Donnerstag, 20. November 2014

Kleine Kinder, kleine Sorgen, grosse Kinder, höhere Kosten!

Fundraising Schulkosten 2015

Wir sind Gott wirklich dankbar, dass er uns bisher immer sehr gut versorgt hat, obwohl wir bloss von freiwilligen Spenden leben. Zudem sind unsere Unterstützer in den letzten Jahren sehr treu geblieben, so dass der Eingang in den 8 Jahren in der Ferne kaum rückläufig war. Beispiel: Ein Ehepaar hat uns die Stornierung ihrer monatlichen Unterstützung über ein Jahr im voraus angekündigt. Das ist Treue!
Unsere Kinder sind aber grösser geworden und damit steigen auch unsere monatlichen Unterhaltskosten. Nein, soviel mehr Verspeisen unser kleinen Mädchen noch nicht, dass wir das nicht mehr bezahlen könnten. Sie müssen in die Schule!

Mittwoch, 12. November 2014

Am nächsten Sonntag: Tag der offenen Tür!

Am 16. November findet unser zweiter "Tag der offenen Tür" statt.
Wir geben euch einen Blick in das Leben und die Arbeit im Sertão. Es gibt Kaffee, eine Präsentation und genug Zeit für Gespräche.
Du bist herzlich eingeladen uns irgendwann zwischen 14:00 und 19:00 zu besuchen. Adresse: Kirchstrasse 1, Glashütten, Schweiz
Voranmeldung ist nicht nötig.
Wer sich trotzdem anmelden oder am Bahnhof Murgenthal abgeholt werden möchte, kann uns anrufen: 062 926 02 51.
Leider ist dies der letzte Event dieser Art. Am 2. März 2015 reisen wir bereits wieder aus.

Sonntag, 26. Oktober 2014

Dilma wiedergewählt, das Land aber geteilt

Dass sich in Brasilien nichts wirklich ändern wird, wusste man schon nach dem ersten Wahlgang, als die echte alternative Marina Silva noch in den letzten zwei Tagen vor der Wahl in den Umfragen auf den dritten Platz abrutschte und den zweiten Wahlgang verpasste.
Danach blieb den Wählern bloss noch die Wahl zwischen der Arbeiterpartei von Dilma Rousseff und der Sozialdemokratischen Partei von Aécio Neves, die beiden Parteien, die sich seit Jahrzehnten schon als Regierungspartei und Opposition entgegenstehen und in Vetternwirtschaft versinken.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

REIFLER's Brief vom 16. Oktober 2014

Rundbrief im Vollbild ansehen


Reifler's Brief bestellen:

