Donnerstag, 8. Mai 2008

Ein Wunder kommt selten allein

Seit der letzten Entscheidung für Jesus sind einige Monate vergangen. Natürlich sollte man den Erfolg nicht nur an den "Bekehrungen" messen. Geistliches Wachstum konnten wir immer erkennen, vor allem bei den Mitgliedern mit denen wir den Jüngerschaftskurs machen.
Trotzdem begannen wir uns, angesichts ständig vollem Gemeindesaal und vielen Besuchern, zu Hinterfragen, warum es so lange dauerte bis wieder jemand den Schritt wagen würde.
Am Sonntag sangen wir während des Lobpreises ein Lied: "Heute wird mein, Wunder geschehen: Ich werde glauben und nicht mehr zweifeln!".
Tatsächlich ist das Wunder geschehen: Junior, der seit über 18 Monaten wegen einer Depression sein Haus nicht mehr verlassen hatte (siehe Eintrag 21. Feb. 08) ist genau während dieses Liedes, zum ersten mal in die Gemeinde gekommen. Wir waren tief bewegt von Gottes Wirken, der Junior geholfen hatte seine innere Angst zu überwinden.
Doch es kam noch besser!
Nach der schlichten Predigt von Cleber und dem anschliessenden Aufruf, sind zwei junge Männer aufgestanden und haben ihr Leben Jesus übergeben.
Rodrigo ist Biologiestudent aus Amarante, wo seine Mutter bereits in die Gemeinde geht.
Cesar ist 16 Jahre alt und ist der einzige "Gläubige" in einer streng katholischen Familie.
Am vorletzten Sonntag schon hatte sich Idelfonso in der Bibelstunde bekehrt. Cleber hatte ihn über Monate während der schweren Krankheit seines Sohnes und dem schliesslichen Tod begleitet.
Gestern sprach ich mit einem pensionierten Baptisten-Pastor, der in der Nähe der Gemeinde wohnt. Er sagte uns, dass er von seiten der Bevölkerung ein grosses Wohlwollen gegenüber der Gemeinde verspühre.
Wir wurden durch diese Erlebnisse wieder sehr motiviert in unserer Tätigkeit. Gott weiss am besten wie und wann wir Ermutigung am nötigsten haben.

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