Chassi.
Die Besuche waren sehr gut, die Leute sehr offenherzig.
Am Gottesdienst nahmen wieder ca. 130 Leute teil, die sehr aufmerksam zuhörten. Ich predigte über die "Bohnen"-saat die auf den Felsen, den Weg, unter die Dornen und auf guten Boden fällt und dass die Saat die aufgeht 100fach Frucht bringt. Ich glaube, dass diese Kleinbauernfamilien die Botschaft shr gut verstanden haben.
Wir verspüren immer noch ein grosse Offenheit in diesm Dorf. Am nächsten Feiertag (15. & 16. Nov.) werden wir wieder gemeinsam mit den Jugendlichen aus São Francisco mehrere Tage lang die Leute besuchen, mit ihnen Jüngerschaftskurse machen und Gottesdienste veranstalten.

Dienstag, 30. Oktober 2007

Besuch von Andrea

Liebe Freunde

Vor etwa zwei Wochen hatten wir Besuch aus der Schweiz, Andrea Heiniger aus Langenthal. Für uns war dies etwas ganz besonderes, denn sie war die erste Schweizerin, neben den anderen Missionaren, die unseren neuen Wohnort gesehen hat. Zudem hat sie uns viele gute Sachen aus der Schweiz mitgebracht, wie Schoggi, Schleckzeug und Icetea.

Andrea musste aber für aber für den Titel „erster Besucher“ teuer bezahlen, denn in den zwei Wochen in denen sie bei uns war, sind die Temperaturen gestievgen wie noch nie. Einige Male hatten wir am Nachmittag 38° Grad am Schatten und im Haus. Da hat sie zu Recht bemerkt, dass man sich hier wie ein Brathühnchen fühlt. Auch der Schweiss ist ihr wahrscheinlich noch selten so wortwörtlich heruntergelaufen, wie in diesen Tagen bei uns. Zudem haben wir sie in den Nationalpärken im Süden des Piauí herumgejagt und in viele Gottesdienste mitgenommen, wovon sie trotz unserer Übersetzung leider nicht alles verstanden hat. Die Brasilianer gaben sich zwar alle Mühe sich mit ihr in Englisch zu unterhalten oder ihr die Gastfreundschaft auf andere Art und Weise zu zeigen, zum Beispiel sie mit Essen vollstopfen. Gell Andle!

Da Rahel wegen des immer grösser werdenden Bauchs etwas schwerfällig geworden ist, musste sie auch noch das Putzen des Hauses übernehmen: Vielen Dank Andrea! Zudem „musste“ sie noch die verfaulten Mangos über die Gartenmauer in das Gebüsch werfen. Dabei hat sie Freundschaft mit unseren Gartenbewohner geschlossen: Freddy, die „Rieseneidechse“ und Prinz, der Frosch. Freddy haben wir seit ihrem Weggang nicht mehr gesehen, aber Prinz ist schon fast in unser Haus gehüft, daran hatte Rahel aber gar keine Freude!!! Andrea wieso hast du ihn nicht geküsst? Ein schöner Prinz im Garten wäre uns also lieber als ein hässlicher Frosch.

Wir sind schon gespannt, was unser nächster Besuch aus der Schweiz so anstellt! Und keine Angst Putzen müsst ihr dann nicht und auch keine Mangos über die Gartenmauer werfen! ;-)

Dienstag, 16. Oktober 2007

Gemeinde Tournée im Süden

Am Sonntag sind wir von einer 4tätigen anstrengenden aber schönen Reise durch den Süden des Piauí zurück gekehrt. Schon lange war es mein Wunsch die Gemeinden im Süden und ihre Pastoren (meist Abgänger oder Teilnehmer des CBB) kennen zu lernen. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um die Geschwister für die persönliche Missionstätigkeit zu motivieren. Sie bestätigten, dass sie von der Predigt sehr herausgefordert wurden.
Ausserdem haben wir den Gemeinden unser Bauprojekt vorgestellt und sie aufgefordert uns bei der Realisierung in mitzuhelfen. Obwohl die Gemeinden arm sind und kaum finanzielle Hilfe bieten können, haben sich mehre Männer und Frauen bereit erklärt uns zwischen Weihnachten und Neujahr eine Woche bei Bau des Fundamentes zu helfen. An Arbeitskräften fehlt es hier nirgends!
Tagsüber haben wir mit unserem Besuch aus der Schweiz (Andrea Heiniger, Langenthal) die wunderschönen Natinolparks in der Nähe besucht.

Bilder auf Picasa-Webalben:
Tournée durch den Süden des Piauí

Unser Programm:

Donnerstag
16:00 Abfahrt
17:30 Kurzer Halt in Canto do Buriti bei Gysins
19:15 Ankunft in São Raimundo Nonato nach anstrengender Fahrt über 270 löchrige Km
19:30 Gottesdienstbeginn, Übernachtung bei altem Freund Pastor Fábio

Freitag
07:00 Abfahrt in den Nationalpark Serra da Capivara
13:00 Mittagessen in einem einfachen Dorf
15:00 Ankunft in Coronel José Dias, Mittagsschlaf in der Hängematte unter dem Mangobaum auf der Farm von Irmão Sebastião
19:30 Gottesdienst in Coronel José Dias mit Pastor Andrade
21:00 Abfahrt nach Caracol (120km), Keine Löcher, aber viele gefährliche Lombadas (Hügel zur Geschwindigkeitsverminderung)
23:00 Ankunft in Caracol, Übernachten bei Pastor Luis

Samstag
07:00 Abfahrt in die Serra das Confusões, miserable Strassen ohne Asphalt, lange Sandpassagen mit tiefen Fahrrinnen (ca. 20-30km)
09:00 Abstieg in die Höhlen
11:30 Rückfahrt, Gott sei Dank nie Stecken geblieben!
12:30 Mittagessen und Mittagsschlaf
16:00 Besuch einer Aussenstation in Serrinha (ca. 11km) über Erdstrassen
19:30 Gottesdienst in Caracol mit vielen Brüdern die sich bei den ersten Missionaren (Hedigers, Imhofs) bekehrt hatten (vor 40 Jahren), Übernachtung in Caracol

Sonntag
08:00 Abfahrt nach Anísio de Abreu
08:45 Ankunft in der Gemeinde von Pastor Alan
09:00 Ermutigender Gottesdienst, schnell wachsende Gemeinde
12:00 Churrasco bei Pastor Alan zuhause
14:00 Abfahrt nach Floriano
16:00 Zvieri (Glace) bei Gysins in Canto do Buriti
19:15 Ankunft in Floriano
19:30 Gottesdienstbeginn in Floriano, Bericht über Reise

Samstag, 6. Oktober 2007

Dem Parteien "Tauschhandel" den Riegel schieben

Im Moment wird ein neues Gesetz diskutiert, das den Parteien-"Tauschhandel" (bras. troca-troca) ein Ende machen sollte. Bisher galt es als nichts Aussergewöhnliches, wenn ein Politiker für die Arbeiterpartei ins Parlamente gewählt wurde, dieser aber 6 Tage nach seiner Wahl zu den Demokraten wechselte, nicht ohne damit ein hohes Amt in der neuen Partei zu "ererben" oder in viel unbekümmerterer Weise Bar ausbezahlt zu werden.
Dabei musste dieser keine Angst haben sein "Mandat" zu verlieren, obwohl seine "Mandanten", die Wähler, sicherlich etwas entgegen zu setzen gehabt hätten.
Nun soll es ein Gesetz geben, welches das Amt nicht mehr dem Politiker sondern der Partei zuspricht. Der Politiker verliert in den meisten Fällen sein Amt. Über 20 Abgeordente und Senatoren würden laut diesem neuen Gesetz ihr Amt verlieren. Doch sie wurden allesamt vorübergehend absolviert.
Doch ein anderes ebenso korruptes Problem bleibt bestehen, wenn jeweils nach den Wahlen das Gerangel um die einflussreichen Ministerien beginnt. Ganze Parteien werfen ihre Ideologie und Politik über Bord, um von der Opposition in die Regierungsreigen über zu gehen, um dadurch ein Ministerposten besetzen zu dürfen.

Dienstag, 2. Oktober 2007

Auch in Floriano bewegt sich was!