* Pflichtfelder
Email Format
Rundbriefarchiv ansehen
Powered by MailChimp

Dienstag, 8. Juli 2014

Verlieren kommt nicht in Frage

Dass Brasilien im Spiel gegen Deutschland verlieren könnte, diese Möglichkeit zieht heute kein Mensch in Brasilien in Betracht. Diese Haltung offenbart ein ganz tief verwurzeltes Tabu in der Brasilianischen Kultur: das der schlechten Gedanken. Negative Gedanken darf man nicht haben, sie bringen Unglück! Was man sagt oder sogar bloss denkt, das geschieht. Deshalb wird Brasilien heute gegen Deutschland nicht verlieren, auch wenn Neymar verletzt ist.
Im Januar schauten Rahel und ich noch in Brasilien bei einem Autohändler ein Auto an, welches wir eventuell ab nächsten Jahr fahren werden. Während uns der Händler die Sicherheitsmerkmale des Auto erklärte, hängte er jedes Mal, wenn er die Worte "im Falle eines Unfalls" in den Munde nahm, ein "Gott bewahre uns" an. Somit machte er den Fluch des schlechten Gedankens gleich wieder zunichte, in dem er sich auf Gott berief. Da jenes Auto eines japanischen Autohersteller wirkliche viele Sicherheitsmerkmale in er Standardausrüstung aufwies, wiederholte er dieses Ritual ca. 10 Mal hintereinander.
Das ist ein Aberglaube, der auch in den sich evangelischen nennenden Gemeinden in versteckter Weise weit verbreitet ist. Bloss wird dieser Aberglaube hier natürlich Glaube genannt: Gott wird mich gesund machen! Er wird mich mit Reichtum segnen! Ein anderer Gedanke ist gar nicht erlaubt, denn sonst kann ER es nicht tun.
Glaube ist hier nicht eine Haltung, die die vertrauensvolle Beziehung zwischen Vater und Kind in Leid und Glück definiert, sondern wird mit positiven Gedanken gleichgesetzt. Dann wird die Glaubenskraft des Menschen zum Souverän über Gottes Willen und es werden auch noch biblische Verse benutzt, um dies zu beweisen: Alles ist möglich, dem der glaubt.
Interessanter Weise führt genau diese Haltung dazu, dass sich in der Gesellschaft und Politik nichts zum Positiven verändert, denn Kritik am System, am Status quo bringt Unglück. Die lautstarken Proteste und Rufe nach Veränderung wurden vom tosenden Erfolg der Nationalmannschaft völlig übertönt. Im Moment könnte jeglicher kritische Ruf nach Veränderung verheerende negative Folge für die Seleção haben. Und wenn die Mannschaft sogar den Titel holen würde, dann, ja dann würde sich gar nichts verändern!!!
Falls aber die Seleção verliert, dann haben die Brasilianer schon den Sündenbock: Juan Zuniga, der kolumbianische Spieler der Neymar, der Glücksbringer der Nation verletzt hat. Dann, ja dann wird sich auch nichts verändern...

Freitag, 27. Juni 2014

Webalben Familientreffen

Einige Fotos von Ausflügen und Treffen mit Verwandten in der Schweiz:

Dienstag, 17. Juni 2014

Tag der offenen Tür bei Reifler's am 29. Juni und 16. Nov 2014

Wir möchten dich ganz herzlich einladen zum Tag der offenen Tür bei Reifler's:
  • Multimediashow zu unserer Arbeit in Brasilien
  • persönliche Gespräche
  • Gemeinsam Essen
  • Badeplausch oder Spiele für die Kinder

Programm:

Ab 14:00 kann kommen und gehen wann man will
15:00 Multimediashow zu unserer Arbeit in Brasilien
16:00 "Zvieri"
18:00 Grillparty im Juni (Fleisch oder Wurst gleich selber mitnehmen, für den Rest ist gesorgt),           Spaghettiplausch im November
20.00 Multimediashow zu unserer Arbeit in Brasilien
21:30 "Znüni"

Montag, 2. Juni 2014

Monika Reifler Lebenslauf

Dieser Lebenslauf wurde anlässlich ihrer Abdankung am 23. Mai 2014 vorgetragen:



Familie und Kindheit


Unsere Mutter, Monika Reifler, geborene Sägesser, wurde am 27. August 1948 als zweites von insgesamt sechs Kindern in eine evangelische Familie hineingeboren, mit einer grossen Liebe zur weltweiten Missionsarbeit.
Bereits ihr Urgrossonkel, Samuel Sägesser, wurde von der Basler Mission als Pfarrer in die USA gesandt, wo er unter Schweizer Auswanderern während 38 Jahren arbeitete. Ihre Grosstante, Gritli Sägesser war Missionarin der Basler Mission in Indien und später als Frauenreferentin tätig. Sie schrieb acht Bücher, die man in der Bibliothek des TSC finden kann.
Ihr Vater Fritz Sägesser studierte während der Kriegsjahre des zweiten Weltkrieges auf St. Chrischona und wurde anschliessend Pfarrer des Evangelischen Gemeinschaftswerkes.
Zur Geburt unserer Mutter erhielt er von einer Bauernfamilie auf der Unterlangenegg 246 Eier. Dem Pfarrerkollegen auf der Schwarzenegg brachte er den Zehnten dieser Eier. Der Rest wurde in Bülacher Flaschen eingemacht.
Primar und Sekundarschulzeit verbrachte sie in Wangen an der Aare.
Mit 16 Jahren ging sie für ein Jahr als Au Pair nach Genf, wo sie in der Stadtmission eine geistliche Heimat fand.
Mit 17 Jahren begann sie Sonntagschule zu geben, weil sie Kinder so liebte.
Anschliessend besuchte sie die Evangelische Mädchenoberschule in Bern und das Seminar. Während vier Jahren arbeitete sie als Kindergärtnerin in Worb. Ihre erste Klasse 1969 hatte 38 Kinder, die sie zu bändigen hatte.

