Mittwoch, 18. Juli 2007

Reiflers in der Schweiz

Liebe Freunde
Wie die meisten von euch sicher wissen, werden wir vom 26. Juli bis am 14. August in der Schweiz sein. Wir freuen uns darauf euch wiederzusehen und besonders auch an der Hochzeit von Simon Schwester teilnehmen zu koennen. Simon wird dort die Traupredigt halten. Da die Zeit in der Schweiz fuer uns sehr kurz sein wird, koennen wir euch nicht persoenlich besuchen. Wir moechten euch aber ganz herzlich einladen an einem der folgenden Anlaesse in den Gemeinde teilzunehmen, damit wir euch doch noch sehen koennen und ihr auch gleich Berichte aus unserer Arbeit hoeren und je nachdem auch sehen und schmecken koennt.
  • Donnerstag 2. August Gebetsstunde FEG Langenthal 20.00 Uhr
  • Sonntag 5. August Gottesdienst FEG Bern 9.00 Uhr (anschliessend sind wir in der Sandwichbar!)
  • Dienstag 7. August Missionsgebetsstunde FEG Bern 15.00 Uhr und 20.00 Uhr
  • Samstag 11. August JGOase FEG Langenthal 20.00 Uhr
  • Sonntag 12. August Gottesdienst FEG Langenthal 9.30 Uhr (anschliessend gemeinsames Picnic im Untergeschoss, jeder bringt Essen selber mit!)

Reserviert euch doch eines der Daten in eurer Agenda! Wir sind gespannt euch zu sehen und ihr seid sicher gespannt darauf wie wir aussehen (z.B. Rahel mit Bauch! ;-)

Ganz liebe Gruesse aus dem heissen Piauí (im Moment ist es 35 Grad in unserem Haus)!

Montag, 16. Juli 2007

Unvergesslicher Sonntag für Brasilien

Der Sonntag war für Brasilien eizigartig von Erfolgen im Sport geprägt:
Gleich 3:0 schlug die brasilianische B-Seleção (d.h. Nationalteam, ohne Ronaldinho und Kaka) den hoch favorisierten Erzrivalen Argentinien im Finale der Copa America (vergleichbar mit Europameisterschaft, die 08 in der CH stattfindet).
An den Volleyballweltmeisterschaft (Volleyball ist nach Fussball und F1 die wichtigste Sportart) wurde Brasilien am selben Tag zum 7. mal hintereinander Weltmeister.
Geleichzeitig findet in Brasilien der grösste Sportanlass, den das Land jemals organisierte:
Die Panamerikanischen Spiele, die hier liebevoll Pan 2007 genannt werden (eine Art Olympische Spiele für die Länder des amerikanischen Kontinents). Mit diesen Spielen wollen die Brasilianer beweisen, dass sie bereit sind die Olympischen Spiele in näherer Zukunft aus zu tragen.
Eben an diesem Sonntag gewann der Taekwando Kämpfer Diogo Silva die erste Goldmedaille im eigenen Land. Viele weitere sollen folgen, so die Hoffnungen der Gastgeber, deren Sporteler in anderen Disziplinen in den ersten beiden Tagen der Spiele am Wochenende nur ganz knapp mehrer Goldmedaillen verpassten (Brasilien hat bereits 6 Silbermedaillen).
In allen Nachrichten erscheint auch die rürende Geschichte von Barbara (15) die früher auf der Strasse wohnte und gestern eine Goldmedaille im 200m in den Jugendweltmeisterschaften gewann. Sie wurde von einem Sportlehrer in einem Sozialprojekt für arme Kinder entdeckt und gilt als grosse Zukunftshoffnung in der Leichtatlethik.
All diese Erfolge und Geschichten sind Ausdruck dieses Sportbegeisterten Landes und der Hoffnungen die die Brasilianer in den Sport haben, wo dieser für einige wenige ein Ausweg aus der Misere und Armut bedeutet.
Mit der Fussballschule, die, während der Absenz des Pastors Clebers, zwei Jugendliche der Gemeinde (Joel und Netanias) und ich leiten, wollen wir 12 - 15 jährigen Jungen des Quartiers auch ein bisschen Hoffnung schenken. Mehr als das aber, wollen wir ihnen von der Hoffnung erzählen die wir in Jesus Christus haben.

