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Dienstag, 10. November 2015

Herausforderung Schule


Eliana und Livia besuchen das INEC ein christliche brasilianische Privatschule mit allen Vor- und Nachteilen. Zum ersteren gehört, dass sie brasilianische Schulkollegen haben und eine besser Ausbildung geniessen dürfen, als in einer öffentlichen Schule. Die Nachteile sind aber auch vielfältig:

1. Die Lehrer sind pädagogisch leider nicht besser ausgebildet, als in den öffentlichen Schulen. Das ist wohl das eigentliche Übel des brasilianischen Schulsystems.

2. Jährlich wir eine landesweite einheitliche Prüfung der Schüler durchgeführt, um die Qualität der Schulen zu prüfen. Jede Schule möchte den ersten Rang Stadt, oder gar des Landes erreichen, weshalb möglichst viele Inhalte möglichst früh zu unterrichtet werden. Somit werden die Kinder zu Leistungsmaschinen im Dienste ihrer Schule.

Dazu kommt noch, dass die Schulen im «rückständigen» Nordosten in ihrem Komplex besonders den Beweis liefern wollen, dass sie eben dem Rest des Landes NICHT hinterher hinken. Teresina, die unbedeutendste Hauptstadt Brasiliens, hat mehrere Schulen unter den besten 20 des ganzen Landes! Dies alles führt zu einem unheimlichen Stress bei den Kindern. Die steigende Kinderselbstmordrate in Teresina ist eine traurige Folge dieses Systems.

3. Da mangels Planung und pädagogischen Fähigkeiten in der Schule die Zeit ineffizient genutzt wird, müssen die Schüler umso mehr Zuhause lernen. Leider wird geht Menge vor Qualität. Eliana hat täglich zwei Stunden Hausaufgabe und mehr. Livia, die nicht einmal die erste Klasse besucht, muss auch schon eine Stunde rann. Dafür kann sie jetzt schon lesen! Mit den Kindern Hausaufgaben machen, ist zu Rahels Hauptaufgabe geworden.

Für die Grundschule ist die brasilianische Privatschule, sicher die beste aller Lösungen. Von der 3. Klasse an, sollten unsere Kinder jedoch Deutsch, Französisch und Englisch haben, damit sie den Anschluss in der Schweiz schaffen. Englisch wird zwar unterrichtet, doch die Lehrer können meist selbst kein Englisch. Ev. werden wir dann Schulhelfer aus der Schweiz rufen müssen um diese Fächer zu unterrichten.
Doch wie sollen sie zusätzlich zu den vielen Aufgaben Zuhaus noch Deutsch, Französisch und Englisch lernen?
Es ist möglich, dass wir dann zum Homeschooling System wechseln müssen.

Montag, 26. Oktober 2015

Simons Vater hat den Herzinfarkt überstanden

Mein Vater hat während meiner langen Busfahrt aus Recife einen Herzinfarkt erlitten. Als ich Rahel am nächsten Morgen nach 17h offline-Fahrt kurz vor Teresina anrief, überbrachte sie mir die schockierende Nachricht. Gott sei Dank war gerade meine Schwester Damaris bei ihm, die ihn rechtzeitig ins Spital fahren konnte.
Schon während den Tage zuvor hatte er Schmerzen in der Brust gespürt, doch selbst der Hausarzt vermutete die üblichen Schmerzen seiner immer wieder kehrenden Bronchitis.
In der Nacht brachte meine Schwester ihn dann in den Notfall.
Er musste dann zwei Eingriffe über sich ergehen lassen, wo ihm rechts und links an den Herzgefässen Stents implantiert wurden. Er selbst sagt er sei nun "runderneuert". Ende letzter Woche wurde er bereits aus dem Spital entlassen und hat nun die Therapie zur Erholung begonnen.
Nun muss er seine Doktorarbeit etwas gemächlicher angehen lassen. Die Turbulenten Zeiten seit dem Tod meiner Mutter hatten wohl auch ihren Tribut gefordert.
Er wird nun auch nicht wie geplant an Weihnachten nach Brasilien kommen können, um uns zu besuchen. Ausserdem hätte er am CMM-Kurs 3 Fächer unterrichtet. Nun muss ich kurzfristig neue Lehrer finden.
Wir sind aber Gott dankbar, dass nichts schlimmeres und es ihm den Verhältnissen entsprechend schon wieder sehr gut geht.