Hochzeit und Ausbildung


1969 lernte sie anlässlich der Hochzeit ihrer besten Jugendfreundin ihren zukünftigen Mann Hans Ulrich Reifler kennen. Sie verlobten sich an Ostern 1970. Am 26. August 1972 fand die Hochzeit statt. Die unvergesslichen Flitterwochen klapperten sie in einem alten VW Käfer kreuz und quer durch Griechenland auf den Spuren des Apostels Paulus und sicherlich auch nicht schneller als dieser.
1972 und 73 leitete das frisch vermählte Ehepaar die Mitternachtsmission in Bern, gefolgt von einem neun monatigen Aufenthalt zum Sprachstudium in London, wo sie regelmässig am Sonntagmorgen die Gottesdienste von Dr. John Stott besuchten.
Nach einem Studienjahr auf St. Chrischona wurde ihnen am 5. März 1976 ihr erster Sohn Simon geschenkt.

Brasilien


Im Herbst 1976 reiste die junge Familie mit der Schweizer Allianz Mission nach Brasilien, um zunächst in Belém während neun Monaten die Sprache zu studieren und die Kultur kennen zu lernen.
Es folgen drei Jahre Gemeindearbeit in Teresina Piauí, wo ihnen die Töchter Damaris und Angela geschenkt wurden.
Nach dem ersten Heimataufenthalt wurde die fünfköpfige Familie ans Theologische Seminar in São Luis berufen, wo sie bis zu ihrer definitiven Rückkehr 1991 dienten. Monika leitete den Seminarchor, unterrichtete das Modul Christliche Familie, gab angehenden Pastorenfrauen Flötenunterricht und wirkte mit in der örtlichen Frauenarbeit der Gemeinde. Sie unterstützte ihren Mann bei mehreren Gemeindegründungsprojekten. 1987 schenkte ihnen Gott Michael Reifler, ihren jüngsten Sohn.
Riehen und St. Chrischona
Im Sommer 1991 kehrte die Familien in die Schweiz zurück. Von 1991 bis 97 diente Monika als Pfarrfrau in der Freien Evangelischen Gemeinde, Riehen, wo sie sich aktiv in der Kinder- und Frauenarbeit engagierte.
Ab 1997 kam der Wechsel ans Theologische Seminar St. Chrischona, wo Monika ein Semester lang als Gastdozentin unterrichtete, mithalf als grosszügige Gastgeberin der Lebensgruppen, die sich in ihrem Haus versammelten.
Zusammen mit ihrer Freundin Ilse Born leitete sie die Studierenden der dreijährigen Ausbildung an, biblische Erzählfiguren zu erstellen.
In der Gemeinde auf St. Chrischona half sie mit, die Golden Age Gruppe aufzubauen.
Während 16 Jahren erteilte sie als Katechetin der Evangelisch Reformierten Kirche Basel Stadt im Wasserstelzen Schulhaus Riehen bis Ende Januar 2014 Religionsunterricht.

