Freitag, 27. Januar 2012

Bericht Projekt Água Viva


Nun ist es bereits mehr als eine Woche her seit dem Ende des Projekts. In der letzten Tagen waren wir mit der Nacharbeit beschäftigt. Wir können nun auch ein differenziertes Bild vom Resultat abgeben.
Laut Film (sorry, nur auf portugiesisch) gab es 123 Bekehrungen als folge der Hausbesuche im ganzen Quartier. Leider sehen wir heute noch nicht viel von diesem missionarischen "Erfolg". Wir haben alle diese Leute nochmals besucht, eine Arbeit für die Walter und ich alleine mehr als einen Monat gebraucht hätten. Doch 5 Frauen des Projekts blieben aber noch eine Woche länger und haben den Hauptteil der Nacharbeit übernommen.
Unsere Helferinnen luden zu Bibelkursen an zwei verschiedenen Orten ein und zu einem Gottesdienst in der Turnhalle des Quartiers ein. Zu den Bibelkursen kamen leider nur gerade 7 Personen. Allerdings war es ein regnerischer Tag, was die Leute daran hindert ihre Häuser zu verlassen. Heute findet der zweite Kurs statt. Zum Gottesdienst erschienen ca. 10 Erwachsene, allerdings solche die vorher noch nie an unseren Anlässen teilgenommen hatten.
Es stellte sich heraus, dass viele Bekehrungen verfrüht waren. Einige junge Projektteilnehmer hatten wohl noch nicht die Reife sich in die Leute hinein zu denken und zu spüren ob sie wirklich bereit waren Jesus als ihren Herrn in ihr Leben auf zu nehmen. Das ist sehr Schade, denn dies kann auch kontraproduktiv für die Verkündigung sein.

Was wirklich bleibt!
Trotzdem ist das Projekt ein echter Erfolg, denn durch die sozialen Dienste wurden wir im ganzen Quartier bekannt und die Leute stehen nun offener zu uns. Alle grüssen uns nun mit "Hallo Pastor", auch Leute, die wir nie zuvor gesehen hatten. Auch gegenüber den Behörden hat das Projekt Türen geöffnet.
Den "Schönheitssalon" (Nägelmalen, Haare färben usw.)  haben die Mädchen weitergeführt. Es kamen 14 junge Mädchen mit ihren Kindern. Eine junge Mutter hat von sich aus angeboten unentgeltlich mitzuhelfen. Wir hoffen, dass daraus eine Jugendarbeit entstehen kann.

Unerklärliche Zufälle
Wir merken aber, wie wir in diesen Tagen besonders auf die Probe gestellt werden. Simon ist ja bereits in der Vorbereitungszeit zum Projekt an Dengue erkrankt. Nun, wo wir weiter den am Jesus interessierten Menschen nachgehen und mit dem Momentum des Projekts die Arbeit vorantreiben sollten, sind unsere Mitarbeiter Valter und Roziane gleichzeitig ebenfalls an Dengue erkrankt. Zudem könnte Rahel jederzeit unser drittes Kind zur Welt bringen. Wir sind praktisch Bewegungslos!
Doch hinter diesen Angriffen sehen wir, dass es eine feindliche Macht gibt, die unsere Arbeit mit aller Kraft behindern will. Ausserdem lernen wir dadurch, das der "Erfolg" nicht von unserer Kraft abhängt. Das Jahreslos hat uns als Mitarbeiterteam sehr gestärkt:

9 Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne. 10 Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark.
2. Korinther 12,9-10

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