Samstag, 11. April 2015

Alles logisch!

Im Moment lernt Eliana in der Schule über die Rechte und Pflichten eines Kindes, auf der Basis eines Dokumentes, welches von der UNO herausgegeben wurde. In diesem Dokument geht es darum, dass  Kinder ein Recht auf Schutz, Schulbildung und Spielzeit haben, dass kein Kind wegen seiner Rasse, Sprache oder Religion diskriminiert werden darf, usw.
Irgendwie ist es absurd, dass die Kinder dies in der Schule lernen, aber gleichzeitig von 7.00-12.00 Uhr in der Schule sind und am Nachmittag nochmals etwa 3 Stunden Hausaufgaben machen müssen. Wo bleibt denn da die Spielzeit, auf welches die Kinder ja angeblich ein Recht haben?

Eines habe ich in den letzten 8 Jahren gelernt: Hier in Brasilien ist für uns Schweizer nicht immer alles logisch!

Freitag, 10. April 2015

Neuer Tagesablauf

Seit Montag gehen Eliana und Livia in die Schule. Dies hat unsUsus tercius legis
  gleich wieder in einen Kulturschock geführt, weil das Schulsystem so anders funktioniert als in der Schweiz. Unser Tagesablauf sieht jetzt folgendermassen aus:

5:45 Aufstehen und Frühstücken
6:40 Abfahrt in die Schule
7.00 Schulstart für Eliana
7:30 Schulstart für Livia
Morgens ist Simon meist im Büro und Rahel erledigt div. Aufgaben zu Hause
12:00 Schulschluss, Kinder abholen
12:30 Mittagessen
13:30 Siesta
14:30 Hausaufgaben
15:00 Zvieri
15:30 Hausaufgaben (Hier erhalten die Kinder fast von jedem Fach Hausaufgaben, so dass wir im Moment den ganzen Nachmittag damit beschäftigt sind mit den Kindern Aufgaben zu machen.)
18:30 Abendessen
20:00 Kinder ins Bett

Auch Simons Tagesablauf war heute ungewöhnlich:

Gestern kam ich um 23:00 von der ProSERTÃO-Sitzung im Rancho an, wo ich übernachtete.
05:30 Aufstehen
06:00 Abfahrt in Demerval Lobão, Kaffe und Kuchen beim Tanken an der Tankstelle
bis 09:00 280 km Nonstop nach Picos
09:00 CMM Sitzung mit Josué von Palavra da Vida
11:00 Abfahrt in Picos
11:45 Mittagessen in Churrascaria (Grillrestaurant) für ca. Fr. 3.-
12:00 Weiterfahrt 260km nach Crato
13:30 Altes Ehepaar am Wegrand aufgegabelt und 10km in die nächst Stadt gebracht
14:15 Frau mit Tochter die zur Schule musste (Schulbus kaputt) ca. 10km in das nächste Dorf gefahren
14:30 Hausierer mitgenommen und über den Glauben gesprochen
15:00 Ankunft in Crato
15:40 Treffen mit jungem Luteraner Missionar in Crato
16:00 Vorbereitungen für den Ethikkurs am Samstag
18:00 Abendessen und langes Gespräch über den Sertão mit dem jungen Missionar
19:00 Vorbereitungen und Einrichten des Schulsaales
21:30 Blogeintrag

Morgen habe ich dann von 8:00 bis 18:00 Unterricht. Am Sonntag fahre ich am Morgen wieder in 6-7h nach Teresina zurück.