Krankheit

Die Diagnose der schweren Krebserkrankung im Februar dieses Jahres war wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Es stellte sich bald heraus, dass der Krebs unheilbar war.
Wir sind Gott dankbar, dass die auf der ganzen Welt verstreute Familie am 8 März nochmals beieinander sein durfte.
Nach dreimonatiger Krankheit wurde Monika Reifler kurz vor Mittag des 20. Mai 2014 von ihrem Leiden erlöst.

Ehrung


Unsere Mutter wird uns für immer als eine unermüdliche fürsorgliche Frau in Erinnerung bleiben. Sie war auch eine wahre Heldin des Glaubens, die ihre Kinder über alles liebte und dennoch bereit war sie während Jahren in die Hände anderer an zu vertrauen, damit sie mit ihrem Ehemann sich ganz für die Sache ihres Herrn Jesus einsetzen konnte und die Kinder eine gute Ausbildung geniessen durften.
Sie war eine fröhliche Natur und sprühte vor Kreativität. Trotzdem bewies sie grosse Leidensfähigkeit, Durchhaltewillen und Treue während vielen Jahren in der Mission, als Mutter von vier oft schwierigen Kindern und als Ehefrau eines, sagen wir mal, sehr „einseitig begabten Ehemannes“. In all dem, und vor allem auch in der Krankheit und in den letzten Stunden ihres Lebens, wurde sie von der Kraft getragen, die aus dem tiefen Glauben an einen Gott kommt, der die Menschen so sehr liebt, dass er seinen einzigen Sohn für uns gab, auf dass wir und auch sie selbst ewig in Frieden in der Gemeinschaft mit Gott Leben dürfen.

Donnerstag, 10. April 2014

20:00 Missionsvortrag FEG Langenthal

Heute abende werden wir unseren ersten Missionsvortrag in der FEG Langenthal halten. Wir werden einen Überblick geben auf unsere Arbeit in Brasilien währen der letzten 4 Jahre. Du bist herzlich eingeladen!
In den Ferien? Kein Problem, am 19. August sind wir dann der FEG Bern.

Montag, 10. März 2014

Gut angekommen - Neue Adresse - Besucher erwünscht

Wir sind gut in der Schweiz angekommen. Der Herr hat uns den Weg geebnet - das tönt nicht nur fromm, es entspricht sogar der Wahrheit!
Wir mussten kein Übergewicht bezahlen, durften in São Paulo während des 12h Aufenthaltes bei Freunden bleiben, der Flug verlief ziemlich gut und auch bei der Einreise gab es keine Probleme.
Die letzten Tage verbrachten wir mit den Familien. Besonders das letzte Wochenende mit meiner Mutter und der ganzen Familie, war sehr wertvoll.
Nun beginnt schon der Missionars-Alltag: Koffer und Kisten auspacken und wieder eine Wohnung für bloss kurze Zeit einrichten. Dafür haben wir eine sehr schöne und sehr grosse Wohnung. Eigentlich handelt es sich uma das Pfarrhaus von Glashütten. Sie bietet genug Platz um viele spontane Besucher zu empfangen. Bittet nutzt es aus, da wir am Anfang noch nicht so viele Dienste haben und wir mehr Zeit für euch haben werden.

Unsere neue Adresse lautet:

Simon und Rahel Reifler
Kirchstrasse 1
4856 Glashütten
Telefon: 062 926 02 51
Natel Simon: 077 446 88 85
Natel Rahel: 077 446 88 57

