Selten wirst du mit dem ganzen Auto ein Loch umfahren können. Du musst dann eher den Weg des geringsten Schadens deiner Räder kennen. Mit der richtigen Linienwahl und gutem Zielen kommt man mit gutem Tempo unbeschadet mitten durch die Löcher hindurch.
2. Auf der Gegenfahrbahn fährt sich's immer besser...
Ähnlich wie das Gras des Nachbarn... dort ist der Asphalt einfach schöner. Aber Achtung auf die entgegenkommenden Fahrzeuge: Sie könnten dieselbe Idee haben!
3. Wenn gar nichts mehr nützt, dann gibt es noch den Randstreifen
Der ist meist nicht asphaltiert und im Schotter gibt es weniger Schlaglöcher. Doch aufpassen beim wieder auffahren auf die Piste: Die Absätze können hoch sein, besonders wenn viele Lastewagen denselben Umweg über den Schotter gefahren sind.
4. Die Strecke kennenlernen
Mit etwas Orientierungssinn und Erinnerrungsvermögen wirst du die schlechtesten Stellen auf dem Hinweg kennen lernen. Schaue deshalb nicht nur auf deine Spur sondern studiere deinen Rückweg auf der Gegenfahrbahn. Doch auch hier musst du eines Wissen: ein einziger starker Regen, kann böse Überraschungen hervorbringen und die "Löcherlandschaft" auf einen Schlag verändern.
5. Im Falles eines Reinfalls... in ein Schlagloch
Mache bei hoher Geschwindigkeit nur leicht Ausweichmanöver. Weiche so aus, dass du mindestens noch einige Zentimeter deines Reifens auf der unbeschädigten Piste hälst, dann passiert (fast) nichts. Bremse VOR dem Loch, jedoch nie IN dem Loch: Das multipliziert den Schaden! Meist ist es besser im Notfall mit Geschwindigkeit über ein Loch zu segeln als mit blockierten Rädern hinein zu rasslen.
6. Bei 130km kommt die Federung nicht nach
Löcher entstehen wegen den Lastwagen die 80 fahren und haben bei dieser Geschwindigkeit die verheerendsten Auswirkungen. Fahre über kleinere Löcher schneller, also um einiges schneller als 80, oder um einiges langsamer als 80. Ersteres auf eigenes Risiko!
7. Überholen nur nach Sichtkontakt
Sei dir beim Überholen eines Lastwagens sicher, dass er dich gesehen hat, weil er sonst weiter Schlangen fährt um den Löcher auszuweichen. Verschaffe dir während des Überholens durch lautes Hupen Gehör sonst wirst du von 60Tonnen überrollt!
8. Lebende Hindernisse
Kühe: Sind sehr träge, hören auf Hupen und gehen aus dem Weg. Doch das Zussammentreffen mit einer Kuh kann zum Tod sämtlicher Mitfahrer führen.
Esel: Noch träger, hört überhaupt nie auf Hupen, macht immer was er will, am gefährlichsten: Traue nie einem Esel! Du musst ihn respektieren und immer weit umfahren!
Ziegen und Hunde: Flink, hören auf Hupen, kann man im Notfall überfahren, mittelschwere Schäden am Auto.
9. Lombadas
Da Geschwindikeitsbegrenzungen in Brasilien nichts nützen werden nahe Wohngebieten "Lombadas" (Strassenschwellen) zur Geschwinigkeitsregulierung gebaut. Achtung: Die meisten kommen ohne Vorwahrnung!
10. Beten
Manchmal hilft nur noch beten! Uns hat es schon oft geholfen!
Diese Liste können wir als ehemalige Osteuropafahrer hundertprozentig unterschreiben. Dort kommen noch nebne Eseln etc. die betrunken Velofahrer nachts ohne Beleuchtung und Pferdefuhrwerke hinzu. Also, wir können uns in eure Situation hineinfühlen! Mit dem LKW hat man praktischerweise mehr Ferderung und breitere Reifen :-) und spürt nicht so schnell wie sich das Bodenblech unter den Füssen durchbiegt :-)
AntwortenLöschenGottes Segen & Bewahrung bei allen Fahrten
eure Christoph & Reini