Montag 10. März
Endlich können wir mit den Holzarbeiten beginnen. Leider entsprechen nicht alle Balken der Norm, doch Hans Ueli, Walter und Thomas machen das beste daraus. Nun können sie endlich mit dem Bau der Binder beginnen, was wir eigentlich schon vor einer Woche tun wollten.
Dienstag 11. März
Wir müssen doch noch einige Balken zusätzlich in einer anderen Holzhandlung kaufen. Gott sei Dank, sind sie dort in der richtigen Grösse und Länge auf Lager.
Wir laden die 6,5m langen Balken auf den D20 (Pickup). 150m vor dem Ziel (Sägerei) hält uns die Polizei an.
Da wir auf einer Landeshauptstarsse führen, dürtfen wir keine überlangen Balken geladen haben und keine Leute auf der Ladefläche transportieren (obwohl hier sehr üblich), sagt die Polizei. Bei der Kontrolle entdecken die Beamten noch eine weiter Unregelmässigkeiten in den Dokumenten des Fahrzeugs. Das Auto wird sofort beschlagnahmt!
Auf der Polizeistelle wird Thomas aufgefordert, alles mitzunehmen, was im Auto liegt. Auch einen Sack mit Kleidern und der Fotokamera von Reiflers, die man schon als verloren geglaubt hatte und für dessen Wiederfinden wir gebetet hatten. Gott erhört unsere Gebete manchmal auf für uns ungemütliche Art und Weise...
Mittwoch 12. März
Der D20 fehlt uns sehr beim Baum. Vieles muss nun neu organisiert werden.
Die Holzbauer kommen mit den Bindern schnell vorwärts. Die anfangs krummen Balken sehen abgespannt schon viel schöner aus. Die schöne Holkonstruktion hebt sich von der hier üblichen Bindern ab.
Donnerstag 13. März
Auf dem Bau kommen wir gut vorwärts. Die Gruppe ist gut eingespielt!
Reiflers müssen sofort nach Teresina, um ihr Visum abzuholen (Frist läuft Freitag ab). 250km hin und 250km zurück, um 45min auf der Fremdenpolizei die Formalitäten abzuwickeln.
Freitag 14. März
Einige Gemeindeglieder und 7 Baucampteilnehmer fahren nach Boi Larnaja, wo wir eine nGottesdienst durchführen. Wegen den vielen Regenschauern ist die Strasse so schlecht wie noch nie, zur Freude der abenteuerlustigen Schweizer.
Nach unserer Ankunft noch vor dem Einnachten laden wir die Dorfbewohner zur Abendveranstaltung ein. Zwei Baucampler berichten über ein Erlebnis mit Gott und Daniel spielt auf dem Schweizerörgeli. Die Bewohner sind begeistert vom Schweizer "Forró".
Samstag 15. März
Am Morgen arbeiten nur noch die Maurer für kurze Zeit am Bau. Alle anderen räumen den Bauplatz auf.
Wir haben nun fast alle Mauern aufgezogen. Noch noch der Gibel auf der Vorderseite muss nach dem Baucamp aufgemauert und betoniert werden.
Am letzten Tag geschieht ein kleines Unglück: Beim Abbau der Gerüste fällt ein Balken auf Barbaras Kopf und Schultern. Mit etwas Kopfschmerzen und eingebundener Schulter, muss sie zur Unterkunft zurückgebracht werden. Glücklicherweise ist es nichts schlimmeres.
Am Abend bereitet uns die Jugendgruppe ein abwechslungsreiches Abschiedfest. Die Gemeinde ist mit den Fahnen der Schweiz und Brasilien geschmückt. Der Saal ist so voll wie noch nie! Ca. die Hälft der Besucher muss stehen. Nach dem Gottesdienst schiessen alle Erinnerungsfotos und tauschen Geschenke aus. Die Nachtruhe ist heute etwas später!
Sonntag 16. März
Um 09:00 fährt der Van mit den Teilnehmern nach Teresina ab. Wir werden noch einmal von der Gemeinde verabschiedet.
Reiflers fahren mit dem Auto etwas später ab. Noch in Floriano fährt ihnen aber ein Motorradfahrer in die Fahrertüre. Glücklicherweise hat sich niemand verletzt. Der Motorradfahrer, der mit überhöhter Geschwindigkeit, ohne Helm und ohne Ausweis fuhr ist schnell bereit den Schaden zu übernehmen. Doch dieser Unfall verspätet unsere Abereise nach Teresina.
In Teresina kommen alle schliesslich gut an. Dort gibt es zum Mittagessen einen Churrasco (á discrecion), danach verbringen wir den Nachmittag im Shopping. Der Nachtbus nach Fortaleza hat über eine Stunde Verspätung. Die Zeit an der Bushaltestelle wird mit Schweizerörgeli und Volkstänzen überbrückt.
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