Donnerstag, 3. Dezember 2015

Neues "núcleo" in Bom Jesus eröffnet mit Unterricht via Skype

Zur Eröffnung des neuen "núcleos" (Aussenstelle) des cmm war ich (Simon) vom 26. bis 29. November in  Bom Jesus, ca. 600km südlich von Teresina. 8 neue Studenten aus 4 Gemeinden nahmen am Einführungskurs cmm (Curso de Missões e Ministérios, deut. missiologisch-theologischer Leiterkurs) teil. Einige werden den Basiskurs besuchen, der nun 2 mal jährlich im núcleo Bom Jesus stattfindet. Ca. vier haben ihren Wunsch ausgedrückt den Fortgeschrittenenkurs zu besuchen, wozu sie jeweils im Januar am 14 tätigen Intensivkurs auf dem Rancho da Lua teilnehmen werden.
Der Einführungskurs bestand aus 3 Fächern. Zwei davon durfte ich unterrichten: Methoden des Bibelstudiums und Missionstheologie des Alten Testaments.

Unterricht via Skype

Missionstheologie des Neuen Testaments hat ein Lehrer aus dem "Palavra da vida" (Wort des Lebens Seminar) in Recife unterrichtet. Da er leider den Flug verpasst hatte, mussten wir den Unterricht via Skype über die Bühen bringen, was mit Einschränkungen auch geklappt hat. Die eher schwache Internetverbindung hat aber genau bis zum Schluss des Unterrichts durchgehalten. Eine würdige Verabschiedung des Lehrers war nicht mehr möglich. Danach war sie für 1 h unterbrochen, sicher kein Zufall!

Mittwoch, 11. November 2015

REIFLER'S Brief vom 10. November 2015

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Dienstag, 10. November 2015

Herausforderung Schule


Eliana und Livia besuchen das INEC ein christliche brasilianische Privatschule mit allen Vor- und Nachteilen. Zum ersteren gehört, dass sie brasilianische Schulkollegen haben und eine besser Ausbildung geniessen dürfen, als in einer öffentlichen Schule. Die Nachteile sind aber auch vielfältig:

1. Die Lehrer sind pädagogisch leider nicht besser ausgebildet, als in den öffentlichen Schulen. Das ist wohl das eigentliche Übel des brasilianischen Schulsystems.

2. Jährlich wir eine landesweite einheitliche Prüfung der Schüler durchgeführt, um die Qualität der Schulen zu prüfen. Jede Schule möchte den ersten Rang Stadt, oder gar des Landes erreichen, weshalb möglichst viele Inhalte möglichst früh zu unterrichtet werden. Somit werden die Kinder zu Leistungsmaschinen im Dienste ihrer Schule.

Dazu kommt noch, dass die Schulen im «rückständigen» Nordosten in ihrem Komplex besonders den Beweis liefern wollen, dass sie eben dem Rest des Landes NICHT hinterher hinken. Teresina, die unbedeutendste Hauptstadt Brasiliens, hat mehrere Schulen unter den besten 20 des ganzen Landes! Dies alles führt zu einem unheimlichen Stress bei den Kindern. Die steigende Kinderselbstmordrate in Teresina ist eine traurige Folge dieses Systems.

3. Da mangels Planung und pädagogischen Fähigkeiten in der Schule die Zeit ineffizient genutzt wird, müssen die Schüler umso mehr Zuhause lernen. Leider wird geht Menge vor Qualität. Eliana hat täglich zwei Stunden Hausaufgabe und mehr. Livia, die nicht einmal die erste Klasse besucht, muss auch schon eine Stunde rann. Dafür kann sie jetzt schon lesen! Mit den Kindern Hausaufgaben machen, ist zu Rahels Hauptaufgabe geworden.

