Montag, 9. Dezember 2019
Ein brasilianischer Dank an alle unsere treuen Unterstützer
Donnerstag, 13. Oktober 2016
Es hätte alles schlimmer kommen können!
Irgendwann wurde jemand auf den Rauch aufmerksam. Da aber Rauch und Buschbrände nicht ungewöhnlich sind, schenkten wir ihm keine weitere Beachtung. Plötzlich hörten wir aber das Feuer, ein Geräusch das durch Mark und Bein geht. Wir nahmen die ganze Macht eines Feuers, das nicht aufzuhalten ist, wahr.

Da unser Haus und noch einige andere Häuser von unserem Schulungszentrum nahe an Bäumen ist, damit durch Schatten die Häuser nicht so aufgeheizt werden von der Sonne, versuchten wir die Häuser zu schützen. Da sie dürres Laub auf den Dächern hatten, begannen einige bald zu rauchen. Der Funkenwurf und der Wind waren enorm und selbst über grössere Distanzen konnte sich das Feuer ausbreiten, ohne dass es direkte Verbindung hatte. Die Palmen standen wir übergrosse brennende Fackeln da. Unser Haus war eingekreist mit Feuer, das bis auf 3 Meter heran kam. Irgendwann sagte jemand zu meiner Frau, sie solle mal in den Räumen nachschauen, ob alles in Ordnung ist. In unserem Schlafzimmer mottete bereits ein Kissen, weil Funken durch die Dachziegel hineingefallen war (wir haben keine Decken im Haus). Im Büro brannte eine Bibel. Das Sofa hatte danach Brandlöcher, etc.
Der Schaden war enorm, obwohl Gott sei Dank kein Haus nieder gebrannt war. Der Stachelzaun rund um das Gelände ist zum Teil verbrannt. Der Funkturm für das Internet nahm Schaden und Wasserleitungen, die von den Wassertanks weg in die Häuser führten, sind geschmolzen und müssen ausgewechselt werden.
Am Tag danach, jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, raucht es noch überall um mich herum. Zwischendurch muss ich mit einem Kübel Wasser wieder ein Aufflackern löschen. Asche rieselt leise auf mein Notebook, wie der Schnee in der Schweiz.
Hier in Brasilien gibt es keine Versicherungen. Unser privater Schaden hält sich in Grenzen. Der Schaden an der Natur und auch der Schaden für das Schulungszentrum ist aber bemerkenswert. Im Moment haben wir noch keine Schadensschätzung. Aber es wird sich auf einige Tausend Franken belaufen. Das sind unvorhergesehene Kosten, die wir nicht im Budget haben. Mit andern Worten: Wir wissen nicht, wie wir sie decken können.Hier gehts zu den Bildern vom Feuer
Sollte jemand die Möglichkeit sehen, uns aus der «Klemme» zu helfen, darf man gerne eine Spende machen, die sogar von den Steuern abgezogen werden kann: PC-Konto 84-1706-5 (Schweizer Allianz Mission) Bemerkung: «ProSERTAO-Feuerschaden». Herzlichen Dank im Voraus.
Freitag, 22. Januar 2016
CMM - Highlight des Jahres
Seit Montag sind wir wieder Zuhause in Teresina und wir sind immer noch überwältigt von den positiven Eindrücken des zweiwöchigen Intensivkurses des CMM (Theologisch-Missiologischer-Leiterkurs) auf dem Rancho da Lua. 23 Studenten nahmen daran teil aus den Bundestaaten Piauí, Bahia und Ceará. Mehrere Studenten kommen aus kleinen Inlanddörfern oder sind bereits als Missionare tätig. Wir durften miterleben, wie Gott an diesen Menschen arbeitet: in der theologischen Ausbildung, in der Nachfolge und am Charakter. Das war und ist auch unser Ziel, denn neben der praxisorientierten missiologischen Bildung steht die Jüngerschaft im Vordergrund. Die Studenten sollen durch Mentoring, an der Gemeinschaft in Kleingruppen und durch praktische Arbeiten charakterlich wachsen. Der zweiwöchige Kurs ermöglichte auch ein geeignetes Umfeld, das viele seelsorgerliche Gespräche mit den Studenten erlaubte, in denen Sünden bekannt und bewältigt, Gaben und neue Arbeitsfelder entdeckt und persönliche Berufungen erfahren wurden.
