Montag, 13. Juli 2009

11 Tage im Sertão (grosse Wüste)

Am Samstag waren wir in Boi Laranjo um Junior abzuholen, der dort 11 Tage als unser Missionar wirkte. Er wollte fast nicht mehr von dort weg, so sehr hat er die Menschen lieb gewonnen.
Nach zwei Jahren Missionstätigkeit sehen wir zwar noch keine handfeste Früchte aber einige Blüten sind deutlich sichtbar. Antonio unser Fahrer, ein ganz stiller Mensch, hört nun christliche Musik und ist sehr interessiert. Auf dem Weg ins Dorf lädt er alle Leute zum Gottesdienst ein. Auch seine Frau und sein Sohn haben sich verändert.
Alcides ein junger Mann, der sonst immer auf alle Feste ging, hat ebenfalls einen Lebenswandel durchgemacht seit er betrunken mit dem Motorrad seinem Leben beinahe ein Ende gesetzt hätte. Am Tag vor Juniors Abreise ins Dorf haben wir ihn im Spital in Floriano besucht. Promt wurde er eingeladen bei ihm Zuhause zu wohnen. Der wegen seiner Verletztungen an seiner Arbeit gehinderten Alcides begleitete ihn auf allen Besuchen und hörte natürlich jedesmal wie Junior das Evangelium erklärte.
Es ist ebenfalls interessant von Junior einige Informationen über die Lebensweise der Einwohner zu erhalten, zu denen wir bei unseren kurzen Besuchen sonst nie kämen. Man muss einfach mal mit den Menschen gewohnt haben, die man erreichen will!
Im August planen wir einen ersten Gottesdienst mit der Baptistengemeinde von Francisco Aires (nahe gelegene Stadt) in Campo de Bola. Wir wurden von einer Verwandten von Boi Laranjo eingeladen. Campo de Bola liegt 9km von Boi Laranjo entfernt und hat fast 1000 Einwohner: Keine evangelische Gemeinde!
Vielleicht wird die Baptistengemeinde dadurch motiviert eine langfristige Evangelisationstätigkeit dort aufzunehmen.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Schwangerschaft

Rahel ist nun bald im 7. Monat schwanger. Wir erwarten unseren zweiten Nachwuchst Mitte Oktober. Die erste Frage hier lautet dann immer: "Wird es ein Mädchen oder ein Junge?"
Darauf können wir ehrlich antworten: "Wir wissen es nicht!"
Diese Spannung halten unsere brasilianischen Freunde fast nicht aus! Praktisch immer weiss man hier das Geschlecht und auch den Namen das Ungeborenen Kindes bereits Monate vor der Geburt im voraus.

Rahel leidet seit längerem an Anämie (Blutarmut). Wir haben die Blutarmut erst bei den Routinetest zur Schwangerschaft entdeckt. Es sieht so aus, als hätte diese Anämie den normalen Verlauf der Schawangerschaft nicht beeinflusst.