Für die Grundschule ist die brasilianische Privatschule, sicher die beste aller Lösungen. Von der 3. Klasse an, sollten unsere Kinder jedoch Deutsch, Französisch und Englisch haben, damit sie den Anschluss in der Schweiz schaffen. Englisch wird zwar unterrichtet, doch die Lehrer können meist selbst kein Englisch. Ev. werden wir dann Schulhelfer aus der Schweiz rufen müssen um diese Fächer zu unterrichten.
Doch wie sollen sie zusätzlich zu den vielen Aufgaben Zuhaus noch Deutsch, Französisch und Englisch lernen?
Es ist möglich, dass wir dann zum Homeschooling System wechseln müssen.

Montag, 26. Oktober 2015

Simons Vater hat den Herzinfarkt überstanden

Mein Vater hat während meiner langen Busfahrt aus Recife einen Herzinfarkt erlitten. Als ich Rahel am nächsten Morgen nach 17h offline-Fahrt kurz vor Teresina anrief, überbrachte sie mir die schockierende Nachricht. Gott sei Dank war gerade meine Schwester Damaris bei ihm, die ihn rechtzeitig ins Spital fahren konnte.
Schon während den Tage zuvor hatte er Schmerzen in der Brust gespürt, doch selbst der Hausarzt vermutete die üblichen Schmerzen seiner immer wieder kehrenden Bronchitis.
In der Nacht brachte meine Schwester ihn dann in den Notfall.
Er musste dann zwei Eingriffe über sich ergehen lassen, wo ihm rechts und links an den Herzgefässen Stents implantiert wurden. Er selbst sagt er sei nun "runderneuert". Ende letzter Woche wurde er bereits aus dem Spital entlassen und hat nun die Therapie zur Erholung begonnen.
Nun muss er seine Doktorarbeit etwas gemächlicher angehen lassen. Die Turbulenten Zeiten seit dem Tod meiner Mutter hatten wohl auch ihren Tribut gefordert.
Er wird nun auch nicht wie geplant an Weihnachten nach Brasilien kommen können, um uns zu besuchen. Ausserdem hätte er am CMM-Kurs 3 Fächer unterrichtet. Nun muss ich kurzfristig neue Lehrer finden.
Wir sind aber Gott dankbar, dass nichts schlimmeres und es ihm den Verhältnissen entsprechend schon wieder sehr gut geht.

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Rückreise mit Verspätung

Heute bin ich auf der Reise von Recife zurück nach Teresina. Dort habe ich an einem Forum teilgenommen des Netzwerks für Gemeindegründung der Lausanner Bewegung. Neben einigen Leitern und Vertretern von Kirchen und Missonsgesellschaften waren auch mehrere Vertreter aus Osteuropa anwesend. Der Austausch war sehr wertvoll. Als Vertreter des ProSertão ging es mir insbesondere darum aufzuzeigen, dass die gängigen Gemeindegründungsstrategien für den Sertão praktisch untauglich sind. Sie bauen auf grosse Kirchenbauten und gut ausgebildeten Vollzeitpastoren. Im Sertão müssen wir aber auf Laienpastoren und kleine Hausgemeinden setzten, sonst werden wir die 14 Mio. Einwohner der Inlandbevölkerung nicht mit der Frohen Botschaft erreichen.
Leider habe ich dann noch meinen Rückflug nach Teresina verpasst. Nun warte ich 6h beim Fernbusterminal auf meinen Bus, der mich in einer 19 stündigen Reise quer durch den Sertão nach Hause bringt.

