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Montag, 9. Dezember 2019

Ein brasilianischer Dank an alle unsere treuen Unterstützer

Währen 13 Jahren haben es uns unzählige Unterstützer ermöglicht unseren Dienst in Brasilien zu tun und wir durften erleben, wie Gott uns gebraucht hat, um die Leben vieler Menschen zu prägen. Wir haben einige unserer langjährigen einheimischen Mitarbeiter gebeten, einen kurzes Video zu produzieren, in denen sie sich bei unseren Unterstützern bedanken können. Drei haben schliesslich ihre Videos gesandt. Simon hat sie mit Untertiteln versehen (falls sie nicht automatisch erscheinen bitte deutsche Untertitel aktivieren):

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Neues "núcleo" in Bom Jesus eröffnet mit Unterricht via Skype

Zur Eröffnung des neuen "núcleos" (Aussenstelle) des cmm war ich (Simon) vom 26. bis 29. November in  Bom Jesus, ca. 600km südlich von Teresina. 8 neue Studenten aus 4 Gemeinden nahmen am Einführungskurs cmm (Curso de Missões e Ministérios, deut. missiologisch-theologischer Leiterkurs) teil. Einige werden den Basiskurs besuchen, der nun 2 mal jährlich im núcleo Bom Jesus stattfindet. Ca. vier haben ihren Wunsch ausgedrückt den Fortgeschrittenenkurs zu besuchen, wozu sie jeweils im Januar am 14 tätigen Intensivkurs auf dem Rancho da Lua teilnehmen werden.
Der Einführungskurs bestand aus 3 Fächern. Zwei davon durfte ich unterrichten: Methoden des Bibelstudiums und Missionstheologie des Alten Testaments.

Unterricht via Skype

Missionstheologie des Neuen Testaments hat ein Lehrer aus dem "Palavra da vida" (Wort des Lebens Seminar) in Recife unterrichtet. Da er leider den Flug verpasst hatte, mussten wir den Unterricht via Skype über die Bühen bringen, was mit Einschränkungen auch geklappt hat. Die eher schwache Internetverbindung hat aber genau bis zum Schluss des Unterrichts durchgehalten. Eine würdige Verabschiedung des Lehrers war nicht mehr möglich. Danach war sie für 1 h unterbrochen, sicher kein Zufall!

Samstag, 15. August 2015

Missions-Monat September

Der September steht an und ich habe schon seit Monaten alle Wochenenden besetzt. Der September ist traditionell der "Missions"-Monat. In diesem Monat wird an jedem Sonntag in der Bibelstunde und im Gottesdienst Mission thematisiert. Als Missionare des PróSERTÃO werden wir von vielem Gemeinden eingeladen als Prediger und Redner an Missionskonferenzen. Das bedeutet für uns oft lange Reisen und einen Predigt- und Bibelstundenmarathon. Dieser Monat ist aber auch eine gute Möglichkeit, den Gemeinden zu helfen ihren Blick auf das Wesentliche zu wenden. Leider sind viele Gemeinden mit sich selbst beschäftigt und wird die Mission nur zu oft als nötiger Anhängsel betrachtet. Mission wird oft auch mit verbaler Evangelisation (dh. Hausbesuche) gleich gesetzt. Wir versuchen in den Gemeinden dann ein ganzheitliches Bild von Mission auf zu zeigen. Wir machen nicht Mission (wie in diesem Monat), wir SIND Zeugen und deshalb machen wir Mission. Genau so wie dieser Monat ein Segen für die Gemeinde sein kann, in dem sie sich mal mit diesem Thema intensive beschäftigt, genau so kann er auch ein Fluch sein. Dann nämlich, wenn die gesamten missionsbezogenen Aktivitäten sich auf diesen einzigen Monat im Jahr begrenzen. Wir glauben aber, dass Mission das Herzensanliegen Gottes ist: "Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen!" Lukas 10:9. Während des gesamten Monats wird eine grosse Kollekte für Inländische und Äussere Mission gesammelt. Oft bleibt es dabei und im Oktober ist dieses Thema schon abgehakt. Leider brauchen die brasilianischen Missionare nicht bloss im September Unterstützung für ihren Unterhalt. Dies ist einer der Gründe warum es im Verhältnis zu den vielen brasilianischen Christen so wenig Missionare gibt. Der gesamte Verband AICEB zu der unsere Gemeinde gehört, hat bloss einen Missionar im Ausland, der in Angola arbeitet und von der SAM mitfinanziert wird. Das ist ein Armutszeugnis und lässt sich nicht nur durch die schlechte wirtschaftliche Lage im Land erklären. Wir sind Gott dankbar, dass wir in diesem Monat die Gelegenheit haben die Gemeinden zu motivieren ständig in ganzheitliche Mission zu investieren.