Simon, der zum ersten Mal die Gesamtleitung hatte, war sehr froh, um die Hilfe von Pastor Cleber und vor allem von Lucas Gonçalves (ehemaliger SAM-Mitarbeiter in Floriano), der aus Österreich angereist war, um zwei Fächer zu unterrichten.
Führung und positive Rückmeldungen
Eigentlich hätte ja Simons Vater, Hans Ueli, am CMM 2 Fächer unterrichten sollen. Doch wegen seines Herzinfarkt im November war er verhindert. Lucas ist dafür aber schnell eingesprungen. Sein Flug konnte zu einem grossen Teil mit Spenden für Hans Uelis Flug bezahlt werden. So sehen wir wie Gott alles richtig führt.Rahel hatte die Hauptverantwortung der "Küchenfrauschaft", welche mit Lob überhäuft wurde.
Die Rückmeldungen der Studenten in persönlichen Gesprächen waren äusserst positiv und auch die Küche und wir, in der Gesamtleitung, konnten ein überaus positives Fazit ziehen. Dies lag auch an der Lern- und Hilfsbereitschaft der überaus harmonischen Gruppe. Wir können bloss staunend erahnen, was Gott wohl aus ihnen machen wird, wenn sie sich ganz in Seinen Dienst stellen. Von Gott veränderte Menschen können nicht anders, als auch ihre Umwelt, den Sertão, positiv zu verändern!
Montag, 26. Oktober 2015
Simons Vater hat den Herzinfarkt überstanden
Schon während den Tage zuvor hatte er Schmerzen in der Brust gespürt, doch selbst der Hausarzt vermutete die üblichen Schmerzen seiner immer wieder kehrenden Bronchitis.Samstag, 14. März 2015
Angekommen, aber noch nicht Zuhause!
Heute vor einer Woche sind wir in São Paulo gelandet. Der erste Flug (12h) verlief sehr gut. Die Kinder schliefen alle lange bis ca. 3h vor der Landung. Eliana hatte aber Fieber während dem Flug und bei Simon begannen bereits Halsschmerzen.
In São Paulo, wo wir den ganzen Tag auf unseren Anschlussflug warten mussten, besuchten wir Rahels Cousine (Heidi und Mike Volkart). Die Reise mit dem Mietwagen zu ihrem Wohnort dauerte fast 3 h und 180km obwohl sie ja praktisch in der gleich neben der Stadt wohnen. Sie nahmen uns ganz lieb auf und wir konnten uns ein bisschen ausruhen. Gerne wären wir länger geblieben.
Um 23.00 Uhr stiegen wir in das Flugzeug Richtung Teresina. Dieser Flug war sehr anstrengend, weil wir schon Anzeichen der Erschöpfung zeigten. Thomas Leu holte uns am Flughafen in Teresina mit einem Anhänger ab, denn schliesslich mussten irgendwo unsere 10 Koffer Platz finden. Er fuhr uns zum 40km entfernten Rancho da Lua, wo wir um ca. 4:00 ankamen.
Wir sind Gott dankbar, dass das meiste auf der langen und anstrengenden Reise gut gelaufen ist.
Nachdem wir etwas ausruhen konnten, machten wir uns am Nachmittag auf die Suche nach Ärzten für Eliana und Simon. Sie litt an einer Mittelohrentzüngung als Folge ihrer Mandeloperation noch in der Schweiz. Simon hatte eine starke Rachenentzündung. Beide erhielten Antibiotika.
Es dauerte zwei Tage in Warteschlangen in verschiedenen Kliniken, bis beide behandelt werden konnten. Das Gesundheitssystem in Brasilien ist halt etwas umständlicher, als in der Schweiz.
Auf dem Rancho leben wir in einem kleinen einfachen Haus. Da wir keine Möbel haben müssen wir aus den Koffern leben, was etwas umständlich ist. Kochen können wir mit ausgeliehenem Geschirr.
Unsere Möbel sind immer noch in Floriano und warten auf den Umzug.
Doch unser Haus wird frühestens in drei Wochen einzugsbereit sein, da wir einige Rennovationen vornehmen müssen. Wir freuen uns schon auf den Moment, wo wir unser eigenes Zuhause haben werden.
Montag, 2. März 2015
Jetzt gibt's kein Zurück!