Mittwoch, 9. September 2015

10 Dinge woran man die brasilianische Wirtschaftskrise erkennt

1. 10 gelangweilte Verkäufer streiten sich plötzlich um einen einzigen Kunden im Modegeschäft.
2. Auf der Strasse gibt es mehr Menschen, die Betteln gehen.
3. Die Kriminalität steigt erstmals seit Jahren wieder an.
4. Der Franken hat einen Wert von Real 3,90 erreicht. Vor einem Jahr lag er bei 2,40.
5. Die Immobilienpreise sind im freien Fall.
6. Die Steuern werden ständig erhöht.
7. Jeden Tag verkünden die Nachrichten neue Hinweise auf das Ausmass und neue Angeklagte im Petrobras-Skandal. Dessen Namen wird ständig erweitert: Baukonzerne-, oder Atomkraftwerk-, oder Energiebranchen-, Und-vieles-mehr-Skandal).
8. Die Preise steigen monatlich.
9. Die Bevölkerung ist von der Regierung und der gesamten Politklasse enttäuscht. Sie haben plötzlich den Mut die linke Arbeiterpartei, deren Präsidentin und deren Aushängeschild den Ex-Presidenten und Halbgott Lula öffentlich zu kritisieren, obwohl sie sie alle in den Wahlen vor einem Jahr gewählt haben.
10. Im ausgebauten Shopping sind immer noch mehrere Ladenlokale zur Vermietung ausgeschrieben. Das neugebaute Shopping sollte seit dem 27. Juli geöffnet sein. Bis heute wartet es unvollendet auf den Innenausbau und Aussenanstrich.

Es ist unser Gebet, dass diese Krise das Land zurück zu Gott führt!

Samstag, 15. August 2015

Missions-Monat September

Der September steht an und ich habe schon seit Monaten alle Wochenenden besetzt. Der September ist traditionell der "Missions"-Monat. In diesem Monat wird an jedem Sonntag in der Bibelstunde und im Gottesdienst Mission thematisiert. Als Missionare des PróSERTÃO werden wir von vielem Gemeinden eingeladen als Prediger und Redner an Missionskonferenzen. Das bedeutet für uns oft lange Reisen und einen Predigt- und Bibelstundenmarathon. Dieser Monat ist aber auch eine gute Möglichkeit, den Gemeinden zu helfen ihren Blick auf das Wesentliche zu wenden. Leider sind viele Gemeinden mit sich selbst beschäftigt und wird die Mission nur zu oft als nötiger Anhängsel betrachtet. Mission wird oft auch mit verbaler Evangelisation (dh. Hausbesuche) gleich gesetzt. Wir versuchen in den Gemeinden dann ein ganzheitliches Bild von Mission auf zu zeigen. Wir machen nicht Mission (wie in diesem Monat), wir SIND Zeugen und deshalb machen wir Mission. Genau so wie dieser Monat ein Segen für die Gemeinde sein kann, in dem sie sich mal mit diesem Thema intensive beschäftigt, genau so kann er auch ein Fluch sein. Dann nämlich, wenn die gesamten missionsbezogenen Aktivitäten sich auf diesen einzigen Monat im Jahr begrenzen. Wir glauben aber, dass Mission das Herzensanliegen Gottes ist: "Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen!" Lukas 10:9. Während des gesamten Monats wird eine grosse Kollekte für Inländische und Äussere Mission gesammelt. Oft bleibt es dabei und im Oktober ist dieses Thema schon abgehakt. Leider brauchen die brasilianischen Missionare nicht bloss im September Unterstützung für ihren Unterhalt. Dies ist einer der Gründe warum es im Verhältnis zu den vielen brasilianischen Christen so wenig Missionare gibt. Der gesamte Verband AICEB zu der unsere Gemeinde gehört, hat bloss einen Missionar im Ausland, der in Angola arbeitet und von der SAM mitfinanziert wird. Das ist ein Armutszeugnis und lässt sich nicht nur durch die schlechte wirtschaftliche Lage im Land erklären. Wir sind Gott dankbar, dass wir in diesem Monat die Gelegenheit haben die Gemeinden zu motivieren ständig in ganzheitliche Mission zu investieren.

Dienstag, 16. Juni 2015

Fotostory Reise nach Caracol

In der Fotostory erfährst du über meine Reise nach Caracol zu einem Eheseminar. Ich habe die Gelegenheit gleich genutzt um cmm-Studenten im Inland zu besuchen.

Dienstag, 19. Mai 2015

Attacke der Taranteln!