Dienstag, 16. Juni 2015

Fotostory Reise nach Caracol

In der Fotostory erfährst du über meine Reise nach Caracol zu einem Eheseminar. Ich habe die Gelegenheit gleich genutzt um cmm-Studenten im Inland zu besuchen.

Freitag, 10. April 2015

Neuer Tagesablauf

Seit Montag gehen Eliana und Livia in die Schule. Dies hat unsUsus tercius legis
  gleich wieder in einen Kulturschock geführt, weil das Schulsystem so anders funktioniert als in der Schweiz. Unser Tagesablauf sieht jetzt folgendermassen aus:

5:45 Aufstehen und Frühstücken
6:40 Abfahrt in die Schule
7.00 Schulstart für Eliana
7:30 Schulstart für Livia
Morgens ist Simon meist im Büro und Rahel erledigt div. Aufgaben zu Hause
12:00 Schulschluss, Kinder abholen
12:30 Mittagessen
13:30 Siesta
14:30 Hausaufgaben
15:00 Zvieri
15:30 Hausaufgaben (Hier erhalten die Kinder fast von jedem Fach Hausaufgaben, so dass wir im Moment den ganzen Nachmittag damit beschäftigt sind mit den Kindern Aufgaben zu machen.)
18:30 Abendessen
20:00 Kinder ins Bett

Auch Simons Tagesablauf war heute ungewöhnlich:

Gestern kam ich um 23:00 von der ProSERTÃO-Sitzung im Rancho an, wo ich übernachtete.
05:30 Aufstehen
06:00 Abfahrt in Demerval Lobão, Kaffe und Kuchen beim Tanken an der Tankstelle
bis 09:00 280 km Nonstop nach Picos
09:00 CMM Sitzung mit Josué von Palavra da Vida
11:00 Abfahrt in Picos
11:45 Mittagessen in Churrascaria (Grillrestaurant) für ca. Fr. 3.-
12:00 Weiterfahrt 260km nach Crato
13:30 Altes Ehepaar am Wegrand aufgegabelt und 10km in die nächst Stadt gebracht
14:15 Frau mit Tochter die zur Schule musste (Schulbus kaputt) ca. 10km in das nächste Dorf gefahren
14:30 Hausierer mitgenommen und über den Glauben gesprochen
15:00 Ankunft in Crato
15:40 Treffen mit jungem Luteraner Missionar in Crato
16:00 Vorbereitungen für den Ethikkurs am Samstag
18:00 Abendessen und langes Gespräch über den Sertão mit dem jungen Missionar
19:00 Vorbereitungen und Einrichten des Schulsaales
21:30 Blogeintrag

Morgen habe ich dann von 8:00 bis 18:00 Unterricht. Am Sonntag fahre ich am Morgen wieder in 6-7h nach Teresina zurück.







Donnerstag, 20. November 2014

Kleine Kinder, kleine Sorgen, grosse Kinder, höhere Kosten!

Fundraising Schulkosten 2015

Wir sind Gott wirklich dankbar, dass er uns bisher immer sehr gut versorgt hat, obwohl wir bloss von freiwilligen Spenden leben. Zudem sind unsere Unterstützer in den letzten Jahren sehr treu geblieben, so dass der Eingang in den 8 Jahren in der Ferne kaum rückläufig war. Beispiel: Ein Ehepaar hat uns die Stornierung ihrer monatlichen Unterstützung über ein Jahr im voraus angekündigt. Das ist Treue!
Unsere Kinder sind aber grösser geworden und damit steigen auch unsere monatlichen Unterhaltskosten. Nein, soviel mehr Verspeisen unser kleinen Mädchen noch nicht, dass wir das nicht mehr bezahlen könnten. Sie müssen in die Schule!

Mittwoch, 12. November 2014

Am nächsten Sonntag: Tag der offenen Tür!

