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Donnerstag, 4. Oktober 2012

8 Monate Praktikum bei Reiflers

Mein Name ist Joel Roggensinger. Ich bin der Sohn der Missionare der SAM Beat und Ursula Roggensinger. Ich bin in Brasilien aufgewachsen. Als ich aus der Schule kam, zog ich in die Schweiz zurück, um dort meine Lehre als Automechaniker zu machen. Nach meiner Lehre zog es mich nach Kanada, um dort ein Jahr Bibelschule zu machen. Doch nach einem Jahr entschied ich mich noch ein Jahr anzuhängen. Nach meinem zweiten kam dann noch die Entscheidung noch das dritte Jahr anzuhängen, was mich hier her bringt. Das dritte Jahr dieser Bibelschule ist ein Praktikums Jahr, das ich auf dem Missionsfeld absolvieren will. Da es naheliegend ist nach Brasilien in die Nähe meiner Eltern zu ziehen,  wollte ich mit Reifler's zusammen arbeiten. Ich wollte in ein Gebiet gehen, wo ich mehr über Jugendarbeit lernen konnte. Dadurch dass ich in der Schweiz ein Jungscharleiter war, bekam ich den Eindruck, dass man Jugendliche mit Sport einfacher erreichen kann. Dies will ich jetzt durch die kommenden Monate mal beobachten und sehen ob mein Eindruck stimmt. Weitere Punkte sind, mich bei den Hausbesuchen, Gemeindearbeit und Informatik zu engagieren. Wie es aber auf dem Missionsfeld ist und was alles auf mich zu kommt, kann ich nicht genau sagen. Also werde ich mich Tag für Tag überraschen lassen.

Dienstag, 12. April 2011

Bilder unserer Ferien

Nun ist es schon eine Woche her, seit wir aus den Ferien aus Porto de Galinhas zurück gekehrt sind. Livias Gotti Andrea hat uns begleitet. Am Donnerstag reist sie zurück in die Schweiz.
Inzwischen sind die Fotos und Filmchen mit unserer schwachen Internetverbindung hochgeladen.

Wer die Bilder direkt auf Picasa anschaut kommt noch in den Genuss von zwei lustigen Filmchen.

Dienstag, 1. Juli 2008

Kulinarisches tiefflieger Znacht

Kulinarisches tiefflieger Znacht, was soll das den sein!?! Diesen Ausdruck verwendete Antonio, unser Praktikant, als ich (Rahel) an einem Abend Hotdog auf brasilianische Art zum Znacht machte. Natürlich sagte er mir das nicht vor dem Essen, das wäre ja recht unanständig gewesen, aber gedacht hatte er es. Er konnte sich nicht vorstellen, dass diese Hotdogs gut sein könnten, aber nachdem er einen gegessen hatte, war er begeistert und ass noch einige mehr. Nun konnte er mir auch sagen, was er anfänglich von dem Abendessen gehalten hatte. Das kulinarische tiefflieger Znacht hat sich aber zum Glück in ein hochflieger Znacht verwandelt.
Nun möchtet ihr natürlich wissen, was denn an den brasilianischen Hotdogs so speziell ist. Ein Hotdog ist doch einfach ein Brötchen mit Wienerli, Senf, Ketchup und Mayonnaise. Nicht so hier in Brasilien: Hier ist ein Hotdog eine Hackfleischsauce mit ganzen oder gerädelten Würstchen, dazu rohe geraffelte Rübli, Büchsenmais und stäbchenartige Pommes Chips. Dies alles packt man in ein kleine Brötchen und fertig ist der "Hotdog". Mmmh fein!
Tschüss und bis bald!