Am Sonntag haben sich in Floriano wieder 2 Leute bekehrt. Lindomar der uns zu unserem Erstaunen auf der Reise nach Boi Laranja begleitet hatte und seit kurzem seine Kinder in die Sonntagschule schickt, kam mit der gesamte Familie in den Abendgottesdienst und machte dabei eine Entscheidung für Jesus. Nun beten wir, dass sich auch seine strengkatholische Frau bekehrt.
Lourisa, eine Schulfreundin von Sara, hat sich ebenfalls bekehrt.
Vorletzten Sonntag schon hatte sich Conceição, die Mutter von Netanias und Juliana, zwie Jugendliche aus der Gemeinde, bekehrt. Wir hatten seit Monaten für sie gebetet.

Gott sucht die "Verlorenen"!

Irmão Marcos von unserer Gemeinde vertreibt Kosmetikprodukte an Verkäuferinnen in den hunderten von Weilern in der weitreichenden Region. Gleichzeitig wirkt er als Evangelist. Schon lange war es sein Wunsch, dass die Gemeinde in "Boi Laranja" (Orangener Ochse) einen Gottesdienst gestaltet.
Am Freitag fuhren wir schliesslich nach Boi Laranja, welches ca. 51 km von Floriano entfernt ist, davon 32km Asphalt ohne Löcher auf Hauptstrasse, 8km mit dem PW nur schlecht befahrbar auf Sand- und Erdstrasse und der letzte Abschnitt von 11km kann nur mit einem Geländewagen befahren werden, für welche man 1 Stunde braucht. Das 180 Seelen Dorf liegt "verloren" mitten im ausgetrockneten Busch des Piauí.
Bei den Vorbereitungen ging einiges schief und ich betete, dass Gott unseren Einsatz segnen möge.
Wir fuhren mit unseren Autos bis zu einem abgemachten Punkt, wo uns der Geländewagen abholte.
Vor dem einnachten hatten wir noch eine kurze Zeit, um die Bewohner einzuladen. Praktisch alle Bewohner waren über unser Kommen informiert. Irmão Marcos hatte eine gute Vorarbeit geleistet.
In Boi Laranja gibt es bis heute keinen Strom, weshalb wir Diesel mitnehmen mussten, damit sie uns den Generator zu Verfügung stellten für das Licht und die Tonalage.
Schon lange vor 19:30 warteten viele Leute sehnsüchtig auf den Beginn des Gottesdienstes. Als wir begannen waren ca. 130 Personen anwesend: Praktisch das ganze Dorf und allee Altersschichten.
Nach dem Kinderteil, in dem wir eine Geschichte und einige einfache Lieder sangen, bei denen alle fröhlich mitsangen und klatschten, predigte Pastor Cleber und zeigt dabei klar und deutlich den Heilsweg auf.
Als er einen Aufruf machte, wer Jesus in sein Leben aufnehmen wollte, stand praktisch das gesamte Dorf auf.
Wir waren ganz perplex, denn das hatten wir nicht erwartet!
Obwohl sich sicher nicht alle bewusst waren, was sie dabei machten, war es für uns ein Zeichen, dass die Leute dürsten nach dem lebendigen Wasser und hungern nach dem Brot des Lebens!
Obwohl die Kosten einer solchen Reise für unsere kleine Gemeinde enorm sind, möchten wir Ende Oktober wieder nach Boi Laranja, um einen weiteren Gottesdienst zu halten und den Bewohnern Bibeln bringen.
Isabel, die den CBB macht erwähnte, dass sie ev. bereit sei in den Weihnachtsferien eine Woche dorthin zu ziehen, um mit den Leuten eine Jüngerschaftsschulung zu machen.
Wir sind immer noch überwältigt von Gottes Wirken und fühlen uns machtlos, wenn wir bedenken, was man dort alles machen sollte!
Ich denke aber, dass Gott unsere Gemeinde als "Hirte" gebrauchen will, der 99 Schafe zurücklässt um ein einziges "Verlorenes" im Busch zu suchen.

Donnerstag, 20. September 2007

Und Gott wirkt doch!

Vor über 2 Jahren nahmen Rahel und ich am JUVEP Missionseinsatz in Amarante und São Francisco teil, an dem die beiden Gemeinden gegründet wurden. Wir leiteten damals die zwölfköpfige Gruppe aus der Schweiz.
Uns wurde für die Haus zu Haus Besuche das Stadtzentrum rund um die katholische Kirche zugeteilt. Während andere Gruppen fast jeden Tag eine tolle Bekehrungsgeschichte zu erzählen hatten, lief bei uns sehr wenig. Die Menschen schienen für das Evangelium völlig verschlossen, was uns sehr enttäuschte.
Einzig ein Teenager, Alison, den wir bei seiner Grossmutter antrafen schien sich für das Evangelium zu interessieren. Er besuchte auch fast alle Gottesdienste auf den öffentlichen Plätzen.
Eines Abends fühlte ich mich vom Heiligen Geist dazu geführt ihm in etwa folgendes zu sagen: „Ich glaube, dass du Gott schon sehr Nahe bist. Ich möchte dich auffordern deine Suche nach Gott nicht aufzugeben!“
Später verloren wir ihn aber aus den Augen. Anscheinend zählte er auch nicht zu den Leuten die nach dem Einsatz von den Mitarbeitern der neuen Gemeinde aufgrund ihres Interesses regelmässig besucht wurden und einen Glaubenskurs erhielten.

Anfangs September fuhren wir mit der Gemeinde in ein Lager nach Amarante. Eines Nachmittags vor dem Fussballspiel kam einer der Jugendlichen aus Amarante auf mich zu und fragte mich, ob ich mich noch an ihn erinnere: Es war natürlich Alison!

Er erzählte mir wie er lange weg gewesen sei und nach seiner Rückkehr in die Stadt oft in die Gemeinde habe gehen wollen, doch nie den Mut dazu gehabt hätte.
Beim ersten Mal als er in die Gemeinde gegangen sei, sei er gleich in dieses Lager eingeladen worden. Nun wolle er weiterhin die Gottesdienste besuchen.
Mit Pastor Tiago (Amarante) arbeitet er nun einen Glaubenskurs durch.

Dieses Erlebnis hat mir wieder einmal gezeigt, dass wir den Impulsen des Heiligen Geistes nachgehen sollten, auch wenn sie für uns verrückt scheinen, und dass Gott immer auf irgendeine Weise wirkt, auch wenn wir das Gefühl haben, dass unsere Arbeit umsonst war.

Mittwoch, 19. September 2007

Estes kurzes Gewitter seit Monaten

Gestern war es um 08:00 schon drückend heiss. Ich dachte, das wird wohl der schlimmste Tag, seit wir hier sind. Doch innerst kürzester Zeit bildeten sich Wolken und es begann zu Regnen. Das kurze Gewitter brachte für den Rest des Tages ein gemütliche Freische und wurde zum Gesprächsthema auf der Strasse.

In der Gemeinde singen wir oft das Lied von M. W. Smith "Let it rain" auf portugiesisch. Dieses Lied singt man hier irgendwie bewusster. Man meinst wortwörtlich was man singt! Anscheinend sind diese Lobgesänge von Gott erhört worden...

Mittwoch, 12. September 2007

Freundesbrief vom 12. September 2007

Vollbild oder Download als PDF

Dienstag, 11. September 2007

Die Hitze im Piauí

Nun merken wir wie es immer heisser wird. Glücklicherweise haben wir uns nach unserem Aufenthalt in der Schweiz schnell wieder an die Hitze gewöhnt.

Die Nächte waren bis vor ein paar Wochen noch relativ kühl mit Temperaturen bis 23° hinunter, was man hier als kalt empfindet. Es wehte jeweils ein schöner Wind. Doch nun windet auch dieser nicht mehr so stark, wodurch die Temperaturen Nachts kaum mehr unter 30° fallen. Gestern Abend hatten wir noch lange nach Sonnenuntergang 33° im Haus. Ans Ausschlafen an unserem Freitag (am Montag) ist schon jetzt kaum mehr zu denken, weil bereits um 08:00 die 31° Marke überschritten wird. Der Ventilator läuft natürlich die ganze Nacht durch.

Wir haben nun täglich 35° und mehr in unserem eigentlich gut durchlüfteten Haus. Kaum vorzustellen welche Hitze draussen an der Sonne herrscht. Die Luftfeuchtigkeit liegt meistens unter 30%, was angenehm ist, da der Schweiss am Körper schnell verdampft.

