Nun aber zur Reise:
Lucas Gonçalves, Beat Roggensinger, Valter und ich haben im 1200km entfernten João Pessoa zum ersten mal das neue Projekt ProSertão vertreten an einem Missionskongress zum 30 jährigen bestehen der JUVEP. Der Kongress war sehr gut und wir konnten viele Kontakte mit einflussreichen Pastoren und geistlichen Führern knüpfen, die ebenfalls das Anliegen haben die Frohe Botschaft von Jesus in die tausenden Weilern des Innland zu tragen.
Schon in João Pessoa hatten wir Probleme mit unserem nun schon 7 jährigen Auto. Im Regen fuhr er nur noch auf 3 Zylindern und der Alternator und der Servo setzten aus. Ausserdem hat mein Nachbar (dessen Namen ich nun hier nicht nennen werde) es geschafft den Alarm auszulösen, der dann nicht mehr abgestellt werden konnte. So mussten wir (oder besser er) am Tag unserer Abreise noch zu einem Autoelektriker.
Um 19:00 am letzten Montag konnten wir dann endlich die Rückreise antreten. Wir wollten an diesem Abend noch ca. 300km zurücklegen. Um 22:00 Uhr dann geschah es dann:
Bei voller Fahrt (120km/h) in einer leichten Kurve mit mir am Steuer klappte die Motorhaube auf und zertrümmerte die Frontscheibe. Natürlich verdeckte sich auch fast vollkommen die Sicht. Durch einen kleinen Schlitz unter der Motorhaube hindurch schauende konnten wir unser Fahrzeug irgendwie halbwegs sicher auf den (zum Glück existierenden) Pannenstreifen zum Stehen bringen.
Wir banden danach die Motorhaube mit einem Seil fest und fuhren zur nächst grösseren Stadt. Die teilweise zersplitterte Scheibe war nicht auseinander gefallen und wir konnten noch genug hindurchsehen.
Nach der Nacht im Hotel machten wir uns auf die Suche nach einer Garage, die die Scheibe auswechseln konnte. Am Mittag konnten wir endlich unsere Reise fortsetzen. Wir erreichten Floriano am letzten Dienstag um 22:30 dann doch noch sicher ohne weitere Zwischenfälle.
Wir sind dankbar, dass uns Gott vor einem schlimmeren Unglück bewahrt hat!
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