Die Spannung ist so gross wie noch nie zuvor bei einer Ausreise. Noch nie viel uns der Abschied so schwer. Noch nie haben wir in diesem Zusammehang so viele Anfechtungen erlebet.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt, 6h vor Abflug, sind wir noch nicht ganz gesund. Eliana eitert aus dem Ohr, eine Folge ihrer Mandeloperation. Simon, Livia und Milena husten noch. Doch jetzt kann es nur noch vorwärts gehen, denn in der Schweiz sind wir nicht mehr versichert und das Online-Check-In haben wir bereits absolviert. Alle jetzigen Probleme muss Gott auf dem Weg zum Flughafen lösen oder sie müssen warten bis wir am Mittwoch in Teresina landen. Wir danken allen, die für uns beten.
Bei all den Schwierigkeiten, die wir jetzt durchmachen fragen wir uns: Was hat Gott in dieser Zeit in Brasilien mit uns vor? ER wird es zeigen!
Dienstag, 18. Februar 2014
Reise in die Schweiz
Wir wissen nicht ob wir uns freuen sollen, oder doch traurig sein sollten: ab dem 5. März sind wir in der Schweiz.
Einerseits sehnen wir uns schon seit langem danach, wieder zurück zu kehren. Andererseits kommt es doch sehr unerwartet und schnell und es wäre uns lieber, wenn die Gründe dafür andere wären.
Der Gesundheitszustand meiner Mutter verschlechtert sich zusehends und die Ärzte vermuten nun einen noch aggressiveren Tumor als ursprünglich. Leider können sie mit Chemotherapie und Bestrahlung ihr Leben bloss noch verlängern. So oder so vertrauen wir auf unseren allmächtigen Gott. Weder vollkommene Heilung noch Trost, sind ihm unmöglich.
ER hat auch unseren vorgezogenen Heimataufenthalt schon vorbereitet: Bloss ein Ignorant würde die Tatsache einem wunderbaren Zufall zurechnen, dass schon vor der Nachricht der schweren Krankheit meiner Mutter und ein halbes Jahr vor unserer regulären Rückkehr im Sommer, unsere Wohnung und ein Van bereits auf uns warteten.
So wollen wir auch weiterhin auf Ihn vertrauen.
Nun wird ER uns sicher auch wieder helfen, wenn wir in Rekordzeit die Zelte hier abbrechen müssen.
Nochmals ein Beispiel gefällig?
Normalerweise muss man die Erneuerung eines Passes einen Monat vor anmelden. Ungewiss, ob wir heute ohne Voranmeldung die Erneuerung der Pässe der Kinder hätten einreichen können, haben wir uns auf eine fast 500 km lange Reise nach Teresina gemacht. Direkt vor uns wurde ein Mann ohne Voranmeldung nach Hause geschickt, er solle seine Reise nach Thailand verschieben. Es sei unmöglich so schnell einen Pass zu bekommen. Ich erklärte dem selben Beamten daraufhin unseren Fall, worauf er anstandslos sich sofort unseres Falles annahm. Danach sagte er mir, er wisse wie das sei mit kleinen Kindern, er habe auch welche.
Am Ende sagten uns die Beamten, dass wir die Pässe frühestens am 28. Februar abholen können, am letzten Arbeitstag, vor de Karnevalstagen und auch vor unserer Reise (am Aschermittwoch).
Zufall? Ich glaube nicht!
Mittwoch, 15. Januar 2014
"Oxente" - Projekt in Barão
Am letzten Donnerstagabend haben unsere beiden Gemeinden Floriano und Barão zusammen mit der Baptisten Gemeinde El Shaday die Gruppe von 30 Teilnehmern des Projekts "Oxente" empfangen.