Montag, 27. August 2007

Erkundungsreise ins Innland

Am Samstag haben „Bruder“ Marinaldo (In der Gemeindeleitung und Bankdirektor), „Bruder“ Marcos und ich eine Reise nach Francisco Aires (59km) und Arraial (78km, 19km nicht asphaltiert) gemacht, um die Situation der Evangelischen in der näheren Umgebung kennen zu lernen. Dank den Connections von Marinaldo sind wir an den richtigen Mann gelangt: Miranda von den Baptisten in Francisco Aires, der in seinem Laden eine Anlaufstelle der Bank führt hat uns durch die Gegend geführt. Wir durften in Francisco Aires sogar spontan den Bürgermeister in seinem Haus besuchen.

In Francisco Aires (3,53% Evangelisch) gibt es zwei starke Gemeinden: eine Pfingst- und eine Baptistengemeinde mit je knapp 100 Mitgliedern. Allerdings gibt es eine grosse unerreichte Bevölkerung im Innland: ca. die Hälfte der 5000 Einwohner wohnt in abgelegenen Weilern. Die Gemeinden können von ihrem Städtchen diese abgelegenen und schlecht zugänglichen Weiler nicht bedienen, weil sie dazu die Ressourcen nicht haben. Man geht davon aus, dass die Einwohner diese Weiler das grösste unnerreichte Volk Brasiliens sind: 12 Mio. Einwohner mit geschätzten 0,1% Evangelischen. Soll noch einer behaupten, Brasilien sei ein erreichtes Volk!

„Boi Laranja“ (Orangen Ochse) werden wir einmal mit der Gemeinde besuchen und einen Gottesdienst organisieren, da es auch von Floriano durch den Busch erreichbar ist, allerdings nur mit einem Geländewagen.

Einige dieser Weiler sind in der Regenzeit über Monate völlig abgeschnitten von der Umwelt, weil die sonst ausgetrockneten Flussbetten dann viel Wasser führen und eine Überquerung mit Autos unmöglich machen.

Nachdem wir mit den Ältesten der Baptisten und dem Prediger der Pfingstgemeinde über die Situation der Stadt gesprochen haben, machen wir uns auf den Weg nach Arrail über 19km unebenen Schotters durch die Buschlandschaft.

In Arraial treffen wir wieder Ladenverkäufer die eine Bankanlaufstelle führen und deshalb Marinaldo bekannt sind. Sie geben uns bereitwillig Auskunft über die wirtschaftliche Lage ihres Städtchens. Die meisten Einwohner leben vom Verkauf von eigenen Produkten auf dem Markt, vom Lohn eines Staatsangestellten oder von der Allgemeinen Altersvorsorge eines nahen Verwandten.

Laut Landesstatistik aus dem Jahr 2000 gibt es in Arraial 2,99% Evangelische. Allerdings haben wir in diesem lebendigen Dorf mit weitläufigem Einzuggebiet, weil entfernt von den grossen Städten, nur eine einzige Gemeinde gefunden: eine kleine Pfingstgemeinde mit max. 60 Mitglieder (wahrsch. mit Kindern). Die Baptisten haben von Francisco Aires aus in Arraial eine kleine Hausgemeinde gegründet, doch die Arbeit kommt seit Jahren nicht vorwärts. Der so gar nicht demütige Pastor der Pfingstler gab uns bereitwillig Auskunft. Es gäbe ausser der kleinen Baptistengruppe (ca. 12 Personen) nur noch eine kleine Gruppe von „denen mit dem Schleier“, womit er eine streng konservative pfingstlerische Brüdergemeinde meinte.

Von dem was wir gesehen und gehört habe, können wir uns nicht vorstellen, dass es in Arraial knapp 3% Evangelische gibt. Es gibt keine einzige von den in ganz Brasilien so verbreiteten neupfingstlichen Kirchen. Einig Kilometer weiter wäre Cajazeiras do Piauí mit 1,31% laut Statistik, welches wir aber nicht mehr besuchten.

Nach dem Mittagessen in einem kleinen Restaurant ohne Menukarte, weil es nur ein einziges Gericht gibt, fuhren wir über Francisco Aires zurück nach Floriano.

Donnerstag, 23. August 2007

Wieder zurück in Brasilien!

Liebe Freunde
Endlich wieder mal einige News von uns! Seit etwas mehr als einer Woche sind wir nun also wieder zurück in Brasilien. Wir sind mit all unserem Gepäck ohne Probleme durch die Passkontrolle und den Zoll gekommen und haben den Bus, den wir reserviert haben, noch rechtzeitig erreicht. Vielen Dank für alle die gebetet haben! Nach zwei Tagen Sitzung mit dem ProPiauí-team sind wir am Freitagabend wieder in unserem Haus angekommen. Auf der einen Seite eine schöne Sache, endlich konnten wir unsere Koffer auspacken! Auf der anderen Seite auch traurig, weil wir euch verlassen mussten. Wir danken allen ganz herzlich für die schöne Zeit, die wir mit euch haben durften. Euer Interesse und Mittragen hat uns sehr ermutigt!
Der brasilianische Alltag hat uns sehr schnell wieder eingeholt. Am Samstag fehlte schon zum ersten Mal für kurze Zeit das Wasser. Hier wird es immer heisser, gestern war es in unserem Haus 36 Grad, da kommt man ganz schön ins schwitzen. Etwas zu arbeiten wir da zu einer richtigen Herausforderung, denn am liebsten würde man einfach in eine Hängematte liegen und schlafen, bis es wieder kühler wird. Da es seit Wochen nicht mehr geregnet hat, ist es auch sehr trocken und staubig. Da lohnt es sich fast nicht zu putzen, der Wind trägt Unmengen Staub in unser Haus. Am Morgen kann man putzen, aber am Abend sind dann alle Moebel wieder mit einer Staubschicht bedeckt. Wir leben nun halt etwas in einer Staubschicht, denn den ganzen Tag wischen und abstauben ist nicht gerade meine Lieblingbeschäftigung.
Die Mücken haben Freude, dass wir wieder da sind und saugen vor allem Rahel die Beine aus. Auch da ist der beste Rat einfach ruhig bleiben und moelichst wenig kratzen!
Die Nachbarn hören immer noch die gleiche CD wie vor unserer Reise in die Schweiz und zwar in einer Lautstärke, die einem das Gefühl gibt die Lautsprecher stehen direkt in unserem Haus. In der Nacht halten uns die bellenden Hunde und krähenden Hähne wach.
In der Gemeinde haben wir uns schon wieder gut eingelebt. Die Gemeindemitglieder haben uns mit Freude empfangen. Sie haben vor unserer Ankunft extra unser Haus geputzt, in welchem wahrscheinlich eine 1cm dicke Staubschicht lag. Und die Jungs aus der Gemeinde haben unseren Garten aufgeräumt und geputzt, worüber wir sehr dankbar sind. Sie haben auch den Steinhaufen in der Ecke abgetragen, einige von euch mögen sich sicher noch an die Fotos erinnern. Beim Abtragen haben sie "nur" eine grosse Vogelspinne getötet.
Simon ist mit einigen Leuten aus der Gemeinde schon eifrig am planen für den Bau der Kirche. Ihr seht, es läuft schon wieder einiges, was uns den Einstieg hier bestimmt sehr erleichtert. Vielen Dank für alle eure Gebete!
Ganz liebe Grüsse,
Rahel (und Simon)

Mittwoch, 18. Juli 2007

Reiflers in der Schweiz

Liebe Freunde
Wie die meisten von euch sicher wissen, werden wir vom 26. Juli bis am 14. August in der Schweiz sein. Wir freuen uns darauf euch wiederzusehen und besonders auch an der Hochzeit von Simon Schwester teilnehmen zu koennen. Simon wird dort die Traupredigt halten. Da die Zeit in der Schweiz fuer uns sehr kurz sein wird, koennen wir euch nicht persoenlich besuchen. Wir moechten euch aber ganz herzlich einladen an einem der folgenden Anlaesse in den Gemeinde teilzunehmen, damit wir euch doch noch sehen koennen und ihr auch gleich Berichte aus unserer Arbeit hoeren und je nachdem auch sehen und schmecken koennt.
  • Donnerstag 2. August Gebetsstunde FEG Langenthal 20.00 Uhr
  • Sonntag 5. August Gottesdienst FEG Bern 9.00 Uhr (anschliessend sind wir in der Sandwichbar!)
  • Dienstag 7. August Missionsgebetsstunde FEG Bern 15.00 Uhr und 20.00 Uhr
  • Samstag 11. August JGOase FEG Langenthal 20.00 Uhr
  • Sonntag 12. August Gottesdienst FEG Langenthal 9.30 Uhr (anschliessend gemeinsames Picnic im Untergeschoss, jeder bringt Essen selber mit!)

