Donnerstag, 30. Juni 2011

Klänge aus der Kinderstunde

„Was machet dir wenn dr bös Ma chunnt?“, „ Mir lobe Gott mit de Händ (chlatsche), mir lobe Gott mit de Füess (stampfe),…“, „Wär möchte no meh Sirup?“, „Dr Abfall chunnt i dä Sack, gäuet Chind, mir wie ja schliesslech nid d Natur verschmutze!“

So etwa tönt es bei uns in einer Kinderstunde, die wir nun seit 3 Monaten mit einem super Team von 4 Personen in Barão de Grajaú durchführen. Zuerst haben wir sie am Sonntagmorgen durchgeführt, aber weil viele Kinder um diese Zeit mit den Eltern zum Markt müssen oder in den katholischen Religionsunterricht gehen , haben wir die Kinderstunde auf den Samstagnachmittag verschoben. Seit her kommen regelmässig 25-30 Kinder. Auch wenn wir nur etwa 1-2 Stunden pro Woche mit den Kinder Zeit verbringen, können wir bestimmt das eine oder andere auf eine positive Art und Weise prägen.

Unser Ziel ist es, den Kindern Gottes unendliche Liebe weiterzugeben und ihnen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten. Wir möchten, dass sie mit den biblischen Geschichten bekannt werden, kreativ gefördert werden und auch mal so richtig spielen können. Zudem möchten wir ihnen auch andere wichtige Dinge fürs Leben und Zusammenleben lehren, wie zum Beispiel richtig Zähneputzen, wie man sich andern gegenüber freundlich verhält, dass der Abfall in den Abfallsack gehört, usw.

Das Quartier in welchem wir arbeiten und nun bald auch wohnen werden, sobald unser Haus fertig ist, steht in vielem hinten an. Die Menschen aus diesem Quartier sind arm und werden von der Bevölkerung, der Stadt als gewalttätig und dumm abgestempelt, so beginnen sie selber zu glauben, dass sie für nichts nütze sind als zu stehlen und Drogen zu verkaufen. Viele Jugendliche sind in der 4.Klasse steckengeblieben und haben keine Ambitionen etwas aus ihrem Leben zu machen. Deshalb möchten wir den Menschen dort zeigen, dass sie wertvoll sind, in unseren aber besonders auch in Gottes Augen.

Werden wir in diesem Quartier wohl einen Unterschied machen können? Wir nicht, das ist uns bewusst, aber Gott ist nichts unmöglich und wir wollen uns von ihm brauchen lassen.

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