Dienstag, 10. Juli 2007

Konfrontationen der Kulturen

Liebe Freunde
Da wir in der letzten Zeit noch näher mit den Brasilianeren zusammengearbeitet haben und auch mit Brasilianeren gewohnt haben, kommen wir nun täglich in Kontakt mit der neuen Kultur. Etwas ist uns ganz besonders aufgefallen, die Art der Brasilianern um Hilfe zu bitten. Sie fragen einem nie direkt um Hilfe, sondern erklären einem mehrere Male das Problem, dass sie haben, zum Beispiel, dass die Kirche keine Geld mehr hat und dass man doch den Pastoren eine Geschenk für den Geburtstag machen sollte, weil sie ja so viel für die Kirche machen. Wir Schweizer würden jetzt einfach zu einer Person gehen und fragen, ob man Geld ausleihen kann um das Geschenk zu kaufen. Hier kommen die Leute und erläutern einem das Problem, dass sie haben und erwarten dann, dass man die Hilfe ob finanzell oder sonst auf eine Art selbst anbietet. Wahrscheinlich hängt es etwas mit dem Stolz zusammen, man will nicht zeigen, dass man schwach ist und Hilfe braucht. Das kennen wir ja auch in der Schweiz, nur dass es sich da weniger um finanzielle Probleme, sondern eher um psychische Probleme handlet, da sind wir Schweizer oft auch zu Stolz um Hilfe anzunehmen.
Einmal brauchte ein Mann aus der Gemeinde dringend Geld. Er kam dann mit einigen selbstgemachten Körben zu uns und schwärmte uns vor wie schön diese Körbe doch seien und wie interessant sie doch aussahen. Damit wollte er eigentlich sagen, dass wir doch einen dieser Körbe kaufen sollen. Ich habe nicht verstanden, dass er dringend Geld braucht und habe deshalb auch keinen gekauft, aber wenn ich gewusst hätte, dass er in Geldnot ist, hätte ich vielleicht anders gehandelt.
Es ist interessant diese kulturellen Unterschiede zu beobachten und zu lernen. Gleichzeitig verursachen sie bei uns auch Stress, da wir uns etwas ganz anderes gewohnt sind.

Montag, 2. Juli 2007

Diverses

Hallo Freunde,
Am letzten Montag sind wir von Belém nach Teresina gefahren. Die MICEB-Einführung in der Woche zuvor war manchmal interessant, aber oft stressig. Trotzdem haben wir viel gelernt und neue Missionsprojekte gesehen.
Am Dienstag haben Reinaldo und Tina am "Busbahnhof" abgeholt. Mit ihnen haben wir in der IBCU in Campinas zusammen gearbeitet. Er sucht ein neues Missionsfeld und interessiert sich fürs ProPiauí. Wäre schön, wenn dadurch die Zusammenarbeit mit der IBCU noch verstärkt werden könnte.
Wir haben den Rancho da Lua, Amarante und São Francisco besucht.
Am Mittwoch und Donnerstag halfen sie uns beim streichen unseres Hauses.
Am Donnerstagnachmittag fuhren wir wieder nach Teresina, nicht ohne wiederum in Amarante zu halten, um mit ihnen die Kinderstunde zu besuchen. In Teresina brachten wir sie auf den Flughafen und Rahel musste einen Ultraschall machen.
Am Freitag fuhren wir wieder zurück nach Floriano.
Am Samstag fuhren wir wieder nach São Francisco zur Einweihung der Gemeinde, die im Baucamp gebaut wurde.
Am Sonntag hielt ich eine Bibelstunde, von der ich nicht mehr weiss, wann ich sie vorbereitet habe.
Mitlerweile sind wir bei über 10'000 gefahrenen Kilometer in 1 1/2 Monaten.

Durch die Arbeit in Floriano werden wir immer wieder ermutigt. Am Dienstag konnte ein Gottesdienst im Haus eines Nachbarn eines Gemeindglieds gefeiert werden.
Seine Geschichte gleicht der des verlorenen Sohnes in der Bibel, bloss das das Ende noch nicht geschrieben ist. Er leidet unter Depressionen, aber ist sehr offen für das Evangelium. Wir hoffen, dass er bald aus der Dunkelheit ins Licht findet.
Ab nächste Woche sind wir alleine in der Gemeinde. Pastor Cléber und seine Frau werden 2 Monate verreisen, um an einem Missionsprojekt (JUVEP) teilzunehmen und Ferien zu machen.
Liebe Grüsse Simon und Rahel