Reserviert euch doch eines der Daten in eurer Agenda! Wir sind gespannt euch zu sehen und ihr seid sicher gespannt darauf wie wir aussehen (z.B. Rahel mit Bauch! ;-)

Ganz liebe Gruesse aus dem heissen Piauí (im Moment ist es 35 Grad in unserem Haus)!

Montag, 16. Juli 2007

Unvergesslicher Sonntag für Brasilien

Der Sonntag war für Brasilien eizigartig von Erfolgen im Sport geprägt:
Gleich 3:0 schlug die brasilianische B-Seleção (d.h. Nationalteam, ohne Ronaldinho und Kaka) den hoch favorisierten Erzrivalen Argentinien im Finale der Copa America (vergleichbar mit Europameisterschaft, die 08 in der CH stattfindet).
An den Volleyballweltmeisterschaft (Volleyball ist nach Fussball und F1 die wichtigste Sportart) wurde Brasilien am selben Tag zum 7. mal hintereinander Weltmeister.
Geleichzeitig findet in Brasilien der grösste Sportanlass, den das Land jemals organisierte:
Die Panamerikanischen Spiele, die hier liebevoll Pan 2007 genannt werden (eine Art Olympische Spiele für die Länder des amerikanischen Kontinents). Mit diesen Spielen wollen die Brasilianer beweisen, dass sie bereit sind die Olympischen Spiele in näherer Zukunft aus zu tragen.
Eben an diesem Sonntag gewann der Taekwando Kämpfer Diogo Silva die erste Goldmedaille im eigenen Land. Viele weitere sollen folgen, so die Hoffnungen der Gastgeber, deren Sporteler in anderen Disziplinen in den ersten beiden Tagen der Spiele am Wochenende nur ganz knapp mehrer Goldmedaillen verpassten (Brasilien hat bereits 6 Silbermedaillen).
In allen Nachrichten erscheint auch die rürende Geschichte von Barbara (15) die früher auf der Strasse wohnte und gestern eine Goldmedaille im 200m in den Jugendweltmeisterschaften gewann. Sie wurde von einem Sportlehrer in einem Sozialprojekt für arme Kinder entdeckt und gilt als grosse Zukunftshoffnung in der Leichtatlethik.
All diese Erfolge und Geschichten sind Ausdruck dieses Sportbegeisterten Landes und der Hoffnungen die die Brasilianer in den Sport haben, wo dieser für einige wenige ein Ausweg aus der Misere und Armut bedeutet.
Mit der Fussballschule, die, während der Absenz des Pastors Clebers, zwei Jugendliche der Gemeinde (Joel und Netanias) und ich leiten, wollen wir 12 - 15 jährigen Jungen des Quartiers auch ein bisschen Hoffnung schenken. Mehr als das aber, wollen wir ihnen von der Hoffnung erzählen die wir in Jesus Christus haben.

Dienstag, 10. Juli 2007

Konfrontationen der Kulturen

Liebe Freunde
Da wir in der letzten Zeit noch näher mit den Brasilianeren zusammengearbeitet haben und auch mit Brasilianeren gewohnt haben, kommen wir nun täglich in Kontakt mit der neuen Kultur. Etwas ist uns ganz besonders aufgefallen, die Art der Brasilianern um Hilfe zu bitten. Sie fragen einem nie direkt um Hilfe, sondern erklären einem mehrere Male das Problem, dass sie haben, zum Beispiel, dass die Kirche keine Geld mehr hat und dass man doch den Pastoren eine Geschenk für den Geburtstag machen sollte, weil sie ja so viel für die Kirche machen. Wir Schweizer würden jetzt einfach zu einer Person gehen und fragen, ob man Geld ausleihen kann um das Geschenk zu kaufen. Hier kommen die Leute und erläutern einem das Problem, dass sie haben und erwarten dann, dass man die Hilfe ob finanzell oder sonst auf eine Art selbst anbietet. Wahrscheinlich hängt es etwas mit dem Stolz zusammen, man will nicht zeigen, dass man schwach ist und Hilfe braucht. Das kennen wir ja auch in der Schweiz, nur dass es sich da weniger um finanzielle Probleme, sondern eher um psychische Probleme handlet, da sind wir Schweizer oft auch zu Stolz um Hilfe anzunehmen.
Einmal brauchte ein Mann aus der Gemeinde dringend Geld. Er kam dann mit einigen selbstgemachten Körben zu uns und schwärmte uns vor wie schön diese Körbe doch seien und wie interessant sie doch aussahen. Damit wollte er eigentlich sagen, dass wir doch einen dieser Körbe kaufen sollen. Ich habe nicht verstanden, dass er dringend Geld braucht und habe deshalb auch keinen gekauft, aber wenn ich gewusst hätte, dass er in Geldnot ist, hätte ich vielleicht anders gehandelt.
Es ist interessant diese kulturellen Unterschiede zu beobachten und zu lernen. Gleichzeitig verursachen sie bei uns auch Stress, da wir uns etwas ganz anderes gewohnt sind.

Montag, 2. Juli 2007

Diverses

Hallo Freunde,
Am letzten Montag sind wir von Belém nach Teresina gefahren. Die MICEB-Einführung in der Woche zuvor war manchmal interessant, aber oft stressig. Trotzdem haben wir viel gelernt und neue Missionsprojekte gesehen.
Am Dienstag haben Reinaldo und Tina am "Busbahnhof" abgeholt. Mit ihnen haben wir in der IBCU in Campinas zusammen gearbeitet. Er sucht ein neues Missionsfeld und interessiert sich fürs ProPiauí. Wäre schön, wenn dadurch die Zusammenarbeit mit der IBCU noch verstärkt werden könnte.
Wir haben den Rancho da Lua, Amarante und São Francisco besucht.
Am Mittwoch und Donnerstag halfen sie uns beim streichen unseres Hauses.
Am Donnerstagnachmittag fuhren wir wieder nach Teresina, nicht ohne wiederum in Amarante zu halten, um mit ihnen die Kinderstunde zu besuchen. In Teresina brachten wir sie auf den Flughafen und Rahel musste einen Ultraschall machen.
Am Freitag fuhren wir wieder zurück nach Floriano.
Am Samstag fuhren wir wieder nach São Francisco zur Einweihung der Gemeinde, die im Baucamp gebaut wurde.
Am Sonntag hielt ich eine Bibelstunde, von der ich nicht mehr weiss, wann ich sie vorbereitet habe.
Mitlerweile sind wir bei über 10'000 gefahrenen Kilometer in 1 1/2 Monaten.

Durch die Arbeit in Floriano werden wir immer wieder ermutigt. Am Dienstag konnte ein Gottesdienst im Haus eines Nachbarn eines Gemeindglieds gefeiert werden.
Seine Geschichte gleicht der des verlorenen Sohnes in der Bibel, bloss das das Ende noch nicht geschrieben ist. Er leidet unter Depressionen, aber ist sehr offen für das Evangelium. Wir hoffen, dass er bald aus der Dunkelheit ins Licht findet.
Ab nächste Woche sind wir alleine in der Gemeinde. Pastor Cléber und seine Frau werden 2 Monate verreisen, um an einem Missionsprojekt (JUVEP) teilzunehmen und Ferien zu machen.
Liebe Grüsse Simon und Rahel