Am 16. November findet unser zweiter "Tag der offenen Tür" statt.
Wir geben euch einen Blick in das Leben und die Arbeit im Sertão. Es gibt Kaffee, eine Präsentation und genug Zeit für Gespräche.
Du bist herzlich eingeladen uns irgendwann zwischen 14:00 und 19:00 zu besuchen. Adresse: Kirchstrasse 1, Glashütten, Schweiz
Voranmeldung ist nicht nötig.
Wer sich trotzdem anmelden oder am Bahnhof Murgenthal abgeholt werden möchte, kann uns anrufen: 062 926 02 51.
Leider ist dies der letzte Event dieser Art. Am 2. März 2015 reisen wir bereits wieder aus.

Donnerstag, 10. April 2014

20:00 Missionsvortrag FEG Langenthal

Heute abende werden wir unseren ersten Missionsvortrag in der FEG Langenthal halten. Wir werden einen Überblick geben auf unsere Arbeit in Brasilien währen der letzten 4 Jahre. Du bist herzlich eingeladen!
In den Ferien? Kein Problem, am 19. August sind wir dann der FEG Bern.

Mittwoch, 15. Januar 2014

"Oxente" - Projekt in Barão


"Oxente" ist ein unübersetzbarer Kraftausdruck der nordöstlichen Bevölkerung Brasiliens, der eine grosse Verwunderung ausdrückt. "Oxente" nennt sich auch ein evangelistisches Projekt einer Babtistengemeinde aus dem Bundesstaat Bahia, das Gläubige aus dem ganzen Land in den Ferien zusammen bringt, um evangelistische und soziale Projekte im Inland des Sertão zu verwirklichen, die Verwunderung über Gottes Liebe auslösen sollen.

Am letzten Donnerstagabend haben unsere beiden Gemeinden Floriano und Barão zusammen mit der Baptisten Gemeinde El Shaday die Gruppe von 30 Teilnehmern des Projekts "Oxente" empfangen.

Regionale Missionskonferenz

Zum dritten Mal veranstalteten wir mit ihrer Hilfe am Freitag und Samstag die "Regionale Konferenz für Mission im Inland", an der dieses Jahr wieder viele verschiedene Gemeinden aus Floriano und Barão teilnahmen. Wir hatten an jedem Abend mindestens 150 Teilnehmer. Mit grosser Dankbarkeit spüren wir, wie die Gemeinden durch dieses jährliche Treffen tatsächlich ermutigt werden, die lang andauernde Inlandarbeit zu leisten. In den Seminaren wurden wertvolle Tipps für die Missionstätigkeit und -strategie im Inland weitergegeben. Am Forum am Samstagnachmittag berichteten 6 Inlandmissionare über ihre Arbeit und stellten sich den Fragen des Publikums. Wir wurden alle durch ihre Berichte sehr ermutigt. Viele Jugendliche kamen danach auf uns zu und wollten auch Teil dieser Mission sein.

"Oxente" in Barão

Am Sonntagmorgen begann das Projekt in unserem Quartier Vereda Grande in Barão. Während bereits am Morgen am Gesundheitsposten und Schönheitssalon die Schlangen grösser wurden, besuchten kleine Gruppen der Teilnehmer die Bewohner des Quartiers und luden sie zur Abendveranstaltung ein. Eine Gruppe von Zirkusartisten und Clowns hinterliessen in der Parada durch die Wohnstrassen bereits eine Vorahnung des Spektakel,s das die Menschen am Abend erwartete.
Am Nachmittag strömten die Menschenmassen zum CEAC, unserem "Evangelischen Zentrum zur Unterstützung des Quartiers". Die Kinder wollten am Kinderprogramm teilnehmen und die Frauen und einige Männer am Basar Kleider kaufen. Beim Schönheitssalon warteten immer noch Frauen, die am Morgen noch nicht dran gekommen waren und die älteren Register liessen es sich nicht nehmen ihren Blutdruck und den Blutspiegel zu messen.
Am Abend begann der etwas andere Gottesdienst mit der Vorstellung des Clowns auf Stelzen. Umrahmt von traditioneller Musik wurden immer wieder Theaterstücke, Tänze und Artistische Einlagen dargeboten, gefolgt von einem persönlichen Zeugnis der Projektteilnehmer, die berichteten, was Jesus in ihrem Leben verändert hatte.
Nach der kurzen Predigten und einem Aufruf, mussten wir dann auch "Oxente" sagen, darüber wie viele bereit waren Jesus besser kennen zu lernen. Darunter einige, die wir schon lange begleitet hatten.
Zum Schluss kam dann die grosse Attraktion, auf die viele gewartet hatten: Der Mann der Feuer spuckt.

Verwunderung auch im Inland

Diese Programm wiederholte sich gestern und vorgestern in zwei Inlanddörfern, wo wir noch herzlicher Empfangen wurden. Auch in Olho d'Água do Mato und Ilha gab es Menschen, die ihre Leben Jesus übergeben haben. Nicht einmal der starke Regen konnte die gute Stimmung trüben.
Bis Samstag wird die Projektgruppe noch in unserer Gemeinde wohnen und Einsätze an anderen Orten der Region machen.
Uns bleibt nun ein Berg von kleinen Notsitzzetteln, mit Namen von Menschen, die einen Besuch oder Gottesdienst in ihrem Haus oder einen Jüngerschaftskurs machen wollen.

Donnerstag, 12. September 2013

Vortrag vor über 100 Teens im Inland

Schon lange war es unser Wunsch einmal in der grössten Oberstufenschule des Inlands von Barão de Grajaú einen sozialen Event zu organisieren. Letzten Freitag fuhren Natália, Valter und ich nach Piripiri, ein kleines Inlanddorf, welches etwa eine halbe Autostunde von uns entfernt liegt. Dort befindet diese Schule, in der alle Teenies und Jugendliche der Inlanddörfer in der Umgebung studieren. Wir hielten einen Vortrag zum Thema "Gesundheit in der Teeniezeit". Nach einem kleinen Eisbrecherspiel, welches Valter leitete, ermutigte ich die Teenies in zwei lustigen Theatern zu einem freundlichen Umgang mit ihren Mitmenschen. "Bitte" oder "Danke" sagen ist hier gar nicht selbstverständlich, weshalb uns die Lehrer baten auch dieses Thema anzuschneiden. Danach hörten die 100 Teenies aufmerksam zu, als Natália (Krankenschwester) ihnen wichtige Infos zum Thema Impfungen, Zahnhygiene, Arztbesuche, gesunde Ernährung usw. weitergab. Nach ein paar Fragen zum Thema, bedienten sich alle mit einem Stück an den vier riesigen und saftigen Wassermelone - ein Beispiel für ein gesundes "Zvieri".
Von den Lehrern erhielten wir grünes Licht weitere Vorträge halten zu können. Dieses Angebot wollen wir natürlich nicht ablehnen, denn wo sonst hätten wir die Möglichkeit, allen Teenies von über 20 Inlanddörfern gleichzeitig, wichtige Infos für ihr Leben mitzugeben. Wir wollen beim nächsten Mal das Thema Verhütung thematisieren.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Floriano - Teresina - São Paulo - retour

Ich sitze wieder einmal in einem Bus nach Teresina, wie so oft in den letzten Monaten.
Diese Woche musste ich einige Pendenzen angehen, die schon lange zu Hause darauf gewartet haben erledigt zu werden. Neben einigen Besuchen in Floriano habe ein Gestell aus Holz gebaut, damit wir unsere Werkzeuge im Nebenhaus mal richtig verstauen können. Es tut gut mal ab und an etwas handwerkliches zu machen. Insbesondere nach der letzten Woche. Zusammen mit den Pastorenvereinigung in Floriano war ich der Initiator des Kurses "Predige das Wort", in dem Leiter und Pastoren eine hermeneutische und homiletische Grundausbildung erhalten (was das ist? Ein Kurs in dem man lernt einen Text der Bibel richtig zu verstehen und darüber richtig zu referieren, sprich: predigen). Wir waren überrascht, dass der Kurs mit knapp 30 Teilnehmern aus Floriano und der näheren Umgebung ausgebucht war. Eigentlich hätten noch 10 Teilnehmer aus Picos teilnehmen sollen, doch die erhalten in iherer Stadt nun einen eigenen Kurs. Alle Teilnehmer waren begeistert vom Kurs uns wollen auch die restlichen 8 Etappen vollenden. Das PróSERTÃO fördert diese Kurse im Piauí und ist Partner der Oragnisation, die die Kurse anbietet.
Nun sitze ich wieder im Bus. In Teresina werde ich mich mit einem Webdesigner treffen, um über eine neue Hompage für das PróSERTÃO zu sprechen. Um 04:00 Freitagmorgens nehmen ich ein Flugzeug nach São Paulo. Am Samstag werde ich in São José dos Campos an einer Missionskonferenz einen Vortrag halten über "Kontextualisierte Gemeinde im Sertão". Am Sontag stelle das Projekt in einer Gemeinde in Santos vor im Gottesdienst. Am Montag treffe ich mich mit Leitern der IBCU in Campinas, wo ich im 2006 mein Praktikum absolviert habe. Die Gemeinde ist interessiert mit uns eine Partnerschaft einzugehen. Am Dienstag reise ich weider zurück. Rahel wird mich dann in Teresina mit den Kindern abholen und wir werden noch zwei Tag dort bleiben. Erst am Freitag in einer Woche kehre ich nach Floriano zurück.