Donnerstag, 9. April 2015

Im neuen Haus

Nun wohnen wir seit einer Woche in unserem neuen Haus. Wir sind sehr dankbar, dass wir nun endlich wieder einen festen Wohnort haben. Noch sieht es hier aber sehr chaotisch aus, denn das Putzen, Möbel aufstellen und Einräumen dauert seine Zeit. Da wir nun auch wieder im Projekt involviert sind, und die Schule angefangen hat, bleibt nicht mehr viel Zeit zum Einräumen.
Im letzten Monat konnten wir das Haus etwas renovieren und nachdem wir einen Lastwagen organisiert haben, kamen auch unsere eingelagerten Möbel von Barão de Grajaú nach Teresina. Zuerst mussten wir aber wieder putzen, denn in Brasilien putzt nicht diejenige Person, welche aus dem Haus auszieht, sondern jene, die einzieht. Auch unsere Möbel mussten wieder von Staub und Ungeziefern befreit werden. Endlich konnte Simon aber unsere Kleiderschränke aufstellen, so dass wir unsere Kleider nun nicht mehr aus dem Koffer nehmen müssen.

Mittwoch, 14. Januar 2015

Unsere Kinder können schon mal zur Schule "gehen"...

Wie ihr unten im Diagramm sehen könnt, ist das Ziel zur Deckung der Schulkosten für das Jahr 2015 bereits übertroffen worden. Wir sind sehr dankbar und überwältigt. Damit ist das aller nötigste für unsere Ausreise am 2. März gesichert. Wir danken den Spendern für ihre grosszügige Unterstützung!
Falls sich einige von euch auch gerne an der Spendenaktion beteiligt hätten, dürft ihr gerne das Projekt PróSERTÃO unterstützen, da es in diesem Jahr besonders grosse Auslagen für uns haben wird.  Darunter fallen "Kleinigkeiten" wie etwa ein Auto mit 7 Plätzen, damit die Kinder zur Schule "gefahren" werden können, und ein Anbau bei unserem zukünftigen Haus in Teresina. Diese Spenden können direkt an die SAM gehen mit dem Vermerk PróSERTÃO:

Schweizer Allianz Mission
Wolfensbergstrasse 47
CH-8400 Winterthur
PC-Konto: 84-1706-5
IBAN: CH58 0900 0000 8400 1706 5
Vermerk PróSERTÃO

Update! Das Bild des Autos wurde geändert (früher Nissan Grand Livina, neu Fiat Doblò), weil die Mission sich uns für ein anderes entschieden hat.



Donnerstag, 20. November 2014

Kleine Kinder, kleine Sorgen, grosse Kinder, höhere Kosten!

Fundraising Schulkosten 2015

Wir sind Gott wirklich dankbar, dass er uns bisher immer sehr gut versorgt hat, obwohl wir bloss von freiwilligen Spenden leben. Zudem sind unsere Unterstützer in den letzten Jahren sehr treu geblieben, so dass der Eingang in den 8 Jahren in der Ferne kaum rückläufig war. Beispiel: Ein Ehepaar hat uns die Stornierung ihrer monatlichen Unterstützung über ein Jahr im voraus angekündigt. Das ist Treue!
Unsere Kinder sind aber grösser geworden und damit steigen auch unsere monatlichen Unterhaltskosten. Nein, soviel mehr Verspeisen unser kleinen Mädchen noch nicht, dass wir das nicht mehr bezahlen könnten. Sie müssen in die Schule!