Regionale Missionskonferenz
Zum dritten Mal veranstalteten wir mit ihrer Hilfe am Freitag und Samstag die "Regionale Konferenz für Mission im Inland", an der dieses Jahr wieder viele verschiedene Gemeinden aus Floriano und Barão teilnahmen. Wir hatten an jedem Abend mindestens 150 Teilnehmer. Mit grosser Dankbarkeit spüren wir, wie die Gemeinden durch dieses jährliche Treffen tatsächlich ermutigt werden, die lang andauernde Inlandarbeit zu leisten. In den Seminaren wurden wertvolle Tipps für die Missionstätigkeit und -strategie im Inland weitergegeben. Am Forum am Samstagnachmittag berichteten 6 Inlandmissionare über ihre Arbeit und stellten sich den Fragen des Publikums. Wir wurden alle durch ihre Berichte sehr ermutigt. Viele Jugendliche kamen danach auf uns zu und wollten auch Teil dieser Mission sein."Oxente" in Barão
Am Sonntagmorgen begann das Projekt in unserem Quartier Vereda Grande in Barão. Während bereits am Morgen am Gesundheitsposten und Schönheitssalon die Schlangen grösser wurden, besuchten kleine Gruppen der Teilnehmer die Bewohner des Quartiers und luden sie zur Abendveranstaltung ein. Eine Gruppe von Zirkusartisten und Clowns hinterliessen in der Parada durch die Wohnstrassen bereits eine Vorahnung des Spektakel,s das die Menschen am Abend erwartete.Am Nachmittag strömten die Menschenmassen zum CEAC, unserem "Evangelischen Zentrum zur Unterstützung des Quartiers". Die Kinder wollten am Kinderprogramm teilnehmen und die Frauen und einige Männer am Basar Kleider kaufen. Beim Schönheitssalon warteten immer noch Frauen, die am Morgen noch nicht dran gekommen waren und die älteren Register liessen es sich nicht nehmen ihren Blutdruck und den Blutspiegel zu messen.
Am Abend begann der etwas andere Gottesdienst mit der Vorstellung des Clowns auf Stelzen. Umrahmt von traditioneller Musik wurden immer wieder Theaterstücke, Tänze und Artistische Einlagen dargeboten, gefolgt von einem persönlichen Zeugnis der Projektteilnehmer, die berichteten, was Jesus in ihrem Leben verändert hatte.
Nach der kurzen Predigten und einem Aufruf, mussten wir dann auch "Oxente" sagen, darüber wie viele bereit waren Jesus besser kennen zu lernen. Darunter einige, die wir schon lange begleitet hatten.
Zum Schluss kam dann die grosse Attraktion, auf die viele gewartet hatten: Der Mann der Feuer spuckt.
Verwunderung auch im Inland
Diese Programm wiederholte sich gestern und vorgestern in zwei Inlanddörfern, wo wir noch herzlicher Empfangen wurden. Auch in Olho d'Água do Mato und Ilha gab es Menschen, die ihre Leben Jesus übergeben haben. Nicht einmal der starke Regen konnte die gute Stimmung trüben.Bis Samstag wird die Projektgruppe noch in unserer Gemeinde wohnen und Einsätze an anderen Orten der Region machen.
Uns bleibt nun ein Berg von kleinen Notsitzzetteln, mit Namen von Menschen, die einen Besuch oder Gottesdienst in ihrem Haus oder einen Jüngerschaftskurs machen wollen.
Mittwoch, 4. Dezember 2013
Geschichten aus unserem Quartier - Überfall mit Folgen
Barão de Grajaú hat bloss 3 Polizisten bei einer Bevölkerung von 18'000 Einwohner und einer Fläche die der Hälfte des Kantons Bern entspricht. Einer der wachhaltenden Polizisten in dieser Nacht heisst lustigerweise "Melder" und ist ein Mitglied unserer Gemeinde in Floriano.
Als er und seine beiden Kollegen die Banditen festnehmen wollten, rannten diese mit langen Buschmessern auf sie los. Melder hatte versucht auf einen Angreifer zu schiessen, doch seine Pistole versagte. Mehrmals wurde er bei einer Verfolgung vom Messer des Angreifers am Rücken getroffen, wo ihn seine schusssichere Weste vor den tödlichen Hieben bewahrte. Doch als er auf den Boden fiel, dachte er, dass sein Leben ein Ende haben würde. Einen Hieb konnte er noch am Boden liegend mit seinem Arm abwehren, wodurch er eine Schnittwunde erlitt.
Doch dann kam ihm "Tiago" zu Hilfe. Tiago ist unser Nachbar. Er und seine Familie haben schon mehrmals unsere Gemeinde in Barão besucht. Immer wenn er wieder eine grosse Bewahrung erlebt hat, "dankt" er Gott mit einem Gottesdienstbesuch. Tiago ist bei einem Gesundheitsposten nahe der Bank als Nachtwächter angestellt.