Dienstag, 18. Februar 2014

Reise in die Schweiz

Wir wissen nicht ob wir uns freuen sollen, oder doch traurig sein sollten: ab dem 5. März sind wir in der Schweiz.
Einerseits sehnen wir uns schon seit langem danach, wieder zurück zu kehren. Andererseits kommt es doch sehr unerwartet und schnell und es wäre uns lieber, wenn die Gründe dafür andere wären.
Der Gesundheitszustand meiner Mutter verschlechtert sich zusehends und die Ärzte vermuten nun einen noch aggressiveren Tumor als ursprünglich. Leider können sie mit Chemotherapie und Bestrahlung ihr Leben bloss noch verlängern. So oder so vertrauen wir auf unseren allmächtigen Gott. Weder vollkommene Heilung noch Trost, sind ihm unmöglich.
ER hat auch unseren vorgezogenen Heimataufenthalt schon vorbereitet: Bloss ein Ignorant würde die Tatsache einem wunderbaren Zufall zurechnen, dass schon vor der Nachricht der schweren Krankheit meiner Mutter und ein halbes Jahr vor unserer regulären Rückkehr im Sommer, unsere Wohnung und ein Van bereits auf uns warteten.
So wollen wir auch weiterhin auf Ihn vertrauen.
Nun wird ER uns sicher auch wieder helfen, wenn wir in Rekordzeit die Zelte hier abbrechen müssen.
Nochmals ein Beispiel gefällig?
Normalerweise muss man die Erneuerung eines Passes einen Monat vor anmelden. Ungewiss, ob wir heute ohne Voranmeldung die Erneuerung der Pässe der Kinder hätten einreichen können, haben wir uns auf eine fast 500 km lange Reise nach Teresina gemacht. Direkt vor uns wurde ein Mann ohne Voranmeldung nach Hause geschickt, er solle seine Reise nach Thailand verschieben. Es sei unmöglich so schnell einen Pass zu bekommen. Ich erklärte dem selben Beamten daraufhin unseren Fall, worauf er anstandslos sich sofort unseres Falles annahm. Danach sagte er mir, er wisse wie das sei mit kleinen Kindern, er habe auch welche.
Am Ende sagten uns die Beamten, dass wir die Pässe frühestens am 28. Februar abholen können, am letzten Arbeitstag, vor de Karnevalstagen und auch vor unserer Reise (am Aschermittwoch).
Zufall? Ich glaube nicht!

Donnerstag, 13. Februar 2014

Gesundheitszustand von Simons Mutter

Am letzten Samstag haben wir erfahren, dass Simons Mutter ins Spital eingeliefert worden war, weil sie Mühe hatte einfache Rechenaufgaben zu lösen und ständig die Orientierung verlor.
Nach einem MRI stellte sich dann heraus, dass sie 2 Hirntumore hat. Einer davon ist bösartig und sehr schnell wachsend. Die Ärzte warnten meinen Vater schon, er müsste mit dem schlimmsten rechnen.
Sie blieb vorerst im Spital (Rheinfelden) auf Beobachtung, doch scheinbar entwickelt sich ihr mentaler Zustand von Tag zu Tag zum schlechteren.
Heute Freitag wird sie ins Unispital Basel transferiert und einer Hirnoperation zur Entnahmen der Biopsieprobe unterzogen. Da der Tumor mitten im Hirn ist, besteht bereits bei der Operation eine kleine Lebensgefahr.
Ende nächster Woche wissen wir dann genau, um was für einen Krebs es sich handelt und wie er behandelt werden kann und wie gross de geschätzten Heilungschance bzw. Lebensdauer sind.
Wir werden uns dann ernsthaft damit beschäftigen, ob eine vorzeitige Rückkehr in die Schweiz nötig wird.
Unsere Wohnung und seit gestern sogar unser Auto warten bereits auf uns. So hat der Herr für uns schon für den Notfall vorgesorgt. Doch wir wollen keine voreiligen Entscheidungen treffen.
Wir bitten, dass ihr für uns betet und dass unser Herr ein Wunder tut. Wir wollen uns aber seinem Willen unterstellen und wissen das alles zum Guten dient.

Mittwoch, 15. Januar 2014

"Oxente" - Projekt in Barão


"Oxente" ist ein unübersetzbarer Kraftausdruck der nordöstlichen Bevölkerung Brasiliens, der eine grosse Verwunderung ausdrückt. "Oxente" nennt sich auch ein evangelistisches Projekt einer Babtistengemeinde aus dem Bundesstaat Bahia, das Gläubige aus dem ganzen Land in den Ferien zusammen bringt, um evangelistische und soziale Projekte im Inland des Sertão zu verwirklichen, die Verwunderung über Gottes Liebe auslösen sollen.

