Auch in unserem Quartier werden Drogen gehandelt, obwohl es als eines der Quartiere gilt mit am wenigsten Kriminalität. Scheinbar wohnen in der Strasse unserer Gemeinde gleich mehrere Drogenhändler. Was uns am meisten besorgt ist, dass sehr harte Drogen, insbesonderer "Crack" gehandelt werden.
Frau Militana, ein Mitglied unserer Gemeinde hatte die Folgen der Drogensucht in ihrem Haus erlebt. Ihr Sohn wurde abhängig und begann alles was irgend einen Wert hatte zu verkaufen. Als er dann ihre wertvollen über viele Jahre gesammelten Bettdecken verkauft hatte, war das Fass voll. Sie musste ihren eigenen Sohn anzeigen!
Schliesslich konnten wir Hussi (eigentlich Rosemberge) gemeinsam überzeugen, dass es so nicht weitergehen könne, weil er nicht nur dran war sein Leben sondern auch das seiner Mutter und seines 1 jährigen Sohnes zu zerstören. Nach langem hin und her entschied er sich für einen Entzug in einer Christlichen Institution (Teen-Challange) in einer Stadt ca. 1200km entfernt. Ich (Simon) brachte ihn und seine Mutter zum Busbahnhof.
Nun ist Hussi erst eine Woche im dort und hatte schon oft den Gedanken auf zu geben. Wir beten dass er 9 Monate durchhält und wirklich frei werden kann.
Gestern haben wir Militana wieder besucht. Sie ist erleichtert. Wegen ihrer tiefen Sorgen hatte sie unter Depressionen, Kopfschmerzen, Magenbeschwerden und ständiger Schlaflosigkeit gelitten. Nun geht es ihr viel besser.
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