Gestern haben Simon und ich einmal unseren Garten aufgeräumt! Simon hat den Rasen gemäht, die Bäume geschnitten und dann haben wir noch das Laub zusammengetan. Im hohen Gras haben sich etwa 8 junge Taranteln versteckt und unter dem Laub, welches wohl schon Monate dort liegt, hatten 4 grosse erwachsene Taranteln ihr Zuhause. Vor ein paar Tagen haben es 2 junge Taranteln in unser Haus gewagt, eine hatte sogar die Frechheit in unser Schlafzimmer zu gehen. Zum Glück hat das Moskitonetz sie daran gehindert in mein Bett zu steigen!
Hinten im Garten haben wir noch nicht mit aufräumen begonnen. Welche Tiere und Insekten sind wohl dort noch zuhause?

Samstag, 11. April 2015

Alles logisch!

Im Moment lernt Eliana in der Schule über die Rechte und Pflichten eines Kindes, auf der Basis eines Dokumentes, welches von der UNO herausgegeben wurde. In diesem Dokument geht es darum, dass  Kinder ein Recht auf Schutz, Schulbildung und Spielzeit haben, dass kein Kind wegen seiner Rasse, Sprache oder Religion diskriminiert werden darf, usw.
Irgendwie ist es absurd, dass die Kinder dies in der Schule lernen, aber gleichzeitig von 7.00-12.00 Uhr in der Schule sind und am Nachmittag nochmals etwa 3 Stunden Hausaufgaben machen müssen. Wo bleibt denn da die Spielzeit, auf welches die Kinder ja angeblich ein Recht haben?

Eines habe ich in den letzten 8 Jahren gelernt: Hier in Brasilien ist für uns Schweizer nicht immer alles logisch!

Freitag, 10. April 2015

Neuer Tagesablauf

Seit Montag gehen Eliana und Livia in die Schule. Dies hat unsUsus tercius legis
  gleich wieder in einen Kulturschock geführt, weil das Schulsystem so anders funktioniert als in der Schweiz. Unser Tagesablauf sieht jetzt folgendermassen aus:

5:45 Aufstehen und Frühstücken
6:40 Abfahrt in die Schule
7.00 Schulstart für Eliana
7:30 Schulstart für Livia
Morgens ist Simon meist im Büro und Rahel erledigt div. Aufgaben zu Hause
12:00 Schulschluss, Kinder abholen
12:30 Mittagessen
13:30 Siesta
14:30 Hausaufgaben
15:00 Zvieri
15:30 Hausaufgaben (Hier erhalten die Kinder fast von jedem Fach Hausaufgaben, so dass wir im Moment den ganzen Nachmittag damit beschäftigt sind mit den Kindern Aufgaben zu machen.)
18:30 Abendessen
20:00 Kinder ins Bett

Auch Simons Tagesablauf war heute ungewöhnlich:

Gestern kam ich um 23:00 von der ProSERTÃO-Sitzung im Rancho an, wo ich übernachtete.
05:30 Aufstehen
06:00 Abfahrt in Demerval Lobão, Kaffe und Kuchen beim Tanken an der Tankstelle
bis 09:00 280 km Nonstop nach Picos
09:00 CMM Sitzung mit Josué von Palavra da Vida
11:00 Abfahrt in Picos
11:45 Mittagessen in Churrascaria (Grillrestaurant) für ca. Fr. 3.-
12:00 Weiterfahrt 260km nach Crato
13:30 Altes Ehepaar am Wegrand aufgegabelt und 10km in die nächst Stadt gebracht
14:15 Frau mit Tochter die zur Schule musste (Schulbus kaputt) ca. 10km in das nächste Dorf gefahren
14:30 Hausierer mitgenommen und über den Glauben gesprochen
15:00 Ankunft in Crato
15:40 Treffen mit jungem Luteraner Missionar in Crato
16:00 Vorbereitungen für den Ethikkurs am Samstag
18:00 Abendessen und langes Gespräch über den Sertão mit dem jungen Missionar
19:00 Vorbereitungen und Einrichten des Schulsaales
21:30 Blogeintrag

Morgen habe ich dann von 8:00 bis 18:00 Unterricht. Am Sonntag fahre ich am Morgen wieder in 6-7h nach Teresina zurück.







