Unser Besuch
Momentan ist gerade Familie Roggensinger bei uns zu Besuch. Beat und Ursula wohnen bei Schwarzes und Lukas, Micha und David Bachmann (Schulhelfer der beiden Jungs) wohnen bei uns in der Stube. David ist der Bruder des Mannes von Rahels Schwester Christine (alles klar?).
Beat, der Feldleiter, wollte einmal die Sprachschule kennenlernen und die Gelegenheit nutzen, das ProPiauí in einigen Gemeinde hier im Süden vorzustellen. Ausserdem werden Roggensingers Schwarzes Auto nach São Luis fahren (ca. 3000km) und wollen dabei das Land etwas besser kennen lernen. Betet, dass sie gesund im Norden ankommen.
Wir nutzten die Zeit um viele Fragen über unsere zukünftige Arbeit los zu werden, sie ihrerseits bereiten uns im Gespräch auf unsere Aufgabe vor. Wir geniessen die Gemeinschaft mit ihnen. Mit den David und den Jungs machen wir viele Gesellschaftsspiele.
Schweizer Gemeinde São Paulo
Gestern waren wir wieder einmal in São Paulo. Beat war von der Evangelischen Schweizer Gemeinde São Paulo eingeladen worden, um zu predigen und über das ProPiauí zu berichten. Diese Gemeinde wird immer noch ein bisschen von der Schweizer Landeskirche unterstützt. Die Gemeinde zählt aber nur noch wenige Schweizer Familien, die den Gottesdienst regelmässig besuchen. Die meisten sind sehr alt. Ihre erwachsenen Kinder können meist kaum mehr Dialekt.
Der Pastor ist ein gläubiger Brasilianer und spricht kaum Deutsch. Der Gottesdienst findet meistens in Portugiesisch statt und die Mehrheit der Teilnehmer sind ebenfalls Brasilianer, die enttäuscht von den leeren Versprechungen der hiesigen Gemeinden eher eine konservative protestantische Linie suchen.
Da ein Teil des gestrigen Gottesdienstes auf Schweizerdeutsch gehalten wurde, kamen viele Schweizer, die normalerweise nur zu Ostern und Weihnachten kommen. Die Schweizer Gemeinde bezahlt den grössten Teil des Salärs eines jungen Pastors einer Gemeinde im Inland des Piauís, der kürzlich mit dem CBB-Kurs begonnen hatte.
Nach dem Gottesdienst wurden wir in ein Schweizer Restaurant eingeladen, wo wir Bratwurst, Berner Rösti und vieles mehr aufgetischt erhielten.
Traurig ist, dass wir die nette Gemeinde mit dem Eindruck verliessen, dass sie sich kaum an die brasilianische Kultur adaptiert hat, weshalb ihr Einfluss auf die Menschen hier begrenzt blieb.
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