Mittwoch, 6. August 2008

Die Paederus-Plage

Die Regenzeit bis April hat sehr viel Regen gebracht. Was für die Bauern, deren Felder höher gelegen sind ein Segen bedeutete, der in anderen Jahren wegblieb, wurde für die Bauern, deren Felder an den Flussufern liegen, zum Fluch, wegen den Überschwemmungen.
Doch die Überschwemmungen brachten noch weiter Folgen, die sich erst jetzt ungemütlich bemerkbar machen: Potó, Paederus oder auf Deutsch, Uferkurzflügler (siehe Wikipedia).
Nach starken Regenzeiten und darauf folgende Trockenheit (Auswirkungen des El Ninho) erscheint der "Potó" vermehrt.
Das sonst ungefährliche Tier kann aus seinen Drüsen am hinteren Teil des Abdomens eine ätzende Flüssigkeit verspritzen. Dies passiert, wenn es aus versehen zerdrückt wird, sei es zwischen den Beinen im Schlaf, hinter den Ohren wenn man den Kopf auf dem Kissen dreht oder beim Kratzen unter den Kleidern. Zuerst merkt das Opfer nichts. Doch bald spürt es an der Stelle einen Reiz und beginnt zu kratzen. Dadurch wird die ätzende Säure noch verstreut, was die Sache verschlimmert. Glück hat, wer sich dann nicht noch in den Augen reibt.
Nach einem Tag entstehen kleine Bläschen, dh. Verbrennungen 3. Grades (Siehe Bild 1, Bild 2).
Im Moment wimmelt es von Potós rund um unser Haus. Wir müssen gut darauf achten, dass wir keinen zerdrücken.

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