Freitag, 27. Juni 2014

Webalben Familientreffen

Einige Fotos von Ausflügen und Treffen mit Verwandten in der Schweiz:

Montag, 2. Juni 2014

Monika Reifler Lebenslauf

Dieser Lebenslauf wurde anlässlich ihrer Abdankung am 23. Mai 2014 vorgetragen:



Familie und Kindheit


Unsere Mutter, Monika Reifler, geborene Sägesser, wurde am 27. August 1948 als zweites von insgesamt sechs Kindern in eine evangelische Familie hineingeboren, mit einer grossen Liebe zur weltweiten Missionsarbeit.
Bereits ihr Urgrossonkel, Samuel Sägesser, wurde von der Basler Mission als Pfarrer in die USA gesandt, wo er unter Schweizer Auswanderern während 38 Jahren arbeitete. Ihre Grosstante, Gritli Sägesser war Missionarin der Basler Mission in Indien und später als Frauenreferentin tätig. Sie schrieb acht Bücher, die man in der Bibliothek des TSC finden kann.
Ihr Vater Fritz Sägesser studierte während der Kriegsjahre des zweiten Weltkrieges auf St. Chrischona und wurde anschliessend Pfarrer des Evangelischen Gemeinschaftswerkes.
Zur Geburt unserer Mutter erhielt er von einer Bauernfamilie auf der Unterlangenegg 246 Eier. Dem Pfarrerkollegen auf der Schwarzenegg brachte er den Zehnten dieser Eier. Der Rest wurde in Bülacher Flaschen eingemacht.
Primar und Sekundarschulzeit verbrachte sie in Wangen an der Aare.
Mit 16 Jahren ging sie für ein Jahr als Au Pair nach Genf, wo sie in der Stadtmission eine geistliche Heimat fand.
Mit 17 Jahren begann sie Sonntagschule zu geben, weil sie Kinder so liebte.
Anschliessend besuchte sie die Evangelische Mädchenoberschule in Bern und das Seminar. Während vier Jahren arbeitete sie als Kindergärtnerin in Worb. Ihre erste Klasse 1969 hatte 38 Kinder, die sie zu bändigen hatte.

Hochzeit und Ausbildung


1969 lernte sie anlässlich der Hochzeit ihrer besten Jugendfreundin ihren zukünftigen Mann Hans Ulrich Reifler kennen. Sie verlobten sich an Ostern 1970. Am 26. August 1972 fand die Hochzeit statt. Die unvergesslichen Flitterwochen klapperten sie in einem alten VW Käfer kreuz und quer durch Griechenland auf den Spuren des Apostels Paulus und sicherlich auch nicht schneller als dieser.
1972 und 73 leitete das frisch vermählte Ehepaar die Mitternachtsmission in Bern, gefolgt von einem neun monatigen Aufenthalt zum Sprachstudium in London, wo sie regelmässig am Sonntagmorgen die Gottesdienste von Dr. John Stott besuchten.
Nach einem Studienjahr auf St. Chrischona wurde ihnen am 5. März 1976 ihr erster Sohn Simon geschenkt.

Brasilien


Im Herbst 1976 reiste die junge Familie mit der Schweizer Allianz Mission nach Brasilien, um zunächst in Belém während neun Monaten die Sprache zu studieren und die Kultur kennen zu lernen.
Es folgen drei Jahre Gemeindearbeit in Teresina Piauí, wo ihnen die Töchter Damaris und Angela geschenkt wurden.
Nach dem ersten Heimataufenthalt wurde die fünfköpfige Familie ans Theologische Seminar in São Luis berufen, wo sie bis zu ihrer definitiven Rückkehr 1991 dienten. Monika leitete den Seminarchor, unterrichtete das Modul Christliche Familie, gab angehenden Pastorenfrauen Flötenunterricht und wirkte mit in der örtlichen Frauenarbeit der Gemeinde. Sie unterstützte ihren Mann bei mehreren Gemeindegründungsprojekten. 1987 schenkte ihnen Gott Michael Reifler, ihren jüngsten Sohn.
Riehen und St. Chrischona
Im Sommer 1991 kehrte die Familien in die Schweiz zurück. Von 1991 bis 97 diente Monika als Pfarrfrau in der Freien Evangelischen Gemeinde, Riehen, wo sie sich aktiv in der Kinder- und Frauenarbeit engagierte.
Ab 1997 kam der Wechsel ans Theologische Seminar St. Chrischona, wo Monika ein Semester lang als Gastdozentin unterrichtete, mithalf als grosszügige Gastgeberin der Lebensgruppen, die sich in ihrem Haus versammelten.
Zusammen mit ihrer Freundin Ilse Born leitete sie die Studierenden der dreijährigen Ausbildung an, biblische Erzählfiguren zu erstellen.
In der Gemeinde auf St. Chrischona half sie mit, die Golden Age Gruppe aufzubauen.
Während 16 Jahren erteilte sie als Katechetin der Evangelisch Reformierten Kirche Basel Stadt im Wasserstelzen Schulhaus Riehen bis Ende Januar 2014 Religionsunterricht.