Samstag, 16. Juni 2007

Conference im Paradies


Liebe Freunde, In dieser Woche sind wir gerade in Belém zur jährlichen Missionars Konferenz.
D.h. wir haben letzte Woche nochmals 1200 km gemacht, da wir mit dem Auto gekommen sind. Die Strassen sind zum Glück ziemlich gut, so dass wir schnell vorwärts gekommen sind. In einer Woche, wenn wir dann in Floriano zurück gekehrt sind haben wir dann über 5500km in einem Monat abgefahren.
Die Konferenz selber findet nicht in Belém im MICEB Center statt, sondern etwas ausserhalb am Amazonas Fluss in einem Hotel das an einem Strand liegt, der Paraíso heisst, also Paradies.
Der Strand war früher schon immer unser Lieblingsbadeort des Amazonas (der hier einem Meer gleicht, da nur 300km vom der Mündung entfernt).
Leider haben wir gar nicht so viel Zeit dieses Paradies zu geniessen, denn die Tage sind gefüllt mit Andachten, Sitzungen und Gesprächen.
Obwohl mir Missionarsghettos zuwider sind, ist es toll "alte" Bekannte (die meisten sind mittlerweile wirklich alt geworden) wieder zu sehen und ihnen Fotos meiner Familien zu zeigen. Alle wollen natürlich wissen wie es meinen Eltern geht.
Nächste Woche werden wir auf dem MICEB Center verbringen und eine Einführung in die Arbeit der Mission erhalten, die ja nicht nur aus der SAM besteht (Crossworld (USA), UFM Int (England), DMG (DE)).
Liebe Grüsse,
Simon

Dienstag, 5. Juni 2007

Haus gefunden

Am letzten Freitag haben wir einen Mietvertrag unterzeichnet. Nun haben wir doch schon früher als erwartet ein Haus gefunden. Die Suche hatte sich zu Beginn als sehr schwierig erwiesen. Doch mit etwas Geduld und den richtigen Beziehungen findet man hier in Floriano schon eine Behausung.
Die meisten Wohnungssuchende sind Studenten der diversen federalen (national) und bundesstaatlichen Schulen und Universitäten. Doch leider wollen nicht Vermieter junge, wilde Studenten in ihren Häusern wohnen lassen. Deshalb werden freistehende Häuser nicht ofiziell angeboten. So war dies auch in unserem Fall. Die Nachbarn berichteten uns, dass das Haus leer stehe, aber der Vermieter es nicht vermiete.
Wir nahmen trotzdem Kontakt mit "Josef vom Laden" (wie der Vermieter hier genannt wird) auf, der sofort offenherziger wurde als ich ihm am Telefon versicherte, dass ich ein Haus für mich und meine (zukünftige) Familie suche.
Treffpunkt war 14:30 am nächsten Tag. Als er um 15:30 immer noch gekommen war, fuhren wir in die Stadt, um ihn zu suchen, da er täglich auf die Bank ginge.
Vor der Bank sagte uns ein sich langweilender Mann, dass er den Josef vom Laden heute noch nicht gesehen habe. Enttäuscht gingen wir weiter. Wir waren nocht nicht um die nächste Ecke gegangen als derselbe Mann uns von Weitem rief und uns zu verstehen gab, dass der Josef vom Laden nun gerade dein Platz vor der Bank am überqueren sei. Wir fingen in ab und er versicherte uns, dass er in 30min vor dem Haus sei (also 16:00).
Wieder warteten wir fast eine Stunde in der Sonne vor dem Haus. Als wir uns um 17:00 entschieden hatten wieder nach Hause zu gehen, kam er mit seinem Wagen um die Ecke.
Er zeigte uns das gutgebaute grosse Haus, das uns sofort gefiel aber wollte zuerst eine etwas hohen Miete (R$ 300/p Monat). Ich schaffte es den Mietpreis auf 270 herunter zu drücken. Ohne zu wissen, dass ich schon verhandelt hatte, fragte ihn die schwangere Rahel (schwangere Frauen werden sehr geachtet hier in Brasilien), ob er uns das Haus nicht für 250 geben würde. Er willigte sofort ein.
Am Freitag kam der Josef vom Laden wieder 2 Stunden nach dem abgemachten Termin mit dem Vertrag vorbei.
Vielen Dank für eure Gebete! Wir sind wirklich sehr zufrieden mit dem Haus, welches nun noch kleinere Umbauten bedarf. Wir glauben dass Gott für uns in dieser Sache gesorgt hat.
Nach unserer Reise nach Belém an die Konferenz der Mission, werden wir einziehen.

Dienstag, 29. Mai 2007

In Floriano angekommen!

Liebe Freunde
Wir sind nun gut in Floriano angekommen und haben uns bei Pastor Cleber und Rivalda gut "eingerichtet". Es sind zwei geniale Leute, wir sind ueberzeugt, dass wir uns gut mit ihnen verstehen werden.
Die Reise war anstrengend, aber auch sehr schoen. Wir haben einige superschoene Orte Brasiliens kennengelernt, die wir gerne wieder einmal besuchen moechten. Wir haben aber auch viel Bewahrung erlebt, hatten aber nie irgendwelche Probleme mit dem Auto oder auch sonst.
Am Samstag sind wir in Floriano angekommen und konnten am Jahresfest der Gemeinde hier teilnehmen. Wir wurden auch gleich vorgestellt und haben nun schon einige Leute kennengelernt.
Am Montag haben wir uns dann einen Eindruck uerber die Preise fuer die Hauseinrichtung gemacht, damit wir dann die Sachen moeglichst guenstig kaufen koennen. Die Preise varieren je nach Laden sehr stark!
Heute (Dienstag) haben wir nach einem Haus gesucht. Aber bis jetzt noch nichts gefunden. Es ist nicht ganz einfach, weil in dem Quartier in dem wir wohnen moechten, gibt es viele Studenten, die freiwerdende Haeuser sofort wieder mieten. Aber da brauchen wir etwas Geduld und einige Stunden gehen unter der heissen Piauí-Sonne und dann werden wir bestimmt bald etwas finden. Bitte betet doch dafuer, dass wir bald ein Haus finden und uns einrichten koennen.
Vielen Dank fuer alle eure Gebete und alles Nachfragen und mittragen!
Ganz liebe Gruesse!

Donnerstag, 17. Mai 2007

Reise ins Piauí

Am Montag ca. 5:30 gehts los. Wir werden ca. 3100km in 6 Tagen hinter uns bringen. Am Samstagabend wollen wir in Floriano sein, wo wir im Haus von Pastor Cleber vorerst wohnen werden. Auf dieser Seite findest du die Stationen unserer Reise: Reise Reiflers

Besuche in Brasilien

Schon oft ist es vorgekommen, dass wir von jemandem zu Besuch eingeladen wurden, wie wir annahmen eine spezielle persönliche Einladung, wir am Ende aber auf einer Geburtstagsparty landeten.
Letzten Freitag wurden wir von Welbe und Adriana eingeladen, weil sie an unserem Abschiedsessen nicht dabei sein konnten. Als wir vor ihrem Wohnblock parkierten trafen wir "zufällig" auf unsere Freunde Alexsandro und Carol, obwohl sie in einem ganz anderen Stadtteil wohnten. Es stellte sich heraus, dass sie ebenfalls eingeladen waren.
Brasilianier fühlen sich oft durch persönliche Einladungen eingeschüchtert, deshalb laden sie oft noch einige andere Freunde mit ein.

Sonntag, 13. Mai 2007

Korruption muss man nicht rechtfertigen

Welbe (sprich: Weubi), ein Mitglied der IBCU und guter Freund von uns, ist Biologe und betreibt Genforschung an der Unicamp, eine der renomiertesten Universitäten Lateinamerikas. Er wurde von der Universität beauftragt ein neues Genforschungslabor aufzubauen. Zur gleichen Zeit wurden in diversen anderen Fachgebieten ebenfalls neue Labors eingerichtet.
Sein Projekt war das einzige, das rechtzeitig vollendet wurden und das Budget einhielt. Er konnte der Unversität sogar noch 40 Centavos (25 Rappen) zurückvergüten.
Einige Tage danach erhielt er von einer Amtsstelle in Brasilia (Hauptstadt) einen Anruf. Die Frau wollte wissen, weshalb er sein Projekt rechtzeitig und innerhalb des Budgets beenden konnte. Weil dies hier in Brasilien so unvorstellbar ist, musste er sich vor dem Staat rechtfertigen. Seine Antwort war: "Weil ich ehrlich gearbeitet habe und weil ich das nicht gemacht habe, was alle anderen machen. Ich muss ihnen wohl nicht erklären was das ist..."
Während der Umsetzung seines Projekts wurde er von konkurrierenden Belieferern aufgefordert seine Kontonr. anzugeben, ohne Angabe eines Grundes.

Donnerstag, 3. Mai 2007

Man schaue und staune!!!

Was wächst hier wohl heran?