Er selbst war in dieser Nacht auch bloss mit einem kurzen Buschmesser bewaffnet. Doch es gelang ihm heldenhaft den Bandit von Melder wegzuhalten, wobei er sich ebenfalls an der Hand verletzte. Gleich darauf kam eine auf Überfälle spezialisierte Polizeieinheit von Floriano und Polizisten einer anderen nahegelegenen Stadt den Polizisten in Barão zu Hilfe und machten jagt auf die Banditen, die in die Büsche geflohen waren. Dabei kam ein Bandit ums Leben und drei wurden festgenommen. Es wird vermutet, dass sie zu einer Gruppe gehörten, die schon mehrere Bankautomaten in der Region mit Dynamit gesprengt hatte. Eine Form von Überfall, die in ganz Brasilien immer häufiger verübt wird, insbesondere in kleinen Städten mit wenig Einwohner und einem kleinen Kontigent von Polizisten. Wir sind dankbar, dass Gott durch "Tiago" das Leben von "Melder" bewahrt hat. Melder ist verheiratet und hat einen einjährigen Sohn.
Dienstag, 27. August 2013
Markus 16:18: Selbst Gift wird ihnen nicht schaden...
15 Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.
16 Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.
17 Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: in meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Zungen reden,
18 Schlangen mit den Händen hochheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird's ihnen nicht schaden; auf Kranke werden sie die Hände legen, so
wird's besser mit ihnen werden.
| Aus Ferien Parnaíba |
Mittwoch, 17. April 2013
Ein riesiger Meilenstein für das ProSERTÃO
Das ProSERTÃO wurde von 13 Gründungsmitgliedern offiziell gegründet und eine Leitung wurde gewählt.
Nun müssen wir uns durch die Mühlen der Bürokratie wühlen bis dieser Prozess wirklich abgeschlossen wird.
Dienstag, 26. März 2013
Montag, 9. April 2012
Karfreitags Quartierfest und Ostergottesdienst
Die Bewohner, die über Ostern nicht ins Inland verreist waren, wie es hier üblich ist, gehören zu den ärmsten oder zu den ältesten. So konnte die Gemeinde genau diesen Menschen dienen und gleichzeitig das Evangelium in offene Herzen predigen. So stelle ich mir die Urgemeinde vor!
Den Auferstehungsgottesdienst am Sonntag haben wir auf der Quadra (offene Halle) des Quartiers veranstaltet. Einige nahmen direkt teil (ca. 50) und viele haben von weitem zugehört. Der erst vor zwei Wochen gegründete Teenieclub (Adolescentes) hat ein eindrückliches Theaterstück mit Choreografie aufgeführt über Tod und Auferstehung von Jesus. Unten einige Bilder vom CEAC (Centro de Atendimento à Comunidade, "Hilfszentrum für die Gemeinschaft"):
Dienstag, 21. Februar 2012
Perfektes Timing und profetische Weitsicht
Dienstag, 17. Mai 2011
Muttertag und Erziehungsseminar
Dienstag, 3. Mai 2011
Abenteuerliche Reise zum Missionskongress in João Pessoa
Donnerstag, 22. Juli 2010
Visum ist da!!!
Mittwoch, 12. August 2009
Kinderwoche
Im Voraus haben wir ca. 170 Einladungen verteilt, aber wir hatten natürlich keine Ahnung wieviele Kinder kommen würden. Gerechnet haben wir mit etwa 60 Kindern. Am ersten Nami kamen etwa 50, die dann anscheinend motiviert nach Hause gingen, denn am zweiten und dritten Nami hatten wir etwa 70 Kinder und am letzten Nami sogar um die 90! Ihr könnt euch vorstellen, dass da ganz schön was los war! Voller Eifer sangen sie die Lieder mit, feuerten bei den Spielen ihre Teammitglieder lautstark an, hörten mehr oder weniger aufmerksam bei den Geschichten zu und bastelten mit Eifer ihre wortlosen Büchlein. Und der Zvieri war für viele wahrscheinlich der Höhepunkt. Für uns als Leiter war die ganze Woche natürlich ein Höhepunkt! Gemeinsam haben wir dann auch eine Vorführung für den Sonntagabendgottesdienst eingeübt, welcher als Abschluss der Kinderwoche geplant war. Den Kindern haben wir am Schluss dann auch gleich eine Einladung für die Eltern mitgegeben, damit diese zur Vorführung ihrer Kinder kommen würden.
