Dienstag, 28. November 2006

Ausflug nach São Paulo

Am Samstag morgen erhielt Rahel von ihrer Cousine Heidi Volkart ein Email, ob wir am Sonntag nicht zu ihnen nach São Paulo kommen könnten, ihre Eltern, d.h. Rahels Tante Martha und Onkel Heinz, seien auch gerade zu Besuch.
Mike und Heidi Volkart sind Missionare der SMG (Schweizer Missions Gesellschaft) und leiten seit Anfang dieses Jahres ein Heim für Strassenkinder in Interlagos im Süden von São Paulo (siehe http://bueren.umc-europe.org/mission.html). Spontan sagten wir zu, ohne zu ahnen, was es bedeuten würde von Campinas zu ihrem Haus in der grössten Stadt der südlichen Hemisphäre zu gelangen.
São Paulo ist die 6. grösste Stadt der Welt mit 19 Mio. Einwohner in der Agglomeration.
Dummerweise ist das Reisebusterminal (Rodoviaria) im Norden von São Paulo. Interlagos, der Ort wo auch der F1 GP von Brasilien stattfindet, liegt aber im Süden der Metropole zwischen zwei Stauseen. D.h. wir mussten mit dem Bus quer durch die ganze Stadt fahren. Zum Glück ist am Sonntag nicht so viel Verkehr wie sonst. Tortzdem gab es ab und zu Staus. Die Reise von Campinas nach São Paulos dauert zwischen 1 1/2 und 2 Stunden. Der Stadtbus braucht ebenfalls 1 1/2 bis 2 Stunden um vom Norden in den Süden zu gelangen. Insgesamt waren wir also 7 h unterwegs für die Hin- und Rückreise.
Um so mehr genossen wir die Gemeinschaft mit unseren Verwandten. Onkel Heinz und Tante Martha hatten uns eben noch in Langenthal an unserem Abschiedfest besucht. Nun treffen wir sie tausende von Kilometern entfernt. Trotz den Anstrengungen auf der Reise, war dieser Tag sehr erhohlsam für uns.
Liebe Grüsse Simon

Mittwoch, 22. November 2006

Lernen, Lernen, Lernen...

Uf, jetzt habe ich gerade Portugiesischaufgaben gemacht!
Mein Alltag besteht im Moment fast nur aus Portugiesisch lernen, deshalb möchte ich euch erzählen, wie ich lerne. Mir macht es sehr Spass! Portugiesisch ist eine superschöne Sprache, ich lerne sie wirklich sehr gerne.
Also, als erstes habe ich das Grammatik- und Übungsbuch, welches wir von der Schule erhalten haben. Jeden Tag gehen wir im Unterricht ein Stück weiter und besprechen die Grammatik, machen Übungen, sprechen über die brasilianische Kultur und vieles mehr. Von 14.00 bis 15.15 habe ich mit Claudia unterricht. Da Claudia aber nächste Woche für längere Zeit in die USA geht, werde ich in Zukunft mit Marina Schule haben. Von 15.30 bis 16.45 habe ich mit Betty eine Lektion. Beides sind sehr gute Lehrerinnen und haben unterschiedliche Qualitäten, sie ergänzen sich super. Danach gehe ich nach Hause und beginne oft gleich mit den Aufgaben: Übungen aus dem Buch und dem Übungsheft, kurze Aufsätze schreiben, Wörtchen lernen.
Ich finde es wichtig die Sprache auf vielfältige Art und Weise zu lernen, deshalb lese ich im Moment auch ein Buch auf Portugiesisch. Vielleicht kennt es jemand von euch: Der Alte und das Meer von Ernest Hemingway. Bis jetzt finde ich das Buch aber eher langweilig, aber was solls. Oft schaue ich auch fern, zum Beispiel die Sportnachrichten während dem Abwaschen am Mittag, oder die Nachrichten am Abend. Ich muss euch gestehen, dass ich manchmal auch eine Novela (Serie, Soap) schaue. Es ist mir eigentlich eher peinlich das zu sagen, aber ich habe natürlich einen guten Grund, die Novela zu sehen, ich lerne so erstens die Umgangssprache und zweitens auch die Kultur der Brasilianer kennen. ;-)
Manchmal lesen Simon und ich auch die Bibel auf Portugiesisch. Das ist schon noch etwas schwierig. Zudem haben wir die Chroniken von Narnia von C.S. Lewis gekauft. Oft lesen wir vor dem schlafengehen ein Kapitel und schlagen die Wörter, die wir nicht kennen im Wöterbuch nach.
Vor der Schule lese ich die Zeitung oder Hefte. Besonders wichtig sind aber die Gespräche, die ich mit den Brasilianern, zum Beispiel beim Einkaufen, führe.
Dann spielt natürlich auch Gott eine grosse Rolle. Ich bin sicher, dass es ohne ihn und eure Gebete noch nicht so gut gehen würde. Ich bin ihm wirklich dankbar, das ich schon so gut mit der Sprache zurechtkomme!
Liebe Grüsse
Rahel

Begrüssungsformen

Kuss, Frau Frau, Mann Frau
Umarmung Mann Mann, Frau Frau
Auch fremde Kuss

Mittwoch, 15. November 2006

Brasilien gewinnt - dank Zuberbühler!