Krankheit

Die Diagnose der schweren Krebserkrankung im Februar dieses Jahres war wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Es stellte sich bald heraus, dass der Krebs unheilbar war.
Wir sind Gott dankbar, dass die auf der ganzen Welt verstreute Familie am 8 März nochmals beieinander sein durfte.
Nach dreimonatiger Krankheit wurde Monika Reifler kurz vor Mittag des 20. Mai 2014 von ihrem Leiden erlöst.

Ehrung


Unsere Mutter wird uns für immer als eine unermüdliche fürsorgliche Frau in Erinnerung bleiben. Sie war auch eine wahre Heldin des Glaubens, die ihre Kinder über alles liebte und dennoch bereit war sie während Jahren in die Hände anderer an zu vertrauen, damit sie mit ihrem Ehemann sich ganz für die Sache ihres Herrn Jesus einsetzen konnte und die Kinder eine gute Ausbildung geniessen durften.
Sie war eine fröhliche Natur und sprühte vor Kreativität. Trotzdem bewies sie grosse Leidensfähigkeit, Durchhaltewillen und Treue während vielen Jahren in der Mission, als Mutter von vier oft schwierigen Kindern und als Ehefrau eines, sagen wir mal, sehr „einseitig begabten Ehemannes“. In all dem, und vor allem auch in der Krankheit und in den letzten Stunden ihres Lebens, wurde sie von der Kraft getragen, die aus dem tiefen Glauben an einen Gott kommt, der die Menschen so sehr liebt, dass er seinen einzigen Sohn für uns gab, auf dass wir und auch sie selbst ewig in Frieden in der Gemeinschaft mit Gott Leben dürfen.

Donnerstag, 13. Februar 2014

Gesundheitszustand von Simons Mutter

Am letzten Samstag haben wir erfahren, dass Simons Mutter ins Spital eingeliefert worden war, weil sie Mühe hatte einfache Rechenaufgaben zu lösen und ständig die Orientierung verlor.
Nach einem MRI stellte sich dann heraus, dass sie 2 Hirntumore hat. Einer davon ist bösartig und sehr schnell wachsend. Die Ärzte warnten meinen Vater schon, er müsste mit dem schlimmsten rechnen.
Sie blieb vorerst im Spital (Rheinfelden) auf Beobachtung, doch scheinbar entwickelt sich ihr mentaler Zustand von Tag zu Tag zum schlechteren.
Heute Freitag wird sie ins Unispital Basel transferiert und einer Hirnoperation zur Entnahmen der Biopsieprobe unterzogen. Da der Tumor mitten im Hirn ist, besteht bereits bei der Operation eine kleine Lebensgefahr.
Ende nächster Woche wissen wir dann genau, um was für einen Krebs es sich handelt und wie er behandelt werden kann und wie gross de geschätzten Heilungschance bzw. Lebensdauer sind.
Wir werden uns dann ernsthaft damit beschäftigen, ob eine vorzeitige Rückkehr in die Schweiz nötig wird.
Unsere Wohnung und seit gestern sogar unser Auto warten bereits auf uns. So hat der Herr für uns schon für den Notfall vorgesorgt. Doch wir wollen keine voreiligen Entscheidungen treffen.
Wir bitten, dass ihr für uns betet und dass unser Herr ein Wunder tut. Wir wollen uns aber seinem Willen unterstellen und wissen das alles zum Guten dient.