Donnerstag, 31. Januar 2008

Wasser holen in der Regenzeit

Wir sind mitten in der Regenzeit. Es ist angenehm kühl (32°), oft bewölkt und es regnet nun endlich ausgiebiger, was aber uns nicht vor Trinkwassernot bewahrt. Gerade wegen des Regens sind viele Leitungswasserrohre kaputt. Dann mus jeweils die ganze Stadt vom Versorgungsnetz genommen werden, damit sie geflickt werden können.
Wenn das Wasser fehlt, was bei uns ca. 1-2mal pro Woche der Fall ist, so muss man die Zufuhr zum Haus schliessen und jene des 500L Reservetanks öffnen, der 2 bis 3 Tage ausreicht. Wenn nun "Herr Reifler" den Tank öffnet, um der nur noch schwach tröpfelnden Dusche etwas mehr Schub zu geben, ohne zuvor die "Zufuhr" (in diesem Fall Abfuhr) zu schliessen, dann fliesst das kostbare Reservewasser still und leise zu den tiefer liegenden Nachbarn, die es dankbar annehmen.
Genau das ist heute passiert, ausgerechnet wo doch Rahel Eltern uns besuchen. Also gab es nichts anderes als, wie die meisten unserer Quartierbewohner ohne Reservetank, 1km weit zum öffentlichen Brunnen zu gehen, um ein Behältnis mit Wasser zu füllen.
Hans-Jürg und ich hatten "Zwecks Schonung körperlicher Ressourcen" (oder anders ausgedrückt "aus Faulheit") die glohrreiche Idee gleich das 200l Fass auf einer Schubkarre mit Wasser zu füllen.
Das, was unsere motorischen Fähigkeiten betraf, höchst anspruchsvolle Unterfangen verlief vorerst problemlos. Ich fuhr die Schubkarre und Hans-Jürg hielt das schwere Fass senkrecht. Sich des Heldenlobes von seiner Frau uns seiner Schwiegermutter gewiss, wollte "Herr Reifler" mit wenig Kraft und viel Schwung unsere letzte Hürde, ein kleines Absätzchen vor dem Haus, überwinden... das Fass rutschte natürlich unvermittelt von der Karre und seine über 100l kostbare Fracht ergoss sich überschwemmungsartig über den Garagenboden.
Es blieb uns nichts anderes übrig, als das Unterfang Zwecks "Horizonterweiterung" (oder anders ausgedrückt: "wegen Dummheit") zu wiederholen.

Dienstag, 30. Oktober 2007

Besuch von Andrea

Liebe Freunde

Vor etwa zwei Wochen hatten wir Besuch aus der Schweiz, Andrea Heiniger aus Langenthal. Für uns war dies etwas ganz besonderes, denn sie war die erste Schweizerin, neben den anderen Missionaren, die unseren neuen Wohnort gesehen hat. Zudem hat sie uns viele gute Sachen aus der Schweiz mitgebracht, wie Schoggi, Schleckzeug und Icetea.

Andrea musste aber für aber für den Titel „erster Besucher“ teuer bezahlen, denn in den zwei Wochen in denen sie bei uns war, sind die Temperaturen gestievgen wie noch nie. Einige Male hatten wir am Nachmittag 38° Grad am Schatten und im Haus. Da hat sie zu Recht bemerkt, dass man sich hier wie ein Brathühnchen fühlt. Auch der Schweiss ist ihr wahrscheinlich noch selten so wortwörtlich heruntergelaufen, wie in diesen Tagen bei uns. Zudem haben wir sie in den Nationalpärken im Süden des Piauí herumgejagt und in viele Gottesdienste mitgenommen, wovon sie trotz unserer Übersetzung leider nicht alles verstanden hat. Die Brasilianer gaben sich zwar alle Mühe sich mit ihr in Englisch zu unterhalten oder ihr die Gastfreundschaft auf andere Art und Weise zu zeigen, zum Beispiel sie mit Essen vollstopfen. Gell Andle!

Da Rahel wegen des immer grösser werdenden Bauchs etwas schwerfällig geworden ist, musste sie auch noch das Putzen des Hauses übernehmen: Vielen Dank Andrea! Zudem „musste“ sie noch die verfaulten Mangos über die Gartenmauer in das Gebüsch werfen. Dabei hat sie Freundschaft mit unseren Gartenbewohner geschlossen: Freddy, die „Rieseneidechse“ und Prinz, der Frosch. Freddy haben wir seit ihrem Weggang nicht mehr gesehen, aber Prinz ist schon fast in unser Haus gehüft, daran hatte Rahel aber gar keine Freude!!! Andrea wieso hast du ihn nicht geküsst? Ein schöner Prinz im Garten wäre uns also lieber als ein hässlicher Frosch.