Wir haben gerade das Freundschaftsspiel Schweiz - Brasilien gesehen . Als Schweizer-Fans (Schwarzes, Denise Kieser, Missionarin zu Besuch, und unsere Wenigkeit) haben wir uns organisiert und in einer Beiz getroffen, in der das Spiel übertragen wurde. Auch der Leiter der Sprachschule wollte sich das Spiel nicht entgehen lassen. Mit Schweizer Fahne und gelben und rot-weissen T-Shirts fielen wir ziemlich auf.
Zuerst sah es nach einer riesigen Enttäuschung für die Schweiz aus, dank unseres tollen Torwarts Zubi, der nichts besseres wusste als Kaka anschiessen und so ein enfaches Tor zu erlauben.
In der zweiten Hälfte allerdings dominierte die Schweiz, was sogar unser Sprachschulleiter zugeben musste.

Dienstag, 14. November 2006

"Du bisch heilig"

Liebe Freunde
Letzten Sonntag haben wir eine Gemeinde im Zentrum von Campinas besucht. In der Anbetungszeit haben wir ein Lied gesungen, dass uns an euch erinnert hat:
"Du bisch heilig" oder "You are holy (Prince of Peace)" von Michael W. Smith!
(Natürlich haben wir es hier auf Portugiesisch gesungen.)
Vor allem die Jugendgruppe Oase, der FEG Langenthal wird wissen um welches Lied es sich handelt. Diese Lied hat uns an unseren Aussendungsgottesdienst in der FEG Langenthal erinnert, aber noch viel mehr erinnerte es uns an die Zeit in der JG Oase.
Wir konnten es kaum glauben, als die Gemeinde hier in Campinas diese Lied zu singen begann, und haben mit einem lachenden aber auch weinenden Herz mitgesungen. Lachend, weil dieses Lied einfach genial ist und ausdrückt, dass wir unser Leben für den König der Könige leben möchte, Jesus Christus! Weinend, weil es uns bewusst machte, wie sehr wir euch aus der Schweiz vermissen.
Rahel und Simon

Mittwoch, 8. November 2006

Kalter Morgen

Liebe Freunde
Ihr könnt es wahrscheinlich kaum glauben, aber heute morgen war es bei uns in Campinas fast ein wenig "kalt". Auf jedenfall fanden das einige Brasilianer, die mit dickem Jogginganzug oder Halstuch auf der Strasse waren. Wir fanden es eigentlich ganz angenehm, vorallem fürs Joggen. Es war nämlich 18 Grad warm. Normalerweise ist es am Morgen um die 23 Grad. Am Nachmittag wird es meistens zwischen 30-35 Grad. Da schwitzt man schon etwas. Wir haben aber eine geniale Wohnung, da bleibt es immer schön kühl, nämlich zwischen 26-30 Grad.
Die Luftfeuchtigkeit ist hier recht tief, meistens unter 50%. Man merkt es daran, dass man oft einen ausgetrockneten Hals hat und viel Wasser trinken muss. Hier im Süden hat es, Gott sei Dank, fast immer genug Wasser, was im Piaui dann schon ändern könnte. Da regnet es viel weniger und mit dem Wasser muss man dort noch viel sorgfältiger umgehen.
Bis bald, Rahel

Montag, 6. November 2006

Freundesbrief vom 6. November 2006

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Freitag, 3. November 2006

Unser Wohnblock

Viele haben unseren Wohnblock schon von oben gesehen (Blog-Eintrag vom 27. Oktober). Links nun ein Blick von der gegenüberliegenden Strassenseite. Wir wohnen im 3. Stock. Doch unsere Wohnung ist auf dem Bild nicht zu sehen, da sie auf die linke Hinterhofseite hinausschaut. Das ist gut so, denn 1. ist somit der lärm der Strasse viel geringer und 2. scheint die Sonne nicht den ganzen Tag auf unsere Aussenwand, was die Temperatur in der Wohnung angenehmer macht.
Direkt gegenüber befindet sich ein Bäckerei, wo meistens ICH früh morgens ganz frische Brötchen kaufen gehe für das Früstück. Im Gegensatz zur Schweiz ist die Auswahl sehr klein. Es gibt nur einer Sorte: kurze Baguettes. Zum Glück backt Rahel ab und zu selbst Vollkornbrot.
Bis zum nächsten Mal!
Simon