Freitag, 9. Februar 2007

Zeuge sein

Liebe Freunde
In der letzten Zeit hat mich ein Thema sehr beschäftigt: Was für Zeugen sind wir für Jesu. Wen sehen die Leute in uns Christen?
Hier in Brasilien hat es vor einigen Wochen einen Skandal einer der grössten evangelischen Gemeinde gegeben. Das Leiterehepaar, das sich zu Aposteln ernennt hat, werden angeklagt Geld gewaschen zu haben. Ausserdem weiss man, dass sie das Geld der Gläubigen veruntreut und in eigene überdimensionierte Anwesen inverstiert haben (Ranch und Ferienhäuser). Dies ist nicht der erste Skandal aus dem Kreise der "evangelischen" Kirchen hier in Brasilien.
Es tut mir sehr weh zu sehen, was die Menschen hier in Brasilien, aber nicht nur hier, sondern auf der ganzen Welt, für ein Bild von uns Christen und somit von Gott haben. Sofort frage ich mich, was ich für ein Zeuge bin. Können die Menschen um mich herum erkennen, dass ich ein Kind Gottes bin? Wie oft habe ich schon den Namen Jesu durch mein Reden, mein Handeln und mein Denken in den Dreck gezogen.
Er hat sein Leben für uns gegeben. Ich persönlich bin Jesus mega dankbar, dass er mich erlöst hat und mir das ewige Leben geschenkt hat. Gerade deshalb möchte ich mein Bestes, mein ganzes Leben ihm geben, aus Dankbarkeit. Es macht mich traurig, dass ich darin so oft versage und so oft egoistisch handle.
Aber das geniale ist, dass Gott gerade uns fehlerhaften Menschen als seine Zeugen, und Kinder haben möchte, dass er uns brauchen möchte, trotz unserer Fehlerhaftigkeit, trotz unserem Versagen. Gerade unsere Schwächen will er gebrauchen, damit Er gross gemacht wird. Genial nicht!
Das erfüllt mich mit Erfurcht, Liebe, Dankbarkeit und Freude dem allmächtigen Gott gegenüber, welcher die Liebe wirklich vollkommen ausgelebt hat. Mein Herz ist gerade so voll, ich kann es gar nicht mehr richtig in Worte fassen!
Einfach zum schluss: Gelobt sei Gott, ihm gehört alle Ehre!

1 Kommentar:

  1. ich denke dass zeuge sein oder nicht sein hat sehr viel mit menschenfurcht zu tun. oder besser gesagt mit mangelnder gottesfucht zu tun, jes 51.12

    richard wurmbrandt ist mir da ein treuer zeuge. ausschnitt aus seinem buch "gefoltert für christus":

    Die Kommunisten beriefen einen Kongress aller christlichen Körperschaften in
    unserem Parlamentsgebäude in Bukarest. Dort waren viertausend Priester, Pastoren
    und Prediger aller Religionsgemeinschaften versammelt. Diese viertausend
    Geistlichen wählten Joseph Stalin zum Ehrenpräsidenten dieses Kongresses.
    Gleichzeitig war Stalin amtierender Präsident des Weltverbandes der
    Gottlosenbewegung und ein Massenmörder von Christen. Aber einer nach dem
    anderen, ob Bischof oder Pfarrer, erhob sich in unserem Parlament und erklärte
    öffentlich, dass der Kommunismus und das Christentum in ihren Grundlagen gleich
    seien und friedlich nebeneinander bestehen
    könnten. Ein Geistlicher nach dem andern fand preisende Worte für den
    Kommunismus und versicherte der neuen Regierung die treue Mitarbeit der Kirche.
    Meine Frau und ich waren auf diesem Kongress anwesend. Meine Frau saß neben
    mir und sagte zu mir: „Richard, steh' auf und wasche diese Schande vom Antlitz
    Christi! Sie speien ihm ins Gesicht." Ich sagte zu meiner Frau: „Wenn ich das tue,
    verlierst du deinen Mann." Sie erwiderte: „Ich möchte keinen Feigling zum Mann
    haben."
    Da stand ich auf und sprach zu diesem Kongress, und ich pries nicht die Mörder der
    Christen, sondern Christus und Gott und sagte, dass wir zuallererst Ihm unsere
    Treue schulden. Alle Reden wurden auf diesem Kongress durch Rundfunk
    übertragen, und das ganze Land konnte die von der Rednertribüne des
    kommunistischen Parlaments verkündigte Botschaft von Jesus Christus hören.
    Später musste ich dafür bezahlen, aber das war es wert gewesen.

    er kam ins gefängnis.

    gruss marcel

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