Im November werden wir es dann genauer wissen. Wir freuen uns riesig darauf und Danken Gott dafür!
Auf dem Ultraschall ist es ca. 6 cm gross und 12 Wochen alt.

Dienstag, 1. Mai 2007

Freundesbrief vom 1. Mai 2007

Vollbild oder Download als PDF

Sonntag, 29. April 2007

Kurzmeldungen

"Notruf" für einen Pastor
Am Freitag wurden wir gerufen im Haus einer ungläubigen Nachbarin eines Gemeindemitglieds zu beten. Beim lesen der Bibel seien plötzlich ohne Grund mehrere Bilder von der Wand gefallen.
Pastor Fernando, der eigentlich anderes zu tun hatte, ging gar nicht auf das Phänomen ein sondern kam gleich auf das Wesentliche: Die Beziehung mit Gott. Anhand der Geschichte von Nikodemus erklärte er ihr das Evangelium. Am Ende nahm sie Jesus unter tränen als ihren persönlichen Herrn und Erlöser an. Wir durften ihr nun versichern, dass Jesus sie gegen diese Art der Angriffe des Teufels schützen wird.
Auf dem Rückweg mussten wir erkennen, dass es nichts schöneres gibt als Werkzeug Gottes zu sein, damit jemand zu ihm findet, egal wie viel man zu tun hat.
Solche Manifestationen geschehen hier im Süden nicht oft. Doch die Frau kam aus dem Nordosten, wo viele in den Makumba-Kult verwickelt sind. Im Piauí werden wir noch öfters solche Erlebnisse machen. Gut zu wissen, dass Jesus unser Herr stärker ist als der Feind.

40 Tage Leben mit Vision
Heute gingen die 40 Tage zuende. Gott hat auf grossartige Weise gewirkt. Menschen haben sich bekehrt und viele Mitglieder in ihrer Beziehung mit Gott gestärkt worden. Die Kleingruppen haben sich mehr als verdoppelt.
Doch die Gemeinde wurde auch durch einen Todesfall erschüttert. Ein Gemeindemitglied wurde mit 8 Schüssen in den Rücken erschossen und im Auto liegen gelassen, scheinbar ohne Grund. Nicht einmal das Auto wurde gestohlen. Die Polizei geht vorerst davon aus, dass es eine Warnung des organisierten Verbrechens an sie selbst sei.

Samstag, 21. April 2007

Regen und anderes

Liebe Freunde
Aus der Schweiz kenne ich es eigentlich eher so, dass ich froh bin, wenn es einmal nicht regnet. Heute habe ich mich schon einige Male dabei ertappt, dass ich an den Himmel schaue und bete, dass es heute Abend regnet. Wie im Moment in der Schweiz, haben auch wir hier wenig Regen. Natürlich geniessen wir die Wärme und Sonne, aber nun wird das Gras langsam braun und da beginnt man zu hoffen, dass bald Regen kommt. Besonders da begiessen nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung ist.
Morgen findet in unserer Gemeinde eine Missionsausstellung statt, bei der auch wir einen Stand haben dürfen. Wir versuchen die Menschen allgemein auf die Herausforderungen im Nordosten hizuweisen. Ausserdem stellen wir auch das ProPiauí vor, das Projekt in welchem wir ab Anfang Juni arbeiten werden.
Wir beten, dass die Gemeindemitglieder für die Mission begeistert werden und erkennen, dass der Nordosten ihre Hilfe braucht.

Freitag, 13. April 2007

Portugiesisch

Liebe Freunde
Wie ihr wisst, spricht man hier in Brasilien Portugiesisch. Die letzten paar Monate haben wir viel Zeit damit verbracht uns diese Sprache anzueignen. Dank Gottes Hilfe ist uns dies auch schon gut gelungen. Etwas finde ich interessant an dieser Sprache, deshalb habe ich mir gedacht, ich könnte das mal im Blog aufschreiben.
Wenn man hier eine Frage stellt, dann antwortet man nicht mit ja, sondern mit dem Verb. Im Deutsch würde das etwa so tönen:
  • Gehst du heute ins Kino? Ich gehe.
  • Hast du gerne Schokolade? Ich habe gerne.
  • Glaubst du an Gott? Ich glaube.
Wenn man eine Frage mit nein beantworten will, kann man ganz einfach "Nein" sagen. Eine Lehrerin hat mir einmal gesagt, dass die Brasilianer nur einmal in ihrem Leben "Ja" sagen, und zwar an ihrer Hochzeit! ;-)
In der Schule brauchte es einiges an Übungszeit, bis ich diese Antwortform endlich konnte, denn es ist viel einfacher mit Ja zu antworten, da dies fast das erste Wort ist, dass man in einer fremden Sprache lernt. Aber mittlerweile kommt auch die Antwort mit dem Verb automatisch.
Bis bald!

Mittwoch, 11. April 2007

Reifler's Maps

Die neue Funktion von Google Maps, My Maps, ermöglicht es uns euch Orte zu zeigen, die für unsere Arbeit von Bedeutung sind. Sie bringen euch etwas näher zu uns, weil ihr unsere Umgebung etwas besser vorstellen könnt.
Auf unserem Blog findet ihr von nun auf der Seite den Link zu den "Reifler's Maps".

Donnerstag, 5. April 2007

Gemeindepraktikum

Liebe Freunde
Wie viele von euch wissen, machen wir im Moment ein Gemeindepraktikum in einer Kirche hier in Campinas. Seitdem wir vom Baucamp zurückgekommen sind, haben wir so richtig angefangen. Simon geht jeden Tag in die Gemeinde und arbeitet dort mit den Pastoren. Er hat immer etwas zu tun: Andacht vorbereiten, über theologische Themen diskutieren, Computerprobleme lösen, Layouts gestallten... Zudem helfen wir mit einige Events vorzubereiten. Am Karfreitag findet ein Gemeinschaftstag statt, wo vor allem Simon mitgeholfen hat. Dann helfen wir beide mit einen Alphabetisationskurs auf die Beine zu stellen. Da muss man an ganz viele Sachen denken, damit sich die Teilnehmer dann wohlfühlen und den Kurs wirklich fertig machen. Am Montag gehe ich weiterhin Spitalbesuche mache. Es ist schön zu sehen, dass ich da auch langsam hineinwachse, die medizinischen Begriffe besser verstehe, und mich auch besser mit den Patienten verständigen kann. Am Dienstagnachmittag bietet die Gemeinde Handarbeitskurse an. Das Ziel ist Frauen mit dem Evangelium zu erreichen und sie im Handarbeiten zu fördern. Während dem Nachmittag gibt es eine kleine Pause und eine Andacht. Es ist schön, dass der grösste Teil der Frauen (ca. 100) nicht in die Gemeinde kommt und man hier schon oft erlebt hat, dass Frauen durch diese Arbeit zu Jesus gefunden haben. Ich lerne hier wie man Recyclingpapier herstellt, aber auch wie sie hier eine solche Arbeit durchführen. Vielleicht könnten wir das dann auch im Piauí machen!?! Am Mittwochabend nehmen wir an einer Kleingruppe teil und am Samstagabend unterstützen wir eine Kleingruppe der Jugendarbeit. An Ostern führen wir ein Musical auf, Simon und ich singen im Chor. Da kommt ein wenig 2dimensional-Heimweh auf, aber wir geniessen es wieder einmal in einem Chor zu singen. Nun, es gäbe noch einiges mehr aufzuzählen... Ihr seht, wir sind hier wirklich gut integriert. Wir haben schon viel von unseren brasilianischen Geschwister gelernt und sind Gott sehr dankbar für die Zeit, die er uns in dieser Gemeinde schenkt.