Donnerstag, 26. September 2013

Kinderlogik

Etwas lustiges aus unserem Alltag:
Eliana (5) erzählt mir mit grossem Entusiasmus, was sie letzte Nacht geträumt hat. Detailliert erklärt sie, was genau passiert ist und wer in ihrem Traum vorkam. Auf einmal mein Livia (3), welche auch mithört, dass sie dasselbe geträumt hat. Nach kurzem überlegen meint Eliana: "Stimmt, du warst ja auch mit dabei!"

Sonntag, 14. April 2013

Gehen ist besser als kriechen!

Livia Milena läuft seit zwei Woche fast nur noch. Sie hat nun gemerkt, dass dies doch viel besser ist als schnaggen (kriechen). Man kann dann sogar Dinge herumtragen wie einen Ball.
Update: Natürlich ist es Milena, die läuft und nicht Livia, denn die ist ja schon 3 Jahre alt...

Freitag, 2. November 2012

Erster Regen nach den Ferien

Heute hat es zum erstenmal geregnet seit... wir wissen es nicht einmal mehr. Wahrscheinlich war es im Juni.
Sofort kühlt es ab und das Unwetter bringt kühlen Wind und wir frieren schon bei feuchten 30° abends. In den letzten Wochen gab es unglaublich heisse Nächte, die wir nicht ausgehalten hätten ohne Klimaanlage. Oft war auch diese überfordert und hat die Temperaturen im Zimmer kaum unter 28° gebracht.
Die heissen Tage von regelmässig ca 40° im Schatten haltet man ja noch aus, wenn man weiss, dass man sich nachts abkühlen kann. Doch wenn das auch nicht mehr hilft, dann kann man nur noch flüchten.

Flucht in die Strand- und Shoppingferien

Das haben wir Letzte Woche getan! Wir sind in die Ferien nach São Luis ans Meer geflüchtet. Dort weht ständig ein vom Meer kommender kühler Wind und es herrschen moderate Temperaturen. So hatten wir schöne Strand- und Shoppingferien, denn wenn wir endlich in einer Grossstadt sind, dann decken wir uns in den riesigen Shoppings wieder mit Kleidern ein. Eliana und Livia wollen dann nichts anderes, als in den McDonalds ein Happy Meal mit einem Spielzeug bestellen.
Gewohnt haben wir bei Freunden, die ein Swimmingpool im Garten haben. Wir haben die Zeit richtig genossen!

Livia ist nun drei Jahre alt:


Dienstag, 21. Februar 2012

Perfektes Timing und profetische Weitsicht


Am 3. Februar fand sich dieser Eintrag im Gebetsbrief der Schweizer Allianz Mission. An diesem Tag beteten wohl hunderte von Menschen für uns. Genau an diesem Tag ist Milena zur Welt gekommen.
Wir danken Gott, dass er so gut für uns sorgt und am richtigen Tag die Leute für uns beten lässt. Die Geburt ging zwar sehr schnell aber nicht ohne Schreckmomente. Milena wäre nämlich fast "stecken geblieben", was eine Notfalloperation zur Folge gehabt hätte. Doch dank der schnellen Reaktion des Arztes und der Hilfe eines Krankenbruders und des werdenden Vaters ging alles gut. 
Wir danken auch allen Betern, die an diesem Tag für die Geburt beteten, ohne zu wissen, dass sie gleichzeitig stattfand.
Hier möchte ich auch Albert Zimmerli vom SAM-Büro danken, der mit profetischer Weitsicht alle zwei Monate den Gebetsbrief zusammen stellt.
Wir Missionare müssen normalerweise 2-3 Monate vor dem erscheinen des Gebetsbriefes bereits Gebetsanliegen senden. Es ist nicht immer einfach zu wissen, wofür man in zwei Monaten Gebet braucht.
Doch dieses Ereignis könnte den ein oder anderen animieren den Gebetsbrief zu bestellen und auch zu gebrauchen. Einfach oben auf Support drücken und das richtige Feld ankreuzen.

Freitag, 3. Februar 2012

Milena Reifler, *03.02.2012


Milena ist am 3. Februar um 12:25 in Floriano zur Welt gekommen. Sie ist 3770g schwer und 51cm lang. Die Geburt verlief sehr gut und Milena und Rahel sind wohl auf (den Umständen entsprechend).
Wir sind nun wirklich froh, dass das Kind da ist und die mühsame Schwangerschaft zu Ende gegangen ist.
Valter und Rozi, unsere Mitarbeiter, schauen heute zu Eliana und Livia. Sie haben uns heute abend schon besucht und wollten sich fast nicht mehr von ihrem kleinen Schwesterchen trennen.

Dienstag, 12. April 2011

Bilder unserer Ferien

Nun ist es schon eine Woche her, seit wir aus den Ferien aus Porto de Galinhas zurück gekehrt sind. Livias Gotti Andrea hat uns begleitet. Am Donnerstag reist sie zurück in die Schweiz.
Inzwischen sind die Fotos und Filmchen mit unserer schwachen Internetverbindung hochgeladen.

Wer die Bilder direkt auf Picasa anschaut kommt noch in den Genuss von zwei lustigen Filmchen.

Mittwoch, 24. November 2010

Was mache ich mit meinen Mädchen heute Nachmittag?

Genau diese Frage stelle ich mir oft, wenn ich um 15.00 Uhr Eliana und Livia vom Mittagsschlaf aufwecke. Diese Frage ist hier im Piauí nämlich gar nicht so leicht zu beantworten. Spaziergänge machen, auf den Spielplatz gehen oder die Tiere auf dem Bauernhof anschauen sind hier keine Optionen mehr. In der prallen Nachmittagssonne bei 40° und auf den verlotterten Trottoir kann man einfach nicht Spazieren gehen. Auf die Spielplätze, die es nur bei Restaurants gibt, kann man frühstens ab 17.30 Uhr, wenn die Sonne schon fast untergegangen ist. Um dieses Zeit denke ich schon langsam daran das Nachtessen vorzubereiten. Der nächste "Bauernhof" liegt einige Kilometer weit entfernt und sind nicht offen für das "Publikum". Was nun also tun, was sinnvoll ist, uns Freude macht und sogar noch anderen Menschen eine Freude machen würde?
Jemanden besuchen! Ja, das habe ich früher mit Eliana oft gemacht. Mit zwei kleinen Kindern gestaltet sich das aber schon einiges schwieriger, wie ich herausfinden musste. Bis ich uns alle geduscht und anständig angezogen habe (hier kann man einfach nicht ohne vorher zu duschen in ein anderes Haus), sind wir alle schon wieder verschwitzt und wünschen uns die nächste Dusche! Wenn wir dann endlich angekommen sind, kommt es oft vor, dass ich mehr damit beschäftigt die Kinder davon abzuhalten mit der Dekoration unserer Gastgeber zu spielen oder Streit zu schlichten, weil beide mit demselben mitgebrachten Spielzeug spielen möchten, als mit dem Gastgeber ein Gespräch zu führen. Am besten ist es, wenn wir zu jemandem gehen der selbst Kinder hat. Ehrlich gesagt, fehlt mir bei dieser Hitze hier oft die Kraft und die Motivation aus dem Haus zu gehen.
Wir können auch einkaufen gehen. Das Gute daran ist, dass die meisten Supermärkte klimatisiert sind. Aber einkaufen gehen muss man auch nicht jeden Tag! Das könnte sonst teuer werden!
Oder wir bleiben einfach zu Hause. Es kommt dann immer wieder vor, dass Kinder aus der Gemeinde oder Nachbahrskinder zum Spielen zu uns kommen. Dann haben Eliana und Livia wenigstens etwas Gemeinschaft und müssen nicht den ganzen Tag "nur" mit ihrer Mutter spielen. Für mich bleibt aber nichts anderes übrig als zu Haushalten, was hier in Brasilien wirklich nie ein Ende hat. Dinge wie E-mails schreiben, Sonntagschule vorbereiten oder andere Schreibarbeiten erledigen, kann ich erst am Abend, wenn Ruhe eingekehrt ist. Obwohl sich die Kinder meist selbst beschäftigen, kommt trotzdem immer wieder eins angerannt und will entweder Wasser trinken oder gehalten werden, oder, oder, oder...
Was mache ich mit meinen Mädchen heute Nachmittag? Diese Frage wird mich wahrscheinlich noch lange begleiten und ich werde sie auch nie ganz befriedigend beantworten können, wer kann das schon? Manchmal gibt es Tage, da schau ich am Abend zurück und freue mich darüber, was wir an diesem Tag erreicht haben, gemeinsam unternehmen konnten oder was für ein gutes Gespräch ich mit jemandem führen konnte. Sehr oft kommt es aber vor, dass ich einfach nur froh bin, dass wieder ein Tag vorbei ist und ein unbefriedigendes Gefühl bleibt zurück.