Am letzten Donnerstagabend haben unsere beiden Gemeinden Floriano und Barão zusammen mit der Baptisten Gemeinde El Shaday die Gruppe von 30 Teilnehmern des Projekts "Oxente" empfangen.

Regionale Missionskonferenz

Zum dritten Mal veranstalteten wir mit ihrer Hilfe am Freitag und Samstag die "Regionale Konferenz für Mission im Inland", an der dieses Jahr wieder viele verschiedene Gemeinden aus Floriano und Barão teilnahmen. Wir hatten an jedem Abend mindestens 150 Teilnehmer. Mit grosser Dankbarkeit spüren wir, wie die Gemeinden durch dieses jährliche Treffen tatsächlich ermutigt werden, die lang andauernde Inlandarbeit zu leisten. In den Seminaren wurden wertvolle Tipps für die Missionstätigkeit und -strategie im Inland weitergegeben. Am Forum am Samstagnachmittag berichteten 6 Inlandmissionare über ihre Arbeit und stellten sich den Fragen des Publikums. Wir wurden alle durch ihre Berichte sehr ermutigt. Viele Jugendliche kamen danach auf uns zu und wollten auch Teil dieser Mission sein.

"Oxente" in Barão

Am Sonntagmorgen begann das Projekt in unserem Quartier Vereda Grande in Barão. Während bereits am Morgen am Gesundheitsposten und Schönheitssalon die Schlangen grösser wurden, besuchten kleine Gruppen der Teilnehmer die Bewohner des Quartiers und luden sie zur Abendveranstaltung ein. Eine Gruppe von Zirkusartisten und Clowns hinterliessen in der Parada durch die Wohnstrassen bereits eine Vorahnung des Spektakel,s das die Menschen am Abend erwartete.
Am Nachmittag strömten die Menschenmassen zum CEAC, unserem "Evangelischen Zentrum zur Unterstützung des Quartiers". Die Kinder wollten am Kinderprogramm teilnehmen und die Frauen und einige Männer am Basar Kleider kaufen. Beim Schönheitssalon warteten immer noch Frauen, die am Morgen noch nicht dran gekommen waren und die älteren Register liessen es sich nicht nehmen ihren Blutdruck und den Blutspiegel zu messen.
Am Abend begann der etwas andere Gottesdienst mit der Vorstellung des Clowns auf Stelzen. Umrahmt von traditioneller Musik wurden immer wieder Theaterstücke, Tänze und Artistische Einlagen dargeboten, gefolgt von einem persönlichen Zeugnis der Projektteilnehmer, die berichteten, was Jesus in ihrem Leben verändert hatte.
Nach der kurzen Predigten und einem Aufruf, mussten wir dann auch "Oxente" sagen, darüber wie viele bereit waren Jesus besser kennen zu lernen. Darunter einige, die wir schon lange begleitet hatten.
Zum Schluss kam dann die grosse Attraktion, auf die viele gewartet hatten: Der Mann der Feuer spuckt.

Verwunderung auch im Inland

Diese Programm wiederholte sich gestern und vorgestern in zwei Inlanddörfern, wo wir noch herzlicher Empfangen wurden. Auch in Olho d'Água do Mato und Ilha gab es Menschen, die ihre Leben Jesus übergeben haben. Nicht einmal der starke Regen konnte die gute Stimmung trüben.
Bis Samstag wird die Projektgruppe noch in unserer Gemeinde wohnen und Einsätze an anderen Orten der Region machen.
Uns bleibt nun ein Berg von kleinen Notsitzzetteln, mit Namen von Menschen, die einen Besuch oder Gottesdienst in ihrem Haus oder einen Jüngerschaftskurs machen wollen.