In unserem Quartier können wir seit einer Woche einen leichten Vorteil für das 22 erkennen. Nein, wir haben keine Umfragen gemacht. Das können wir an den Fähnchen der Häuser ablesen. Entweder sind sie gelb und mit einer roten 15 oder blau mit einer weissen 22. Praktisch alle bekennen sich so zu ihrer Partei. Unentschlossene gibt es eigentlich kaum mehr.
So können wir abschätzen, dass in unserem Quartier 60% für das 22 stimmen wird und 40% für die 15.
Obwohl die Stimmer eines jeden Bürgers geheim ist, ist dieses Bekenntnis sehr wichtig hier. Der zukünftige Gemeindepräsident muss wissen, wem er seine Wahl verdankt. Er wird sich bei seinen Anhängern dann auch mit unzähligen Jobangeboten in seiner Administration bedanken, während die "Verräter" auf die nächsten Wahlen in 4 Jahren hoffen müssen. Die Ausbildung und Erfahrung der Aspiranten spielen dabei keine Rolle.
Wo bleiben die Gottesdienstbesucher?
Die Wahlen haben unsere Gottesdienste sehr beeinflusst, weil an den Wochenende immer die Wahlveranstaltungen stattfanden. Eigentlich müsste man eher von Wahlparty's sprechen. Man trifft sich, trinkt viel (Alkohol), isst Churrasco, lässt im Minutentakt Knaller in die Luft, möglichst öfters und lauter als die Gegner, hört so laut als möglich die eingehenden Parteisongs aus den auf Anhängern aufgebauten Musikanlagen der Autos und macht anschliessend einen Umzug durch die ganze Stadt mit Autos und Motorrädern.Viele unserer Gottesdienstbesucher, fehlten in dieser Zeit ganz. Es gab auch Gottesdienste in denen bloss die Teammitarbeiter anwesend waren.
Wir danken Gott, dass die Kleingruppen wie immer auch in dieser Zeit gut besucht waren, da es während der Woche weniger Wahlveranstaltungen gab. Das hat uns weiter gestärkt an dieser Gemeindeform festzuhalten.
Sobald unser Internet es zulässt werden wir einige Bilder publizieren...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen