Mittwoch, 31. Dezember 2008

Wo der Schwanz wedelt, da ist mein Zuhause!

Wir haben unseren Hund "Pretinha" schnell in unsere Familie eingeschlossen. Um so grösser war die Enttäuschung als er am 23. Dez. verloren ging. Die Leute machten uns wenig Hoffnungen, dass er wieder gefunden würde. Einen solch kleinen schönen Hund würde jeder behalten, sagten sie.Wir dachten schon, dass es die traurigsten Weihnachten werden, die wir je erlebt hatten: Weit weg von zu Hause in der Hitze, wo kaum weihnachtliche Stimmung aufkommt, und nun noch dies!Trotzdem hingen wir einige Plakate auf und beteten Gott möge irgendwie den Hund zurückbringen. Am 24. brachte eine Frau den kleinen Hund wieder nach Hause. Sie hatte über Umwege von den Plakaten gehört. Sie kannte nur die Strasse aber nicht das Haus in dem wir wohnten. Sie klingelte einfach beim Haus, vor dem Pretinha mit dem Schwanz zu wedeln begann: unser Haus! Die Freude war riesig. Besonders bei Eliana. Sie liebt ihn über alles! Für uns alle war dies das schönste Weihnachtsgeschenk und wir Danken Gott dafür!
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Montag, 29. Dezember 2008

10 Tips für's Fahren auf schlechten Strassen in Brasilien


1. Höchstes Gebot: Du musst wissen wo deine Räder sind!
Selten wirst du mit dem ganzen Auto ein Loch umfahren können. Du musst dann eher den Weg des geringsten Schadens deiner Räder kennen. Mit der richtigen Linienwahl und gutem Zielen kommt man mit gutem Tempo unbeschadet mitten durch die Löcher hindurch.
2. Auf der Gegenfahrbahn fährt sich's immer besser...
Ähnlich wie das Gras des Nachbarn... dort ist der Asphalt einfach schöner. Aber Achtung auf die entgegenkommenden Fahrzeuge: Sie könnten dieselbe Idee haben!
3. Wenn gar nichts mehr nützt, dann gibt es noch den Randstreifen
Der ist meist nicht asphaltiert und im Schotter gibt es weniger Schlaglöcher. Doch aufpassen beim wieder auffahren auf die Piste: Die Absätze können hoch sein, besonders wenn viele Lastewagen denselben Umweg über den Schotter gefahren sind.
4. Die Strecke kennenlernen
Mit etwas Orientierungssinn und Erinnerrungsvermögen wirst du die schlechtesten Stellen auf dem Hinweg kennen lernen. Schaue deshalb nicht nur auf deine Spur sondern studiere deinen Rückweg auf der Gegenfahrbahn. Doch auch hier musst du eines Wissen: ein einziger starker Regen, kann böse Überraschungen hervorbringen und die "Löcherlandschaft" auf einen Schlag verändern.
5. Im Falles eines Reinfalls... in ein Schlagloch
Mache bei hoher Geschwindigkeit nur leicht Ausweichmanöver. Weiche so aus, dass du mindestens noch einige Zentimeter deines Reifens auf der unbeschädigten Piste hälst, dann passiert (fast) nichts. Bremse VOR dem Loch, jedoch nie IN dem Loch: Das multipliziert den Schaden! Meist ist es besser im Notfall mit Geschwindigkeit über ein Loch zu segeln als mit blockierten Rädern hinein zu rasslen.
6. Bei 130km kommt die Federung nicht nach
Löcher entstehen wegen den Lastwagen die 80 fahren und haben bei dieser Geschwindigkeit die verheerendsten Auswirkungen. Fahre über kleinere Löcher schneller, also um einiges schneller als 80, oder um einiges langsamer als 80. Ersteres auf eigenes Risiko!
7. Überholen nur nach Sichtkontakt
Sei dir beim Überholen eines Lastwagens sicher, dass er dich gesehen hat, weil er sonst weiter Schlangen fährt um den Löcher auszuweichen. Verschaffe dir während des Überholens durch lautes Hupen Gehör sonst wirst du von 60Tonnen überrollt!
8. Lebende Hindernisse
Kühe: Sind sehr träge, hören auf Hupen und gehen aus dem Weg. Doch das Zussammentreffen mit einer Kuh kann zum Tod sämtlicher Mitfahrer führen.
Esel: Noch träger, hört überhaupt nie auf Hupen, macht immer was er will, am gefährlichsten: Traue nie einem Esel! Du musst ihn respektieren und immer weit umfahren!
Ziegen und Hunde: Flink, hören auf Hupen, kann man im Notfall überfahren, mittelschwere Schäden am Auto.
9. Lombadas
Da Geschwindikeitsbegrenzungen in Brasilien nichts nützen werden nahe Wohngebieten "Lombadas" (Strassenschwellen) zur Geschwinigkeitsregulierung gebaut. Achtung: Die meisten kommen ohne Vorwahrnung!
10. Beten
Manchmal hilft nur noch beten! Uns hat es schon oft geholfen!

Samstag, 27. Dezember 2008

Ein besonderer Adventskalender

Dieses Jahr haben wir einen ganz besonderen Adventskalender erhalten. Für jeden Adventstag erhielten wir einen Brief von Mitgliedern der FEG Bern. Fast alle Briefe sind angekommen, die meisten sogar zur richtigen Zeit.
Die persönlichen Briefe haben uns sehr ermutigt und manchmal tief bewegt. Sie gaben uns einen Einblick in den Alltag der Gemeindeglieder die uns in der Schweiz im Gebet und auch finanziell unterstützen. Wir danken allen, die bei dieser Aktion mitgemacht haben!
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Donnerstag, 18. Dezember 2008

Weg, von den Drogen!

Auch in unserem Quartier werden Drogen gehandelt, obwohl es als eines der Quartiere gilt mit am wenigsten Kriminalität. Scheinbar wohnen in der Strasse unserer Gemeinde gleich mehrere Drogenhändler. Was uns am meisten besorgt ist, dass sehr harte Drogen, insbesonderer "Crack" gehandelt werden.
Frau Militana, ein Mitglied unserer Gemeinde hatte die Folgen der Drogensucht in ihrem Haus erlebt. Ihr Sohn wurde abhängig und begann alles was irgend einen Wert hatte zu verkaufen. Als er dann ihre wertvollen über viele Jahre gesammelten Bettdecken verkauft hatte, war das Fass voll. Sie musste ihren eigenen Sohn anzeigen!
Schliesslich konnten wir Hussi (eigentlich Rosemberge) gemeinsam überzeugen, dass es so nicht weitergehen könne, weil er nicht nur dran war sein Leben sondern auch das seiner Mutter und seines 1 jährigen Sohnes zu zerstören. Nach langem hin und her entschied er sich für einen Entzug in einer Christlichen Institution (Teen-Challange) in einer Stadt ca. 1200km entfernt. Ich (Simon) brachte ihn und seine Mutter zum Busbahnhof.
Nun ist Hussi erst eine Woche im dort und hatte schon oft den Gedanken auf zu geben. Wir beten dass er 9 Monate durchhält und wirklich frei werden kann.
Gestern haben wir Militana wieder besucht. Sie ist erleichtert. Wegen ihrer tiefen Sorgen hatte sie unter Depressionen, Kopfschmerzen, Magenbeschwerden und ständiger Schlaflosigkeit gelitten. Nun geht es ihr viel besser.

Montag, 8. Dezember 2008

Zuwachs in der Familie

Seit Freitag haben wir einen kleinen Hund. Er ist bereits Elianas bester Freund. Ich denke kaum, dass das arme Tier ihre Gefühle teilt ( ;
Sollte eigentlich auf den Namen "Pretinha" (übersetzt: Schwarzli) hören, was er aber noch nicht tut. Er ist auch nur 1 Monat alt und ist gar kein Er sondern eine Sie. Der Vater ist ein Rassenhund und die Mutter eine "Vira-Lata" (übers. "Büchsenumdreher"), d.h. eine Strassen Mischung.

Montag, 1. Dezember 2008

Positiver Wachstumstrend!

Gestern im Gottesdienst hat sich Adenora für Jesus entschieden. PTL! Wir glauben, dass Gott gleich in zweierlei Hinsicht am Werk ist:
1. Es ist schon eine Weile her, seit jemand sich für Jesus entschieden hat. Doch meist gewinnen dann andere den Mut ebenfalls eine Entscheidung zu treffen. Gottesdienste und Kleingruppentreffen im Haus der Neubekehrten geben uns neuen Zugang zu Menschen, die das Evangelium noch nie gehört haben.
2. Adenora ist die Schwester unserer Gastgeberin "Marias das Dores" in Boi Laranjo. Die Leute die in die Stadt gezogen sind, sind immer offener und mutiger eine grosse Veränderung in ihrem Leben zu zu lassen, als ihre Verwandten, welche noch im Innland leben. Doch die Städter gelten oft für die Innländer als Vorbilder. Wir hoffen nun dass einige Familienmitglieder in Boi Laranjo Adenoras Beispiel folgen werden.