Mittwoch, 17. April 2013

Ein riesiger Meilenstein für das ProSERTÃO

Gestern war für unser Projekt ProSERTÃO ein ganz wichtiger Tag: Gründungstag!
Das ProSERTÃO wurde von 13 Gründungsmitgliedern offiziell gegründet und eine Leitung wurde gewählt.
Nun müssen wir uns durch die Mühlen der Bürokratie wühlen bis dieser Prozess wirklich abgeschlossen wird.

Freitag, 12. April 2013

Missionskongress in Teresina

Ich Sitze in einem Seminar zum Thema "Generationen Konflikte in der Mission" von Oswaldo Prado einem bekannten Leiter der Evangelikalen in Brasilien.
Gesternabend hat der Kongress begonnen. Leider sind nur sehr wenig Vertreter der Gemeinden unserer Einladung gefolgt, aber vielleicht ändert sich das noch in den nächsten Tagen.
Heute morgen zu den Seminaren sind zu früher Zeit jedenfalls schon recht viele hier.

Dienstag, 22. Januar 2013

Regionaler Missionskongress mit wachsender Beteiligung

Am letzten Wochenende fand in einer Baptistengemeinde in Floriano der 2. Regionale Kongress für Mission im Sertão statt. An jedem der drei Abenden fanden sich 150 bis 200 Menschen ein, die ermutigt wurden aktiv an der ganzheitlichen Mission im Inland teil zu haben. Der junge Pastor der Gemeinde hat ein Herz für die Inlandbevölkerung und bedient ein Dorf, das ca. 30km von Floriano entfernt ist. Außerdem pflegt er regelmäßigen Kontakt mit grossen Gemeinden im Süden um sie auf die Situation im Sertão aufmerksam zu machen. Wir spüren, dass viele Gemeinden beginnen den Sertão als Missionsfeld wahr zunehmen.
Solche Beispiele machen uns Mut.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Regen, Politik, Wasser und Gottesdienstbesucherrekord

Regen

Schon zweimal sind ganz kurz einige wenige Tropfen gefallen. Ein echter kühlender Regenguss lässt aber noch auf sich warten, während es immer heisser wird. Tagsüber kann man das noch aushalten, doch wenn es Nachts um Mitternacht noch weit über 30° warm ist, dann ist das kaum auszuhalten.
Schon öfters haben sich tagsüber schwere Regenwolken angestaut, doch sie wollen ihre Last noch nicht abgeben. Wir hoffen aber, dass es bis ende Monat zum ersten Mal richtig regnet.

Politik und Wasser

Am vorletzten Sonntag waren die Wahlen. Die 22er haben gewonnen, dh. die, die nicht in der Regierung sind. Wir sind erleichtert, denn der ganz Rummel und Lärm ist nun vorbei. Anderseits ist aber die Lage sehr gespannt. Das vom Gemeindepräsident vor den Wahlen versprochene Wasser ist nie gekommen. Das neue Wasserreservoir, das angeblich 1,5 Millionen Reais (ca. SFR 700'000.-) gekostet hat und welches das Wasserproblem lösen sollte, hält laut einem Ingenieursgutachten die Wassermassen nicht aus und droht auseinander zu brechen. Da wurde wohl kräftig gespart. Ausserdem wurden die Zuleitungsrohre zu den Quartieren nicht renoviert, was eigentlich im Betrag enthalten sein sollte. Da nun die regierende Partei die Wahlen verloren hat, wird der Gemeindepräsident das restliche Geld lieber in die eigene Tasche stecken wollen als noch irgendetwas zu investieren.