Wir sind schon gespannt, was unser nächster Besuch aus der Schweiz so anstellt! Und keine Angst Putzen müsst ihr dann nicht und auch keine Mangos über die Gartenmauer werfen! ;-)

Samstag, 17. März 2007

Baucampler 2007

In unserer neuen Rubrik (Label) "Besucher" werden alle vorgestellt, die uns hier in Brasilien besuchen. Unsere ersten Besucher waren die Baucampler aus unseren Gemeinden:

FEG Langenthal:

Ruedi und Käthi Diemling
Ruedi hat immer einen flotten Spruch auf der Zunge. Käthi macht gute Mine zum bösen Spiel ihres Ehemannes. Sie haben für uns viele Dinge aus der Schweiz gebracht, die wir bestellt haben, weil man sie hier nicht kriegt. Ausserdem viele Briefe und Päckli von unseren lieben Freunden aus Langenthal.

Simon Lieberherr
Simu hat hier in Brasilien hoffentlich den Respekt vor dem Alter gelernt. Doch seine oft sauberen Sprüche haben uns immer wieder aufgeheitert, die anderen haben wir versucht zu überhören. Eine "Hackfresse" hat er jedenfalls!

Lumier (Tom Liechti)
"De Laivel" war sein Kampfschrei, den ihn an seine liebe Livia erinnerte und ihm wieder Kraft beim Bauen gab. Immer wieder hiess es "Telefon Lumier" oder "Der Lumier ist am Telefon"!


Küenzi (Tinu)
Ob Küenzi in Fortaleza wirklich das Surfen gelernt hat, weiss niemand so richtig. Niemand hat ihn je stehend auf dem Brett gesehen. Fussball hat er auf jeden Fall verlenrt in Brasilien. Aus 10 100% Chancen resulitierte glaube ich kein einzige Gooooooool. Ja, ja, "de Rase isch tschuld", wenn man dem Rasen so sagen kann. Wir haben dank seiner Hilfe trotzdem gegen die Brasilianer gewonnen.

Yvonne Küenzi
Yvonne wurde zuerst von den Gastgebern als Ehefrau von Küenzi in eine Doppelzimmer eingeteilt. Doch bald klärte sich das Missverständnis.
Verena Egger
Am Vorletzten Tag in den Ferien stiess noch Verena Egger zu uns hinzu. Leider haben wir kein Bild von ihr gemacht. Doch wir wünschen ihr im wunderschönen Brasilien eine ganz tolle Zeit.

FEG Bern:
Fritz Spicher
Fritz war nicht der einzige Fritz. Deshalb nannten ihn unsere bösen Jungs den "Bätzi-Fritz", weil er scheinbar zum desinfizieren Bätzi-Wasser barucht. Doch in Brasilien ist für Christen jeglicher Alkoholkonsum verboten. Deshalb hat er sein Bätzi-Wasser auf dem Könizberg gelassen. Es ist erstaunlich wie gut und schnell ein echter Schweizer Bauer sich an brasilianische Verhältnisse anpassen kann.

Kurt Grossenbacher
Der Kurt war schon zum 2. Mal im Baucamp. Er ist bereits ein richtiger Brasilienveteran. Doch mit seiner Kamera bildete er ein unzertrennliches Ehepaar. Was sagt wohl Elsbeth dazu?


Disi (David Bachmann)
Ok, er ist nicht unsertwegen gekommen
, aber er hat uns einmal in Campinas mit Roggensingers besucht. Ob er heute noch weiss, weshalb er überhaupt nach Brasilien gekommen ist, ist eine andere Frage. Sicher nicht, um zu Unterrichten. Das einzige was er im Kopf hatte war jedenfalls nichts was mit Brasilien zu tun hatte!