Donnerstag, 9. April 2015

Im neuen Haus

Nun wohnen wir seit einer Woche in unserem neuen Haus. Wir sind sehr dankbar, dass wir nun endlich wieder einen festen Wohnort haben. Noch sieht es hier aber sehr chaotisch aus, denn das Putzen, Möbel aufstellen und Einräumen dauert seine Zeit. Da wir nun auch wieder im Projekt involviert sind, und die Schule angefangen hat, bleibt nicht mehr viel Zeit zum Einräumen.
Im letzten Monat konnten wir das Haus etwas renovieren und nachdem wir einen Lastwagen organisiert haben, kamen auch unsere eingelagerten Möbel von Barão de Grajaú nach Teresina. Zuerst mussten wir aber wieder putzen, denn in Brasilien putzt nicht diejenige Person, welche aus dem Haus auszieht, sondern jene, die einzieht. Auch unsere Möbel mussten wieder von Staub und Ungeziefern befreit werden. Endlich konnte Simon aber unsere Kleiderschränke aufstellen, so dass wir unsere Kleider nun nicht mehr aus dem Koffer nehmen müssen.

Samstag, 14. März 2015

Angekommen, aber noch nicht Zuhause!

Update: Diesen Eintrag hatte ich am Dienstag geschrieben. Leider war das Internet so schlecht, dass er nicht veröffentlicht werden konnte. Nun wieder er nachgereicht:

Heute vor einer Woche sind wir in São Paulo gelandet. Der erste Flug (12h) verlief sehr gut. Die Kinder schliefen alle lange bis ca. 3h vor der Landung. Eliana hatte aber Fieber während dem Flug und bei Simon begannen bereits Halsschmerzen.
In São Paulo, wo wir den ganzen Tag auf unseren Anschlussflug warten mussten, besuchten wir Rahels Cousine (Heidi und Mike Volkart). Die Reise mit dem Mietwagen zu ihrem Wohnort dauerte fast 3 h und 180km obwohl sie ja praktisch in der gleich neben der Stadt wohnen. Sie nahmen uns ganz lieb auf und wir konnten uns ein bisschen ausruhen. Gerne wären wir länger geblieben.
Um 23.00 Uhr stiegen wir in das Flugzeug Richtung Teresina. Dieser Flug war sehr anstrengend, weil wir schon Anzeichen der Erschöpfung zeigten. Thomas Leu holte uns am Flughafen in Teresina mit einem Anhänger ab, denn schliesslich mussten irgendwo unsere 10 Koffer Platz finden. Er fuhr uns zum 40km entfernten Rancho da Lua, wo wir  um ca. 4:00 ankamen.

Wir sind Gott dankbar, dass das meiste auf der langen und anstrengenden Reise gut gelaufen ist.
Nachdem wir etwas ausruhen konnten, machten wir uns am Nachmittag auf die Suche nach Ärzten für Eliana und Simon. Sie litt an einer Mittelohrentzüngung als Folge ihrer Mandeloperation noch in der Schweiz. Simon hatte eine starke Rachenentzündung. Beide erhielten Antibiotika.
Es dauerte zwei Tage in Warteschlangen in verschiedenen Kliniken, bis beide behandelt werden konnten. Das Gesundheitssystem in Brasilien ist halt etwas umständlicher, als in der Schweiz.
Auf dem Rancho leben wir in einem kleinen einfachen Haus. Da wir keine Möbel haben müssen wir aus den Koffern leben, was etwas umständlich ist. Kochen können wir mit ausgeliehenem Geschirr.
Unsere Möbel sind immer noch in Floriano und warten auf den Umzug.
Doch unser Haus wird frühestens in drei Wochen einzugsbereit sein, da wir einige Rennovationen vornehmen müssen. Wir freuen uns schon auf den Moment, wo wir unser eigenes Zuhause haben werden.

Montag, 2. März 2015

Jetzt gibt's kein Zurück!