Montag, 6. September 2010

Erst am Anfang einer langen Reise!

Nachdem wir die ersten zwei Nächte 04:00 erwacht sind, weil Livia ihre innere Uhr noch nicht auf die brasilianische Zeitzone umgestellt hatte und nur noch spielen wollte, pendelt sich langsam der neue Rhythmus ein. Gestern erwachte sie um 05.30 heute um 06:00.
Wir haben nun auch wieder den Überblick erlangt, über was in welchem der 8 Koffer steckt.
Doch wir sind erst am Anfang einer langen Reise (Bild: Rahel und Eliana am Gate in Zürich).
Noch wissen wir nicht, wie die 8 Koffer am Samstag wieder nach São Paulo zum Flughafen gelangen. Dort fliegt um Uhr 11.00 unsere Maschine nach Fortaleza.
Leider fliegt unser Anschlussflug nach Teresina zur gleichen Zeit ab, wie unser Flug von São Paulo in Fortaleza landet. Deshalb müssen wir eine Nacht im Hotel verbringen.
Am Sonntag schliesslich fliegen wir um Uhr 14:30 nach Teresina. Weil dieser Flug aber nicht im Internationalen Ticket eingeschlossen ist, dürfen wir nur 23kg pro Person mitnehmen.
Wahrscheinlich werden wir für 111kg Übergewicht bezahlen müssen. Wenn es zu teuer werden sollten, müsste im schlimmsten Fall Simon alleine mit dem Bus nach Teresina reisen. Wer mit dem Bus reist kann praktisch so viel Gepäck mitnehmen wie er will.
Doch erst hoffen wir einmal auf einen "jeitinho" beim einchecken.

Sonntag, 5. September 2010

Gut angekommen!

Endlich sind wir in Campinas! Wir haben viel erlebt auf unserer Reise und ich könnte nicht alles hier erzählen, sonst würde dies ein sehr langer Eintrag den niemand lesen würde. Deshalb das wichtigste in Form von einem Telegramm:
  • Abschied war traurig
  • Einchecken ging "wunderbar" (gleich mehr dazu)
  • Service bei der SWISS war sehr schlecht (Andrea Heiniger hat uns gefehlt!!!)
  • Alle Koffer gut angekommen
  • Super schnell und problemlos durch die Pass- und Zollkontrolle durchgekommen
  • Gemieteter Wagen erst nach einem halben Marathonlauf zwischen den Terminals erhalten
  • Wir sind nach 100km in Campinas gut angekomme
  • Gastgeber Fernando und Jeane sind sehr freundlich
  • 1. Nacht war schlecht (Kinder sind noch nicht umgestellt)
Mehr Details kommen später!