Dienstag, 3. April 2007

Von der Wohnungsnot zum Paradies

In der Woche nach dem wir aus dem Baucamp zurück gekehrt sind, haben von der Hausverwaltung erfahren, dass die Besitzerin unsere Wohnung zurück haben wollte und dass wir bis Ende März Zeit hätten, diese zu verlassen.
Wir waren Anfangs sehr geschockt und baten Gott um Rat in dieser schwierigen Situation. Gott stellte unser Vertrauen aber nicht sehr lange auf die Probe.
Am nächsten Morgen erwähnte ich beim Pastorenkaffee unsere Wohnungsnot. 15 Min. später hatte Pastor Oswaldo schon eine Wohnung, bzw. ein HAUS für uns organisiert. Ein Gemeindeglied hat eine "Chácara" (Deutsch: Landhaus) welche er uns zur Verfügung stellt. Sie hat einen grossen Umschwung mit vielen Bäumen, eine Churrasqueria (Feuerstelle zum Fleisch braten) und einen Snookertisch. Ausserdem liegt sie in einem sehr ruhigen Quartier ist nur ca. 4km von der Gemeinde entfernt. Seht es euch selsbt an:

Du kannst den Video auch hier in etwas besserer Qualität herunterladen:
Video chacara 5,4MB
Wir sind überglücklich wie Gott uns beschenkt hat. Es wäre wohl nicht mehr möglich gewesen für nur knapp 2 Monate eine andere Wohnung zu mieten. Wir hatten schon Mühe eine Wohnung zu finden für nur 5 Monate.

Dienstag, 20. März 2007

Free Hugs

Schaut euch dieses interessante Video von YouTube an:

Wie viel wertvoller ist das Evangelium für die Menschen. Übrigens auch gratis zu verschenken!

Samstag, 17. März 2007

Baucamp Fotoalbum

Hier einige Eindrücke des Baucamps als Fotoalbum:
Baucamp 2007

Baucampler 2007

In unserer neuen Rubrik (Label) "Besucher" werden alle vorgestellt, die uns hier in Brasilien besuchen. Unsere ersten Besucher waren die Baucampler aus unseren Gemeinden:

FEG Langenthal:

Ruedi und Käthi Diemling
Ruedi hat immer einen flotten Spruch auf der Zunge. Käthi macht gute Mine zum bösen Spiel ihres Ehemannes. Sie haben für uns viele Dinge aus der Schweiz gebracht, die wir bestellt haben, weil man sie hier nicht kriegt. Ausserdem viele Briefe und Päckli von unseren lieben Freunden aus Langenthal.

Simon Lieberherr
Simu hat hier in Brasilien hoffentlich den Respekt vor dem Alter gelernt. Doch seine oft sauberen Sprüche haben uns immer wieder aufgeheitert, die anderen haben wir versucht zu überhören. Eine "Hackfresse" hat er jedenfalls!

Lumier (Tom Liechti)
"De Laivel" war sein Kampfschrei, den ihn an seine liebe Livia erinnerte und ihm wieder Kraft beim Bauen gab. Immer wieder hiess es "Telefon Lumier" oder "Der Lumier ist am Telefon"!


Küenzi (Tinu)
Ob Küenzi in Fortaleza wirklich das Surfen gelernt hat, weiss niemand so richtig. Niemand hat ihn je stehend auf dem Brett gesehen. Fussball hat er auf jeden Fall verlenrt in Brasilien. Aus 10 100% Chancen resulitierte glaube ich kein einzige Gooooooool. Ja, ja, "de Rase isch tschuld", wenn man dem Rasen so sagen kann. Wir haben dank seiner Hilfe trotzdem gegen die Brasilianer gewonnen.

Yvonne Küenzi
Yvonne wurde zuerst von den Gastgebern als Ehefrau von Küenzi in eine Doppelzimmer eingeteilt. Doch bald klärte sich das Missverständnis.
Verena Egger
Am Vorletzten Tag in den Ferien stiess noch Verena Egger zu uns hinzu. Leider haben wir kein Bild von ihr gemacht. Doch wir wünschen ihr im wunderschönen Brasilien eine ganz tolle Zeit.

FEG Bern:
Fritz Spicher
Fritz war nicht der einzige Fritz. Deshalb nannten ihn unsere bösen Jungs den "Bätzi-Fritz", weil er scheinbar zum desinfizieren Bätzi-Wasser barucht. Doch in Brasilien ist für Christen jeglicher Alkoholkonsum verboten. Deshalb hat er sein Bätzi-Wasser auf dem Könizberg gelassen. Es ist erstaunlich wie gut und schnell ein echter Schweizer Bauer sich an brasilianische Verhältnisse anpassen kann.

Kurt Grossenbacher
Der Kurt war schon zum 2. Mal im Baucamp. Er ist bereits ein richtiger Brasilienveteran. Doch mit seiner Kamera bildete er ein unzertrennliches Ehepaar. Was sagt wohl Elsbeth dazu?


Disi (David Bachmann)
Ok, er ist nicht unsertwegen gekommen
, aber er hat uns einmal in Campinas mit Roggensingers besucht. Ob er heute noch weiss, weshalb er überhaupt nach Brasilien gekommen ist, ist eine andere Frage. Sicher nicht, um zu Unterrichten. Das einzige was er im Kopf hatte war jedenfalls nichts was mit Brasilien zu tun hatte!

Freitag, 16. März 2007

Zurück aus Baucamp

Endlich sind wir wieder in unserem Zuhause hier in Campinas angekommen. Die Reise war sehr anstrengend. Unser Bus aus dem Ferienort Pecém stand schon am Morgen in Fortaleza im Stau. Trotzdem kamen wir rechtzeitig zum Flughafen. Der 3 1/2 stündige Flug von Fortaleza verlief problemlos.
Das Flugzeug landete in São Paulo bei Anbruch eines heftigen Gewitters. Auf unser Gepäck mussten wir nicht lange warten und wir meinten schon glück gehabt zu haben, als wir gerade noch den 4 Uhr Bus nach Campinas erwischten.
Doch dann begann unsere Reise erst. Der Verkehrt brach wegen des Gewitters in der 5. grössten Stadt der Welt völlig zusammen. Wir standen bis zu einer Stunden an derselben Stelle auf der 9 spurigen Autobahn (bloss in einer Richtung), ohne einen Meter vorwärts zu kommen.
Der Bus brauchte alleine 4 Stunden, um aus der Stadt heraus zu fahren, von wo es nochmals 1 Stunde dauert bis nach Campinas.
Um 22 Uhr erreichen wir erschöpft unsere Wohnung.
Für die 3000 km von Fortaleza nach São Paulos brauchten wir weniger lang als für die 100km von São Paulo nach Campinas. Kein Wunder hat São Paulo die 2. grösste Helikopterflotte der Welt. Für $ 1200.- monatlich kann man einer Fahr- in diesem Fall einer Flug-Gemeinschaft beitreten. Nächstesmal machen wir das auch!

Freitag, 2. März 2007

Bericht aus dem Baucamp

Seit einer Woche sind wir nun im Baucamp in Amarante. Wir hatten eine gute Anreise. Auch die Gruppe aus der Schweiz ist gut angekommen.

Die Arbeiten an den Gemeindegebäuden kommen auf beiden Seiten des Flusses Parnaiba gut voran. In São Francisco will man bald mit dem Dach beginnen. Allerdings standen die Mauern dort schon bei Baubeginn. Hier ein Abriss der Arbeit in Amarante:

Montag:

Fundament ausheben, Messungen und andere Vorbereitungen

Dienstag:

Fundament mit Steinen und Flüssigzement auffüllen

Mittwoch:

Fundament mit Fundamentsteinen ausnivelieren

Donnerstag:

Beton Gurt auf das Fundament zementieren. Vorher Verschalung dazu aufsetzen

Freitag:

Mauerbau und weiter Fundamente innwendig ausheben.

Morgen werden Beat, Rahel und ich nach Floriano an eine Pastorenterffen fahren. Wir sind sehr gespannt, denn wir werden zum ersten Mal Cleber und Fernanda sehen, die in den nächsten Jahren unsere brasilianischen Mitarbeiter in Floriano sein werden.

Ausserdem werden wir die Räumlichkeiten der Gemeinde und unser mögliches zukünftiges Haus sehen.

Die Gruppe wird um 4:30 aufstehen, um auf den Berg den Sonnenuntergang zu beobachten. Danach ist ein Besuch auf dem Markt geplant. Bis zum Mittag müssen in São Francisco die Betonsäulen betoniert werden, damit sie über das Wochenende trocknen können

Einige Teilnehmer sind schon etwas müde. Mich eingeschlossen. Aber die Motivation ist immer noch sehr hoch. Es macht aber Freude zu sehen wie die Arbeit vorangeht und es schenkt neue Motivation.