Das Auto ist mit den 10 Koffern gepackt und bereit für die Abfahrt an den Flughafen . Rahel ist mit den Kindern mit der Bahn voraus gegangen. 20:00 Check-In, 21:30 Boarding, 22:40 Abflug.
Die Spannung ist so gross wie noch nie zuvor bei einer Ausreise. Noch nie viel uns der Abschied so schwer. Noch nie haben wir in diesem Zusammehang so viele Anfechtungen erlebet.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt, 6h vor Abflug, sind wir noch nicht ganz gesund. Eliana eitert aus dem Ohr, eine Folge ihrer Mandeloperation. Simon, Livia und Milena husten noch. Doch jetzt kann es nur noch vorwärts gehen, denn in der Schweiz sind wir nicht mehr versichert und das Online-Check-In haben wir bereits absolviert. Alle jetzigen Probleme muss Gott auf dem Weg zum Flughafen lösen oder sie müssen warten bis wir am Mittwoch in Teresina landen. Wir danken allen, die für uns beten.
Bei all den Schwierigkeiten, die wir jetzt durchmachen fragen wir uns: Was hat Gott in dieser Zeit in Brasilien mit uns vor? ER wird es zeigen!

Samstag, 21. Februar 2015

Packen und krank sein *Update!*

Eigentlich sollten wir jetzt jede Minute verwenden, um zu packen. Leider hat uns nun auch noch die 2 Grippewelle erwischt. Simon und die Mädchen sind krank. Sie leiden an den bekannten Symptomen: Fieberschübe, Husten und Erbrechen. Rahel, die einzige "gesunde" hat aber schon 4 Nächte nicht mehr richtig schlafen können.
Heute wäre die Hochzeitsfeier von Simons Bruder Michael gewesen. Leider können wir nicht dabei sein. Das ist besonders Schade, da er die Hochzeit extra auf das Wochenende vor unserer Abreise gelegt hat.
Trotz der Krankheiten versuchen wir zwischendurch etwas zu packen. Die Kisten stapeln sich und die Koffer werden langsam voll.
Wer Lust und Zeit hat uns beim Putzen zu helfen, der darf gerne am nächsten Freitag und Samstag nach Glashütten kommen.
Packen müssen wir selbst! Wir hoffen, dass wir bis dann so weit sind.
Update 25.2.2015: Uns geht es schon viel besser! Wir leiden nun nur noch an den Nachwirkungen der Grippe. Wir bitten Gott, dass wir bis nächsten Montag noch ganz gesund werden.
Wir haben auch schon fast alles gepackt. Jetzt müssen die Möbel demontiert werden und dann geht es ans Putzen!

Donnerstag, 12. Februar 2015

REIFLER's Brief vom 11. Februar 2015

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Mittwoch, 14. Januar 2015

Unsere Kinder können schon mal zur Schule "gehen"...

Wie ihr unten im Diagramm sehen könnt, ist das Ziel zur Deckung der Schulkosten für das Jahr 2015 bereits übertroffen worden. Wir sind sehr dankbar und überwältigt. Damit ist das aller nötigste für unsere Ausreise am 2. März gesichert. Wir danken den Spendern für ihre grosszügige Unterstützung!
Falls sich einige von euch auch gerne an der Spendenaktion beteiligt hätten, dürft ihr gerne das Projekt PróSERTÃO unterstützen, da es in diesem Jahr besonders grosse Auslagen für uns haben wird.  Darunter fallen "Kleinigkeiten" wie etwa ein Auto mit 7 Plätzen, damit die Kinder zur Schule "gefahren" werden können, und ein Anbau bei unserem zukünftigen Haus in Teresina. Diese Spenden können direkt an die SAM gehen mit dem Vermerk PróSERTÃO:

Schweizer Allianz Mission
Wolfensbergstrasse 47
CH-8400 Winterthur
PC-Konto: 84-1706-5
IBAN: CH58 0900 0000 8400 1706 5
Vermerk PróSERTÃO

Update! Das Bild des Autos wurde geändert (früher Nissan Grand Livina, neu Fiat Doblò), weil die Mission sich uns für ein anderes entschieden hat.