Donnerstag, 20. September 2007

Und Gott wirkt doch!

Vor über 2 Jahren nahmen Rahel und ich am JUVEP Missionseinsatz in Amarante und São Francisco teil, an dem die beiden Gemeinden gegründet wurden. Wir leiteten damals die zwölfköpfige Gruppe aus der Schweiz.
Uns wurde für die Haus zu Haus Besuche das Stadtzentrum rund um die katholische Kirche zugeteilt. Während andere Gruppen fast jeden Tag eine tolle Bekehrungsgeschichte zu erzählen hatten, lief bei uns sehr wenig. Die Menschen schienen für das Evangelium völlig verschlossen, was uns sehr enttäuschte.
Einzig ein Teenager, Alison, den wir bei seiner Grossmutter antrafen schien sich für das Evangelium zu interessieren. Er besuchte auch fast alle Gottesdienste auf den öffentlichen Plätzen.
Eines Abends fühlte ich mich vom Heiligen Geist dazu geführt ihm in etwa folgendes zu sagen: „Ich glaube, dass du Gott schon sehr Nahe bist. Ich möchte dich auffordern deine Suche nach Gott nicht aufzugeben!“
Später verloren wir ihn aber aus den Augen. Anscheinend zählte er auch nicht zu den Leuten die nach dem Einsatz von den Mitarbeitern der neuen Gemeinde aufgrund ihres Interesses regelmässig besucht wurden und einen Glaubenskurs erhielten.

Anfangs September fuhren wir mit der Gemeinde in ein Lager nach Amarante. Eines Nachmittags vor dem Fussballspiel kam einer der Jugendlichen aus Amarante auf mich zu und fragte mich, ob ich mich noch an ihn erinnere: Es war natürlich Alison!

Er erzählte mir wie er lange weg gewesen sei und nach seiner Rückkehr in die Stadt oft in die Gemeinde habe gehen wollen, doch nie den Mut dazu gehabt hätte.
Beim ersten Mal als er in die Gemeinde gegangen sei, sei er gleich in dieses Lager eingeladen worden. Nun wolle er weiterhin die Gottesdienste besuchen.
Mit Pastor Tiago (Amarante) arbeitet er nun einen Glaubenskurs durch.

Dieses Erlebnis hat mir wieder einmal gezeigt, dass wir den Impulsen des Heiligen Geistes nachgehen sollten, auch wenn sie für uns verrückt scheinen, und dass Gott immer auf irgendeine Weise wirkt, auch wenn wir das Gefühl haben, dass unsere Arbeit umsonst war.

Mittwoch, 19. September 2007

Estes kurzes Gewitter seit Monaten

Gestern war es um 08:00 schon drückend heiss. Ich dachte, das wird wohl der schlimmste Tag, seit wir hier sind. Doch innerst kürzester Zeit bildeten sich Wolken und es begann zu Regnen. Das kurze Gewitter brachte für den Rest des Tages ein gemütliche Freische und wurde zum Gesprächsthema auf der Strasse.

In der Gemeinde singen wir oft das Lied von M. W. Smith "Let it rain" auf portugiesisch. Dieses Lied singt man hier irgendwie bewusster. Man meinst wortwörtlich was man singt! Anscheinend sind diese Lobgesänge von Gott erhört worden...

Mittwoch, 12. September 2007

Freundesbrief vom 12. September 2007

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Dienstag, 11. September 2007

Die Hitze im Piauí

Nun merken wir wie es immer heisser wird. Glücklicherweise haben wir uns nach unserem Aufenthalt in der Schweiz schnell wieder an die Hitze gewöhnt.

Die Nächte waren bis vor ein paar Wochen noch relativ kühl mit Temperaturen bis 23° hinunter, was man hier als kalt empfindet. Es wehte jeweils ein schöner Wind. Doch nun windet auch dieser nicht mehr so stark, wodurch die Temperaturen Nachts kaum mehr unter 30° fallen. Gestern Abend hatten wir noch lange nach Sonnenuntergang 33° im Haus. Ans Ausschlafen an unserem Freitag (am Montag) ist schon jetzt kaum mehr zu denken, weil bereits um 08:00 die 31° Marke überschritten wird. Der Ventilator läuft natürlich die ganze Nacht durch.

Wir haben nun täglich 35° und mehr in unserem eigentlich gut durchlüfteten Haus. Kaum vorzustellen welche Hitze draussen an der Sonne herrscht. Die Luftfeuchtigkeit liegt meistens unter 30%, was angenehm ist, da der Schweiss am Körper schnell verdampft.