Das war auch gut so, denn am Abend kam ein junger Mann an die Türe und wollte mit Simon sprechen. Seine Familie ist uns bekannt, da wir seine Frau begleiten und die vier kleinen Töchter in die Kinderstunde kommen. Er ist seit Jahren Crack abhängig.
An Heiligabend sagte er mir, dass er sein Leben so nicht mehr aushalte und dass er etwas ändern wolle. Er sei nicht gekommen um zu betteln. Er brauche kein Geld, sondern wolle nur Hilfe und er denke, dass Jesus ihn dabei helfen könne, doch dafür brauche er eine Bibel.
Wir haben ihm schon einmal versucht zu helfen, doch am Tag als wir ihn zu einer öffentlichen Anlaufstelle für Abhängige bringen wollten ist er verschwunden. Dafür entschuldigte er sich sehr.
Ich gab ihm eine Bibel und eine Bibellesehilfe und wir lasen gemeinsam die Weihnachtsgeschichte. Ihn beeindruckte, dass die ausgestossenen Hirten die ersten waren die von der frohen Botschaft des Erlösers gehört hatten.
Ich betete für ihn und bat Gott, dass Er ihn von den Drogen befreien sollte. Danach sagte er wolle Jesus in sein Herz aufnehmen. Ich sagte ihm daraufhin, dass er sich das nochmals überlegen solle, denn das sei eine Entscheidung fürs Leben, nicht nur um von den Drogen frei zu kommen.
Ich vermutete, dass er am morgen nicht mehr kommt, doch ich lag falsch. Am Weihnachtstag erschien er wieder und sagte, er wolle nun wirklich Jesus als seinen Retter annehmen. Gemeinsam beteten wir zu Gott.
Das war erst der Anfang die Schwierigkeiten und Rückschläge kommen nun erst noch. Betet für ihn und auch dass wir einen Weg finde zur vollständigen Rehabilitation.
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