Gottesdienstbesucherrekord

Das Ende der Wahlen hat noch eine andere diesmal positive Auswirkung: Am letzten Sonntag waren ca. 30 Gottesdienstbesucher anwesend, was neuer Rekord ist. Dies nachdem wir einen Monat lang nur noch als Mitarbeiterteam (Valter, Rozi, Reiflers und Natalia) Gottesdienste feierten, weil die Politik den Menschen im Quartier wichtiger schien. Wir waren sehr entmutigt. Doch Gott ist treu!

Donnerstag, 4. Oktober 2012

8 Monate Praktikum bei Reiflers

Mein Name ist Joel Roggensinger. Ich bin der Sohn der Missionare der SAM Beat und Ursula Roggensinger. Ich bin in Brasilien aufgewachsen. Als ich aus der Schule kam, zog ich in die Schweiz zurück, um dort meine Lehre als Automechaniker zu machen. Nach meiner Lehre zog es mich nach Kanada, um dort ein Jahr Bibelschule zu machen. Doch nach einem Jahr entschied ich mich noch ein Jahr anzuhängen. Nach meinem zweiten kam dann noch die Entscheidung noch das dritte Jahr anzuhängen, was mich hier her bringt. Das dritte Jahr dieser Bibelschule ist ein Praktikums Jahr, das ich auf dem Missionsfeld absolvieren will. Da es naheliegend ist nach Brasilien in die Nähe meiner Eltern zu ziehen,  wollte ich mit Reifler's zusammen arbeiten. Ich wollte in ein Gebiet gehen, wo ich mehr über Jugendarbeit lernen konnte. Dadurch dass ich in der Schweiz ein Jungscharleiter war, bekam ich den Eindruck, dass man Jugendliche mit Sport einfacher erreichen kann. Dies will ich jetzt durch die kommenden Monate mal beobachten und sehen ob mein Eindruck stimmt. Weitere Punkte sind, mich bei den Hausbesuchen, Gemeindearbeit und Informatik zu engagieren. Wie es aber auf dem Missionsfeld ist und was alles auf mich zu kommt, kann ich nicht genau sagen. Also werde ich mich Tag für Tag überraschen lassen.

Samstag, 15. September 2012

Lesehilfe-Projekt: Partnerschaft mit der Schule

Heute haben wir ein Lesehilfe-Projekt in Zusammenarbeit mit der Schule des Quartiers begonnen. Cirka 12 Schüler in zwei Gruppen nahmen am ersten Schultag teil, an dem sie geleitet von den freiwilligen Lehrern Leseübungen machten. Der Nachhilfeunterricht richtet sich an 4. bis 5. Klässler, die nie richtig lesen gelernt haben. Das ist in öffentlichen Schulen, im Gegensatz zu den teuren privaten Schulen, leider eher die Regel als die Ausnahme.

Eigentlich war es schon lange Rozis (Valters Frau) Wunsch ein solches Projekt zu realisieren. Sie hat einen Master in Linguistik in Portugiesischer Sprache und ist dafür bestens ausgebildet. Bisher wussten wir aber nicht, wie wir ein solches Projekt starten sollten.
Nun ist die Schule selbst auf uns zugekommen und hat uns gebeten unsere Räumlichkeiten im CEAC zu nutzen. Das CEAC ist das Centro Evangélico de Apoio a Comunidade (Evangelisches Zentrum zur Unterstützung des Quartiers), das Haus in dem wir auch Kinderstunden, Gitarrenunterricht, Soziale Events und Gottesdienste veranstalten.
Seit wir in Barão sind arbeiten wir eng mit der Schule unseres Quartiers zusammen. So werden wir regelmässig an Mutter-, Kinder-, Vater- und anderen Festtagen eingeladen Ansprachen an die Eltern zu halten über Erziehung, Verantwortung und Liebe. So dürfen wir offen in der Schule biblische Werte weitergeben und von der Liebe unseres wunderbaren Gottes reden.
Diese Partnerschaft hat mit dem Lesehilfe-Projekt eine neue Tiefe erreicht und wir hoffen, dass die Kinder dadurch die Liebe Gottes leibhaft erleben dürfen und herausgefordert werden ihm nach zu folgen.