Zum Abschlussgottesdienst kamen dann etwa 20 Kinder, aber Eltern sind gar keine gekommen.
Die Enttäuschug unter uns Leitern war natürlich riesig, wollten wir doch auch die Eltern dieser Kinder kennenlernen und sie mit dem Evangelium bekanntmachen. Doch die Kinder, die wieder voll Freude die Lieder vortrugen, haben diese Enttäuschung dann etwas gelindert. Zurück blieb eine gewisse Traurigkeit darüber, dass die Eltern sich so wenig für ihre Kinder interessieren, dass sie nicht einmal einen Sonntagabend aufopfern um ihre Kinder singen zu hören.
Doch wir wollen nicht mit dem Negativen aufhören und Gott danken, dass so viele Kinder in dieser Woche sein Wort hören durften und viele von ihnen sicher weiterhin in die Kinderstunde kommen werden.
Montag, 13. Juli 2009
11 Tage im Sertão (grosse Wüste)
Nach zwei Jahren Missionstätigkeit sehen wir zwar noch keine handfeste Früchte aber einige Blüten sind deutlich sichtbar. Antonio unser Fahrer, ein ganz stiller Mensch, hört nun christliche Musik und ist sehr interessiert. Auf dem Weg ins Dorf lädt er alle Leute zum Gottesdienst ein. Auch seine Frau und sein Sohn haben sich verändert.
Alcides ein junger Mann, der sonst immer auf alle Feste ging, hat ebenfalls einen Lebenswandel durchgemacht seit er betrunken mit dem Motorrad seinem Leben beinahe ein Ende gesetzt hätte. Am Tag vor Juniors Abreise ins Dorf haben wir ihn im Spital in Floriano besucht. Promt wurde er eingeladen bei ihm Zuhause zu wohnen. Der wegen seiner Verletztungen an seiner Arbeit gehinderten Alcides begleitete ihn auf allen Besuchen und hörte natürlich jedesmal wie Junior das Evangelium erklärte.
Es ist ebenfalls interessant von Junior einige Informationen über die Lebensweise der Einwohner zu erhalten, zu denen wir bei unseren kurzen Besuchen sonst nie kämen. Man muss einfach mal mit den Menschen gewohnt haben, die man erreichen will!
Im August planen wir einen ersten Gottesdienst mit der Baptistengemeinde von Francisco Aires (nahe gelegene Stadt) in Campo de Bola. Wir wurden von einer Verwandten von Boi Laranjo eingeladen. Campo de Bola liegt 9km von Boi Laranjo entfernt und hat fast 1000 Einwohner: Keine evangelische Gemeinde!
Vielleicht wird die Baptistengemeinde dadurch motiviert eine langfristige Evangelisationstätigkeit dort aufzunehmen.
Dienstag, 2. Juni 2009
Ist die Anbetung von Bildnissen Sünde?
Vor drei Wochen hat sich Lydiana beim einem Besuch, während dem wir einen Glaubenskurs mit ihr machten, bekehrt . Seither hat sie noch keinen Gottesdienst verpasst. Sie kam ganz alleine, ohne Einladung in die Gemeinde.Letzte Woche erzählte sie mir, was sie dazu bewegt hatte zu uns zu kommen. Gleich neben ihrem Haus steht eine katholische Kirche, die dem St. Christophorus gewidmet ist. Sie war aktives Mitglied in dieser Kirche. Sie begann schliesslich aus eigenem Interesse die Bibel zu lesen, wozu die Mitglieder der katholischen Kirche in Brasilien aus "gutem" Grund, wie sich später heraustellte, nicht motiviert werden.
So fand sie heraus, dass gemäss dem Wort Gottes Bildnisse von Menschen nicht angebetet werden sollten. Sie ging zum Priester und fragte ihn: "Wissen sie, dass es eine Sünde ist, Bildnisse von Maria und St. Christophorus anzubeten?" Die überraschende Antwort war: "Ja, ich weiss, dass es eine Sünde ist, aber wenn die Kirche aufhören würde die Bildnisse anzubeten, dann würde ihr noch mehr Gläubige davon laufen."
Von da an wusste Lydiana, dass sie in diese Kirche nicht mehr gehen wollte. Einige Zeit blieb sie dann ohne in eine Kirche zu gehen, bis sie von der Eröffnung unserer Gemeinde hörte.