Samstag, 24. Februar 2007

Im Baucamp und zum ersten Mal im zukünftigen Arbeitsgebiet

Nach einer ca. 8 Stündigen Reise per Bus nach São Paulo, mit dem Flugzeug über Brasilia nach Teresina und dem Auto vom Flughafen, sind wir (hoffentlich! denn ich schreibe im voraus) nun im Rancho da Lua angekommen, dem Leiter-Ausbildungscamp der Mission. Hier treffen wir uns auf die Gruppe aus der Schweiz, die heute Morgen in Teresina gelandet sind und bereiten wir uns auf das Baucamp vor.
In dieser Gruppe mit dabei sind 6 Leute auf der FEG Langenthal und 2 der FEG Bern. Wir freuen uns riesig einige Freunde im wunderbaren Brasilien anzutreffen.
Wir werden in den folgenden zwei Woche mit dem Bau zweier Gemeinden beginnen. Das handwerkliche Bauen am Reich Gottes bedeutet für uns eine grosse Abwechslung im Gegensatz zum Leben in der Stadt und dem geistigen Bauen am Reich Gottes in der Gemeinde.
Voraussichtlich am 3. März werden wir zum erstenmal nach Floriano reisen, um die Stadt und die Gemeinde kurz kennen zu lernen und bereits eine Wohnung zu besichtigen. Darauf freuen wir uns ganz besonders.
Die 3. Woche verbringen wir zusammen mit der Gruppe in Fortaleza am Strand, d.h. Ferien!!!
Am 16. März kehren wir nach Campinas zurück.

Freitag, 23. Februar 2007

Motivation für Mission im eigenen Land

Am Freitag vor einer Woche, am 16. Februar hätte ich in der Andacht der Baptisten Fakultät über das ProPiauí, bzw. die allgemeine geistliche Situation im Nordosten sprechen sollen. Einen Tag zuvor (Do) um 18:00 rief mich eine Sekretärin an, ob ich nicht schon "heute" kommen könne, weil am Freitag vor dem Carnaval-Wochenende wohl viel weniger Studenten anwesend seien.
Obwohl ich den Vortrag schon einmal in einem Jugendgottesdienst gehalten hatte, wollte ich ihn für die Studenten nochmals umschreiben, was aber in der kurzen Zeit nicht mehr möglich war. Nicht einmal mehr die Folien konnte ich kopieren, weil die Kopiershops schon geschlossen hatten.
Schlecht vorbereitet machte ich mich auf den Weg und betete zu Gott, dass er troztdem das Beste aus diesem Abend mache und dass er mir besonders mit der Sprache helfe.
Die Folien konnte ich dann glücklicherweise noch in der Fakultät ausdrucken und auch der Vortrag verliefe ausserordentlich gut. Ich konnte trotz dem schwierigen Thema fliessend sprechen. Die Daten hatte ich ziemlich im Kopf und war daher nicht so sehr an das Konzept gebunden. Mein Ziel war es den Studenten aufzuzeigen, dass das Innland ihres eigenen Landes ein riesige und schwer zu beackerndes Missionsfeld ist.
Ich hatte im Anschluss sehr viele und gute Gespräche. Einig Studenten kamen auf mich zu und erzählten, wie sie sich von Gott in den Nordosten berufen fühlten.
Alles in allem war der Abend trotz den ungünstigen Voraussetzungen ein grosser Erfolg, den ich alleine Gottes Hilfe zu verdanken habe.
Und er hat zu mir gesagt:
Laß dir an meiner Gnade genügen;
denn meine Kraft ist in den
Schwachen mächtig.
2. Kor. 12,9
Simon

Dienstag, 20. Februar 2007

Chuva de verão - Sommerregen

Liebe Freunde
Wir haben hier auf der Südhalbkugel ja Sommer und zugleich auch Regenzeit. Oft gegen Abend oder auch während dem Tag regnet es stark oder gewittert.
Heute haben wir etwas lustiges erlebt. Wir sind in den Supermarkt gefahren. Der Himmel war schon ganz schwarz und nach kurzer Zeit begann es zu regnen. Und zwar sahen wir etwa 50 Meter vor uns, wie es ganz stark regnete und der Boden nass war. Von einem Schlag auf den anderen prasselte der Regen auf uns herunter. Wir sind so zu sagen in eine Regenwand gefahren. Etwa 200 Meter später hörte es wieder auf zu regen. Das gleiche wiederholte sich noch etwa 2 Mal. Zum Teil hat es so stark geregnet, dass man kaum aus dem Auto sah. Zum Glück hatten wir heute in Brasilien einen Feiertag (Carnaval) somit hatte es wenig Autos auf der Strasse. Sonst hätte es bei diesem Regen noch gefährlich werden können.

Samstag, 17. Februar 2007

SWISSAIR & VARIG: Stolz eines renomierten Reisebüros

Vor kurzem waren wir in einem renomierten Reisebüro, um einen Flug in die Schweiz zu buchen. Im Büro waren zwei Modellfluzeuge des Typs MD 11 ausgestellt, eine SWISSAIR und eine VARIG.
Ironischerweise hatten beide Fluggesellschaften dasselbe Schicksal, obwohl die "Novela" VARIG noch nicht ganz beendet ist. Wie die SWISSAIR ist auch die traditionsreiche VARIG vor 1 Jahr Konkurs gegangen. Wir hatten uns im Frühling entschieden unseren bereits bei der VARIG gebuchten Flug zu annullieren und verloren dadurch Fr. 700.-. Doch dadurch verhinderten wir, dass wir auf irgendeinem europäischen Flughafen sitzen blieben.
Aus der SWISSAIR wurde durch einen juristischen Trick die neue SWISS ohne Schulden. Die Brasilianier waren aber etwas gerissener: Aus der Konkurs gegangenen VARIG wurde eine neue VARIG ohne Schulden (VARIG lässt sich nicht so einfach kürzen wie SWISS-AIR). Heute hat die neue VARIG noch 6 Flugzeuge und fliegt nur wenige grosse Flughafen in Brasilien und London an.
Dass beide Fluggesellschaften der ausgestellten Modelle bankrott gegangen sind stört die Besitzer des Reisebüros nicht. Eine in Gold eingerahmte Glaspakette auf dem steht "SWISSAIR-Ehren Diplom an besondere Partner" hängt auch an einer Wand.

Freitag, 9. Februar 2007

Zeuge sein

Liebe Freunde
In der letzten Zeit hat mich ein Thema sehr beschäftigt: Was für Zeugen sind wir für Jesu. Wen sehen die Leute in uns Christen?
Hier in Brasilien hat es vor einigen Wochen einen Skandal einer der grössten evangelischen Gemeinde gegeben. Das Leiterehepaar, das sich zu Aposteln ernennt hat, werden angeklagt Geld gewaschen zu haben. Ausserdem weiss man, dass sie das Geld der Gläubigen veruntreut und in eigene überdimensionierte Anwesen inverstiert haben (Ranch und Ferienhäuser). Dies ist nicht der erste Skandal aus dem Kreise der "evangelischen" Kirchen hier in Brasilien.
Es tut mir sehr weh zu sehen, was die Menschen hier in Brasilien, aber nicht nur hier, sondern auf der ganzen Welt, für ein Bild von uns Christen und somit von Gott haben. Sofort frage ich mich, was ich für ein Zeuge bin. Können die Menschen um mich herum erkennen, dass ich ein Kind Gottes bin? Wie oft habe ich schon den Namen Jesu durch mein Reden, mein Handeln und mein Denken in den Dreck gezogen.
Er hat sein Leben für uns gegeben. Ich persönlich bin Jesus mega dankbar, dass er mich erlöst hat und mir das ewige Leben geschenkt hat. Gerade deshalb möchte ich mein Bestes, mein ganzes Leben ihm geben, aus Dankbarkeit. Es macht mich traurig, dass ich darin so oft versage und so oft egoistisch handle.
Aber das geniale ist, dass Gott gerade uns fehlerhaften Menschen als seine Zeugen, und Kinder haben möchte, dass er uns brauchen möchte, trotz unserer Fehlerhaftigkeit, trotz unserem Versagen. Gerade unsere Schwächen will er gebrauchen, damit Er gross gemacht wird. Genial nicht!
Das erfüllt mich mit Erfurcht, Liebe, Dankbarkeit und Freude dem allmächtigen Gott gegenüber, welcher die Liebe wirklich vollkommen ausgelebt hat. Mein Herz ist gerade so voll, ich kann es gar nicht mehr richtig in Worte fassen!
Einfach zum schluss: Gelobt sei Gott, ihm gehört alle Ehre!