Freitag, 27. Januar 2012

Bericht Projekt Água Viva


Nun ist es bereits mehr als eine Woche her seit dem Ende des Projekts. In der letzten Tagen waren wir mit der Nacharbeit beschäftigt. Wir können nun auch ein differenziertes Bild vom Resultat abgeben.
Laut Film (sorry, nur auf portugiesisch) gab es 123 Bekehrungen als folge der Hausbesuche im ganzen Quartier. Leider sehen wir heute noch nicht viel von diesem missionarischen "Erfolg". Wir haben alle diese Leute nochmals besucht, eine Arbeit für die Walter und ich alleine mehr als einen Monat gebraucht hätten. Doch 5 Frauen des Projekts blieben aber noch eine Woche länger und haben den Hauptteil der Nacharbeit übernommen.
Unsere Helferinnen luden zu Bibelkursen an zwei verschiedenen Orten ein und zu einem Gottesdienst in der Turnhalle des Quartiers ein. Zu den Bibelkursen kamen leider nur gerade 7 Personen. Allerdings war es ein regnerischer Tag, was die Leute daran hindert ihre Häuser zu verlassen. Heute findet der zweite Kurs statt. Zum Gottesdienst erschienen ca. 10 Erwachsene, allerdings solche die vorher noch nie an unseren Anlässen teilgenommen hatten.
Es stellte sich heraus, dass viele Bekehrungen verfrüht waren. Einige junge Projektteilnehmer hatten wohl noch nicht die Reife sich in die Leute hinein zu denken und zu spüren ob sie wirklich bereit waren Jesus als ihren Herrn in ihr Leben auf zu nehmen. Das ist sehr Schade, denn dies kann auch kontraproduktiv für die Verkündigung sein.

Was wirklich bleibt!
Trotzdem ist das Projekt ein echter Erfolg, denn durch die sozialen Dienste wurden wir im ganzen Quartier bekannt und die Leute stehen nun offener zu uns. Alle grüssen uns nun mit "Hallo Pastor", auch Leute, die wir nie zuvor gesehen hatten. Auch gegenüber den Behörden hat das Projekt Türen geöffnet.
Den "Schönheitssalon" (Nägelmalen, Haare färben usw.)  haben die Mädchen weitergeführt. Es kamen 14 junge Mädchen mit ihren Kindern. Eine junge Mutter hat von sich aus angeboten unentgeltlich mitzuhelfen. Wir hoffen, dass daraus eine Jugendarbeit entstehen kann.

Unerklärliche Zufälle
Wir merken aber, wie wir in diesen Tagen besonders auf die Probe gestellt werden. Simon ist ja bereits in der Vorbereitungszeit zum Projekt an Dengue erkrankt. Nun, wo wir weiter den am Jesus interessierten Menschen nachgehen und mit dem Momentum des Projekts die Arbeit vorantreiben sollten, sind unsere Mitarbeiter Valter und Roziane gleichzeitig ebenfalls an Dengue erkrankt. Zudem könnte Rahel jederzeit unser drittes Kind zur Welt bringen. Wir sind praktisch Bewegungslos!
Doch hinter diesen Angriffen sehen wir, dass es eine feindliche Macht gibt, die unsere Arbeit mit aller Kraft behindern will. Ausserdem lernen wir dadurch, das der "Erfolg" nicht von unserer Kraft abhängt. Das Jahreslos hat uns als Mitarbeiterteam sehr gestärkt:

9 Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne. 10 Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark.
2. Korinther 12,9-10

Montag, 9. Januar 2012

Nun geht's endlich los - Projekt Água Viva

Água Viva heisst "lebendiges Wasser". Dabei handelt es sich um eine Gruppe von 35 Personen aus den verschiedensten Orten, die bei uns ein evangelistisches und soziales Projekt durchführen. Die Teilnehmer kommen aus Belo Horizonte, São Paulo, Campinas, aus diversen Städten des Piauí und sogar 5 Jugendliche aus Kanada. Seit Freitagmittag sind sie bei uns und wurden bis gestern Sonntagabend für das Projekt vorbereitet. Heute ging's los oder besser gesagt, wurden sie losgelassen auf unser Quartier. Den Morgen über besuchen sie die Leute und erzählen ihnen über die Bibel. Am Nachmittag sind sie alle in Arbeitsgruppena aufgeteilt. Die einen schneiden Haare und machen Fusspflege, die anderen veranstalten ein Kinderprogramm und wieder andere leisten medizinische Hilfe. Abends gibt es dann einen öffentlichen Gottesdienst irgendwo auf einem Platz oder auf der Strasse. A Mittwoch werden wir in eine Inlanddorf fahren, um auch dort den Menschen die Liebe Gottes spürbar zu zeigen.